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DB/SBB CFF FFS: Je eine Verbindung von und nach Deutschland vorläufig mit Umsteigen

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In Basel führen verspätet ankommende Züge aus Deutschland dazu, dass die Weiterfahrt innerhalb der Schweiz ebenfalls verspätet erfolgt. Um die Pünktlichkeit auf dem SBB Netz zu verbessern, führte die SBB gemeinsam mit der Deutschen Bahn (DB) vorübergehende Massnahmen ein.

Aktuell kommen vermehrt Züge aus Deutschland verspätet in Basel an. Diese Verspätungen hatten bisher negative Auswirkungen auf die Pünktlichkeit der Züge innerhalb der Schweiz. Um die Übertragung der Verspätungen auf das Schweizerische Netz zu minimieren, hat die SBB in Absprache mit der DB folgende Massnahmen definiert:

Seit dem 4. Juli 2022 bis voraussichtlich 4. September 2022 wird es neu pro Tag und Richtung je eine Verbindung zwischen Deutschland und der Schweiz geben, bei der Reisende am Bahnhof Basel SBB planmässig umsteigen müssen. Betroffen sind folgende Verbindungen:

  • Der ICE 71 (Hamburg – Zürich/Chur) mit Ankunft in Basel um 12:55 Uhr endet vorübergehend in Basel SBB. Für die Weiterreise nach Zürich/Chur werden Reisende gebeten, umzusteigen. Die SBB stellt einen Ersatzzug nach Zürich/Chur bereit.
  • Der Zug aus ICE 71 bleibt in Basel und wird als Ersatzzug bei Verspätungen anderer Züge aus Deutschland eingesetzt und sorgt so für eine planmässige Abfahrt ab Basel SBB nach Zürich und Chur. Damit versucht die SBB gemeinsam mit der DB, die Auswirkungen auf Kundinnen und Kunden, die von Basel nach Zürich/Chur reisen, möglichst klein zu halten und eine kurzfristige Verbesserung der Situation in Basel zu erreichen.

Der Zug fährt abends als ICE 4 um 20:09 Uhr ab Basel SBB zurück nach Frankfurt. Aus diesem Grund müssen Reisende im ICE 4 (Zürich – Frankfurt) mit Abfahrt in Zürich um 18:59 Uhr ebenfalls in Basel SBB umsteigen. Es verkehrt ein Ersatzzug der SBB zwischen Chur/Zürich und Basel.

Die geänderten Verbindungen sind im Online-Fahrplan ersichtlich. Das Ziel ist, die Direktverbindungen möglichst rasch wieder einzuführen. Die SBB beobachtet die Situation genau und steht mit DB in engem Kontakt.

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12 Kommentare

  1. Toll!, es ist der Wahnsinn Jetzt muss man wegen der notorischen Unfähigkeit der deutschen «Wir-bringen-rein-gar-nichts-auf-die Reihe-Bahn» wieder umsteigen. Hoffentlich verrechnen die SBB der DB dafür gesalzene Kosten. Wäre ich Deutscher Verkehrsminister, müsste mit die DB-Spitze von Montag bis Freitag jeden Morgen um 7.30 Uhr zum Hosenherunterlassen antreten, bis sich diese peinlichen Zustände bessern.

  2. Der ICE 77 Basel SBB an 18:55 hat durchschnittlich 27 Minuten Verspätung und ist nur in 23% der Fälle pünktlich. Eigentlich sollte er nach Zürich weiter, aber gestern wurde er in Basel Bad Bf mit 59 Minuten Verspätung gestoppt. Reisende weiter in die Schweiz hatten somit 90 – 120 Minuten Verspätung. Aber wer nur das Billet bis Basel löste – etwa, weil er ein GA hat in der Schweiz – bekam keine Entschädigung. Denn 59 Minuten sind weniger als eine Stunde. Kapiert?

  3. Das mit den unterschiedlichen Entschädigungsansprüchen ist mit dem gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar, halt eben Deutsche «Wir-bringen-rein-gar-nix-auf-die-Reihe-Bahn».

  4. Die Infrastruktur der Deutschen Bahn ist schlecht. Jahre lang wird nun schon die Strecke Freiburg im Breisgau nach Basel umgebaut . Dem Verkehrs Minister ,ist die Strasse lieber .

  5. Als Disponent der BZ, eine Massnahme wo schon lange überfällig war. Eigentlich wäre es sinnvoll alle ICE überspringen eine Taktspinnne. So sind viele Verspätungen im 10 bis 20 min Bereich. Dann hätten wir mehr Luft. Auch der ECE immer ein Trauerspiel mit RIVEP ohne Halt Olten/Luzern Dank trassenverlust. Gruss

  6. Längst überfällig.
    Das deutsche Bahnwesen ist auf 3. Welt-Niveau gesunken.
    Helvetische und teutonische Bahn/öV-Kulturen sind absolut inkompatibel (geworden).
    Der Stellenwert des OeV und die daraus resultierenden politischen Entscheide und Investitionen in beiden Welten sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Gilt aber abgesehen vom TGV-Netz auch für z.B. La France (und damit faktisch für die ganze EU).
    Wenn man der Autoindustrie und -lobby zuliebe mit voller Absicht seit 70 Jahren den öV und das Bahnwesen systematisch herunterwirtschaftet und kaputt spart, kommt der Tag X, wo alles nur noch ein Scherbenhaufen ist.
    Und 70 Jahre Zerstörung lässt sich nun einmal nicht von heute auf morgen reparieren, schon gar nicht in einem autogeilen ‘Geiz-ist-geil’-Egomanenland.
    Dann nützt es überhaupt nichts, jeden Morgen die Direktion zusammen zu stauchen.
    Die weitestgehend auf dem Stand ‘Reichsbahn’ stehen gebliebene Infrastruktur in DE ist DAS Problem (vgl. Unfälle wegen fehlender Zugsicherungen und automat. Blocksystemen, mechan. Stellwerke und mechan. Signale aus der Dampflokzeit).
    Ausser ein paar wenigen kleineren und zusammenhanglosen (!) ICE-Abschnitten ist das DE-Bahnwesen faktisch eine Museumsbahn.
    Die CH investiert pro Jahr in die Infrastruktur des gesamten Bahnnetzes (SBB und Regionalbahnen werden analog finanziert) ca. CHF 5 Mia.
    Das 6x (früher sogar 10x) grössere DE-Netz müsste vom Staat bzw. dem Steierzahler also mind. € 30 Mia./Jahr allein für den Substanzerhalt bekommen, um ungefähr vergleichbar zu sein.
    Ausserdem wären Modernisierungen und neue Linien für 100e Milliarden nötig.
    Fehlanzeige!
    Lösungen wie unser FABI/FAIF mit Mwst.-Promillen, zweckgebundenen Treibstoffzöllen und LSVA-Quoten nur für die SCHIENE wären im Land des unlimitierten Autorasens undenkbar und leider politischer Suizid.

  7. Ich denke, das marode Deutsche ÖV-System ist letztlich die unausweichliche Konsequenz einer jahrzehntelangen, übergrossen Nähe zwischen den Verkehrsministerien des Bundes und der Bundesländer und der Autoindustrie, d.h. auf den Punkt gebracht ein grobes Korruptionsproblem, um zu diesem Schluss zu kommen braucht es keine detektivische Spürnase. Das ist zu offensichtlich.

    Allerdings gibt es auch in unserem Parlament Leute, die sich mit dem Hut des Volchsvertreters wählen liessen, im Parlament aber ganz ungeniert mit dem Hut der auch mit dem Aggressor Russland geschäftenden Erdölindustrie politisieren und damit ganz neben bei auch noch den Ruf unseres kartoffelbasierden Deutschschweizer Nationalgerichtes beschädigen. Das ist unappetitlich!

  8. @E. Belser
    Ich weiss nicht, ob Sie Deutscher sind, aber im helvetischen Schriftdeutsch kann ein Ruf nicht ‘beschädigt’ werden, nur eine Sache… der Ruf wird, wenn schon, GEschädigt😉
    Und es gibt keine ‘Deutschschweiz’, nur eine alemannische (was NICHT das Gleiche ist).
    Und ein ‘Deutschscheizer Nationalgericht’ schon gar nicht – es gibt nur eine einzige schweizerische Nation, und diese ist zu > 1/3 lateinisch.
    Ausserdem haben z.B. Berner mit den Romands viel mehr gemeinsam als mit Ostschweizern, welche sie gar nicht wahrnehmen.
    Ein Bundespräsident aus dem Tessin sagte einmal (Zitat):
    ״Non c’è una Svizzera tedesca, non c’è una Svizzera romanda, non c’è una Svizzera italiana.
    C’è solo una unica nazione: La Confederazione Svizzera״. Wie recht er hatte!
    PS.:
    ‘Rœschti’ wird auch in der Romandie gern gegessen, ebenso wie im alemannischen Landesteil Fondue/Raclette. Letztere sind tatsächlich ‘Nationalspeisen’ von Boncourt bis Campocologno und von Diepoldsau bis Chancy.
    Mit Ihrer politischen Analyse von gewissen Leuten in der Bundesversammlung bin ich allerdings einverstanden.
    Jedoch hat das nichts mit dem Bahnwesen zu tun, bei welchem DE (und fast die ganze EU) im Vergleich zur CH nun einmal absolut unterlegen ist und schier hoffnungslos den Anschluss verpasst hat. Nur AT und selbst IT sind etwas besser dran, ja selbst Italien baut, investiert, elektrifiziert und modernisiert, dass den Teutonen das Lachen vergeht. IT gibt schon länger wesentlich mehr für die Schiene aus als für die Strasse.
    Trendumkehr in DE:
    Nichts, rien, niente. Nur im Dreschen hohler Phrasen sind/waren die Deutschen immer besonders gut…Unterdessen kollabiert die dortige Bahn.

  9. Dass die SBB Konsequenzen aus der unhaltbar gewordenen Verspätungssituation der DB ziehen, ist hoch an der Zeit. Es bleibt zu hoffen, dass auch die ebenfalls betroffenen ÖBB demnächst das gleiche tun: Unter anderem ist die sich über Jahrzehnte hinziehende Bauerei und Schlamperei im „deutschen Eck“ (der Korridorstrecke zwischen Salzburg und Kufstein über Rosenheim) ein Problem, das indirekt auch die SBB betrifft (Verspätungen der Züge Wien – Zürich, Umleitungen, Schienenersatzverkehr, Ausfälle etc.).

  10. Von der Deutschen Autoindustrie kann der Deutsche Verkehrsminister auch mehr Bakschisch erwarten als von den vielen, armen, verarschten ÖV-BenutzerInnen. Geld und der Hintern regiert die Welt und die Normalverdienten sind die Verarschten.

  11. Bruno Eicher (freischaffender Journalis), hat der Redaktion nachfolgenden Kommentar zur Publikation zugesandt:

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    Meidet die Deutsche Bahn!!
    Schockierender und frustrierender Bericht über mehrere Fahrten innerhalb von sechs Tagen mit der DB durch Deutschland. Allesamt verliefen diese durchwegs mit Pech, Pannen und Unfähigkeit der Verantwortlichen.

    Unglaubliche Geschehnisse
    Da von der SBB durchgeführt verlief der Start am 4. August von St.Gallen nach München noch problemlos. Danach ging das Chaos aber los und endete am 9. August mit einem absoluten Höhepunkt. Meine erste früh gebuchte und bezahlte Reise führte über München/Erfurt nach Jena. Kurz vor Nürnberg dann plötzlich längerer Stillstand sowie vor-und zurückfahren im Schritttempo. Nachfrage beim Schaffner zur Ursache:“ Die Klimaanlage im Führerhaus ist ausgefallen und der Lokführer daher kollaboriert“. Das war die erste von in den nächsten Tagen immer wieder unterschiedlichen Ausreden und Lügen zu den jeweiligen Pannen. Da könnte die DB etwas von der SBB lernen, welche bei ihren Pannen jeweils nur eine Erklärung (Fahrleitungsstörung) bereithält.

    Verspätung, Zugausfälle, Baustellen
    Die entstandene Verspätung betrug bis Erfurt eine Stunde. Nach meinem bezahlten Ticket sollte es ungehindert eigentlich weitergehen. Doch bei Nachkontrolle im Internet kurz vor Reiseantritt wurde da mitgeteilt dass infolge Bauarbeiten die Strecke seit 1.August zwischen Erfurt und Weimar gesperrt sein und durch Busse bedient werde. Na ja nicht so schlimm, aber wieso eröffnet man genau zur Hauptreisezeit während den Sommerferien eine neue Baustelle. Ich hatte zwar in Jena ein wichtiges Treffen, doch die Verspätung hatte ausser Ärger keine unmittelbaren finanziellen Folgen. Diese sollten dann aber gleich am 6. August folgen.

    Vergebliche Planung
    Da ich am sehr frühen Sonntagmorgen am 7. August in Hamburg einen wichtigen geschäftlichen Termin hatte, plante ich diesen Reiseabschnitt von Jena über Halle/Magdeburg/Hannover nach Hamburg, wo ich circa m 5 Uhr früh angekommen wäre. Doch oh Schreck, der Regionalzug von Hannover nach Hamburg wurde plötzlich aus dem Fahrplan gestrichen. Durch meinen noch nicht beendeten Auftrag in Jena, war ein früheres Abreisezeit nicht möglich. So galt es Alternativen zu suchen welche ich auch fand. Mit dem übrigens sehr gut funktionierenden und tollen 9-Euro Ticket ging es nach Halle(Saale) mit dem Regionalzug. Danach mit dem ICE nach Berlin. Mangels passendem Anschlusszug dann weiter mit dem Flix-Bus nach Hamburg. Die Umsteigezeit dazu sollte mit 45 Minuten gut reichen. Doch weit gefehlt. Die Verspätung der Bahn betrug diesmal für die kurze Strecke 30 Minuten. Angeblicher Grund diesmal: „Reparatur an einem Signal“

    Rasender Taxifahrer.
    So verblieben mir also im Hauptbahnhof Berlin noch genau 20 Minuten bis zur Abfahrt des Flix-Busses am weit entfernten ZOB beim Funkturm. Fahrt mit S-oder U-Bahn war zeitlich nicht mehr möglich. So fand ich einen Taxifahrer der mich für ein schönes Trinkgeld in rasender Geschwindigkeit zum Busbahnhof fuhr. Zwei Minuten vor Abfahrt erreichten wir diesen und der sehr freundlich Chauffeur liess mich trotzt nicht erfolgter Voranmeldung mitfahren. Obwohl im Bus nach Amsterdam nur noch zwei Plätze frei waren. Es wurde pünktlich abgefahren und das Ziel genau zum angegebenen Zeitpunkt erreicht. Diese Firma weiss im Gegensatz zur Deutschen Bahn anscheinend genau was die Kunden für ihr Geld erwarten.

    Unfreundlichkeit und Preiswucher
    Vorgesehen war dass ich am Dienstag 9. August zurück in die Schweiz fuhr. Eine neue Situation ergab aber dass diese Reise bereits am Sonntag 7. August möglich sein könnte. So erkundigte ich mich ich Hamburg-Altona nach Möglichkeiten und Preisen. So eine Unfreundlichkeit wie von zwei Damen im dortigen Reisezentrum erlebte ich noch nie. Sie boten mir ein Ticket zum 3-fachen Preis des vorgesehen Betrags für Dienstag an und wollten dass ich mich schnell dafür entscheide. Als ich ablehnte meinte die eine schnippisch: „Wir hätten sowieso keinen Platz mehr gehabt“. So fuhr ich als am nächsten Tag in das Reisezentrun des Hamburger Hauptbahnhofs. Und sie siehe da es ging also auch kompetent. Eine sehr freundliche Frau Gehrke verkaufte mir ein Ticket zu einem annehmbaren Preis. Ich versprach ihr sie namentlich in meinem Bericht zu erwähnen, da sie bisher die einzige sei welche mich noch ans Positive der DB glauben lasse. Halt nicht ganz. Da ich einen Attest zur Dispens vom Maske tragen verfüge, trug ich ein Schild mit dieser Ankündigung um den Hals. Jeder Schaffner akzeptierte dies problemlos und kein einziger Passagier sprach mich negativ darauf an.

    Absolut negativer Höhepunkt
    Der Preis für mein Ticket von Hamburg über Zürich nach St.Gallen sollte danach meiner Ansicht nach keinen Euro wert sein. Ganz im Gegenteil. Ich erwarte und verlange von der DB eine finanzielle Entschädigung für die vielen Unannehmlichkeiten/Ärger und Zusatzkosten welche mir durch ihre Unfähigkeit in sechs Tagen entstanden. Schon verspätete in Hamburg-Altona gestartet wuchs der Rückstand auf den Fahrplan bis Karlsruhe auf 15 Minuten an. Dann jedoch das absolute Chaos. 90 Minuten liess man uns Passagiere im Zug sitzen ohne zu melden wann oder wie es weitergehen könnte. Angeblich sei etwas auf die Oberleitung gefallen was den Stromfluss unterbreche. Dann mussten wir alle den Zug verlassen und standen nochmals 90 Minuten auf dem Bahnsteig rum. Informationen gab es keine, man müsse halt einfach mal abwarten. Praktisch alle Reisenden waren wütend, da man eigentlich auch erwartete dass die DB wenigstens Getränke oder Snacks anbieten würde. Aber absolut nichts dergleichen. Nachdem endlich ein neuer Zug eintraf pferchte man all die gestrandeten Fahrgäste in diesen. Die mussten sich teilweise in die Gänge legen. Dank diesem „Superservice“ der Deutschen Bahn kam ich dann doch noch kurz vor Mitternacht mit 4 Stunden Verspätung an meinem Zielort in St.Gallen an. Die letzten Anschlussbusse waren weg, so dass nur noch das Taxi blieb. Diesen Fahrpreis werde ich ebenfalls von der DB zurückfordern.

    Fazit
    Wie es sich für einen fairen Journalisten wie mich gehört werde ich diesen Entwurf dem Management der DB übermitteln und eine Stellungnahme anfordern. Wie erklären sie diese fast unglaubliche Pannenserie und wie wollen sie dies ändern. Die Antwort darauf dürfte interessant für eine Veröffentlichung sein. Dieser Artikel entspricht absolut den Tatsachen für den ich mit meinem Namen bürge. Auf Reisen mit der Deutschen Bahn sollte man also momentan verzichten und Alternativen suchen. So vermeidet man Ärger und Verdruss.

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