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Mehr fahren, weniger zahlen: Fairtiq punktet mit innovativen Tarifen in Frankreich

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Das Schweizer Mobilitäts-Startup Fairtiq setzt seinen Expansionskurs fort und ist nun für zwölf Millionen Menschen in den französischen Regionen Okzitanien und Nouvelle-Aquitaine verfügbar. Vor allem junge Fahrgäste und Senioren können im Südwesten Frankreichs ab sofort von einigen besonders innovativen Tarifmodellen profitieren. Nach den Formeln +=0 und +=- gilt mit der Fairtiq-App für die Bahnen des SNCF TER Occitanie: Wer mehr fährt, zahlt deutlich weniger – oder gar nichts.

Durch die Partnerschaft mit SNCF TER Occitanie und SNCF TER Nouvelle-Aquitaine im Südwesten Frankreichs weitet Fairtiq seinen Wirkungsbereich in Europa weiter aus. Bis dato ist das schnell wachsende Mobilitäts-Startup mit seiner Check-in/Check-out-Lösung vor allem in den deutschsprachigen Ländern erfolgreich. Stand Juli 2022 wurden über die Ticketing-App mehr als 63 Millionen Fahrten zurückgelegt, viele davon während der für den öffentlichen Verkehr schwierigen Pandemie-Zeit.

Die Nutzerinnen und Nutzer von Fairtiq profitieren von einer ebenso einfachen wie preislich attraktiven Technologie: Nach einmaliger Registrierung genügt beim Einsteigen ein Wisch auf der Smartphone-App, um die Fahrt zu starten. Ein weiterer Wisch beim Aussteigen oder der automatische Smart Stop beenden die Kostenerfassung. Das System erzeugt das optimale Ticket, die Passagiere brauchen sich also keine Gedanken über die Tarifwahl mehr zu machen. Zudem sind sie stets zum bestmöglichen Preis unterwegs, weil eine eingebaute Capping-Funktion die Fahrpreise deckelt, zum Beispiel beim Preis einer Tageskarte.

In Frankreich zeigt Fairtiq nun, dass die Technologie noch viel mehr Möglichkeiten bietet, Fahranreize durch smarte Tarifgestaltungen zu setzen. In Zusammenarbeit mit SNCF TER Occitanie und der für die Mobilität zuständigen, regionalen Behörden wurden Angebote entwickelt, die den öffentlichen Verkehr vor allem für junge Leute und Senioren attraktiver machen. Der Tarif +=0 richtet sich an 18- bis 26-Jährige und steht seit April – nach erfolgreicher Testphase mit mehr als 20.000 Teilnehmenden – allen Fahrgästen dieser Altersgruppe offen. Sie absolvieren bei Nutzung der Fairtiq-App die ersten zehn Fahrten eines Monats zum halben Preis; die nächsten zehn Fahrten erhalten sie kostenlos. Mit den ebenfalls kostenlosen Fahrten 21 bis 30 wiederum sammeln sie ein Guthaben an, das die ersten zehn Fahrten des Folgemonats vergünstigt.

«Die Begeisterung der jungen Leute für das +=0 Angebot zeigt, dass Bahnreisen mit einer innovativen Technologie wie der Fairtiq-App ihren Bedürfnissen entspricht»

, sagt Jean-Luc Gibelin, Vizepräsident der Region Okzitanien und zuständig für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur.

Neben weiteren Bonus-Modellen für junge Leute, etwa für Abiturienten, zielen andere Angebote auf die ältere Bevölkerung ab. Im Juli startete in der Region Okzitanien das Tarifmodell +=- für Senioren über 60 Jahre. Dabei steigt der Rabatt während der ersten fünf Fahrten eines Monats um jeweils zehn Prozentpunkte an, von 10 Prozent Nachlass auf die erste bis zu 50 Prozent auf die fünfte Fahrt. Für jede 20. Fahrt im Jahresverlauf gibt es ein Gratis-Ticket.

«Die neuen Angebote in Frankreich und ihre Popularität machen deutlich, wie viel Potenzial in der Fairtiq-Technologie steckt, um Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen für die Nutzung von Bahnen und Bussen zu begeistern»

, sagt Fairtiq-CEO Gian-Mattia Schucan.

«Durch den smarten Einsatz innovativer E-Tarife wird der ÖV einfacher und attraktiver, ohne dass dabei – wie beim 9-Euro-Ticket in Deutschland – die Finanzierbarkeit und Qualität gefährdet sind.»

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