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Personalverbände: SBB setzt die Sparmassnahmen aus

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Die SBB Re 460 006 nach dem im Jahr 2019 durchlaufenen Refit. / Quelle: Aline Contesse

In einer Sitzung mit den Personalverbänden am 30. August 2022 hat die SBB angekündigt, die per 1. Januar 2023 geplanten Sparmassnahmen zu sistieren. Ob die SBB endgültig auf die Massnahmen verzichtet, hängt davon ab, ob der Bundesrat die bisher vorgesehenen Einsparungen weiterhin von der SBB einfordert. Unabhängig vom Entscheid des Bundesrates bleiben die Sparmassnahmen für Sparmassnahmen für die Personalverbände und das Personal nicht akzeptabel.

Die SBB will zwei der drei Sparmassnahmen komplett aufgeben:

  • Die paritätische Aufteilung (50%-50%) der Risikoprämien in der Pensionskasse. Es handelt sich um eine Risikoprämie zur Deckung der Risiken von Tod und Invalidität, deren Höhe im Plan der Pensionskasse berechnet ist. Zurzeit übernimmt die SBB diese Beiträge zu 75 Prozent.
  • Die Erhöhung der Beteiligung an den Krankheitskosten. Die SBB wollte die Beteiligung des Personals an den krankheitsbedingten Fehltagekosten von 1,2% auf 1,7% erhöhen.

Zur Erinnerung: Diese beiden Sparmassnahmen würden sich mit zusätzlichen Lohnabzügen von gesamthaft ca. 1% direkt auf den Lohn auswirken.

Was die dritte Sparmassnahme – die Aufhebung der Berufsinvalidität – betrifft, hat die SBB signalisiert, dass sie bereit ist, darauf zu verzichten, unabhängig des Bundesratsentscheids. Sie sucht dazu das Gespräch mit dem SEV und den anderen Verbänden, mit dem Ziel, die Voraussetzungen und Anspruchsgruppen der medizinischen Berufsinvalidität anzupassen.

Der Wille auf die Sparmassnahmen zu verzichten, ist eine gute Nachricht. Die Sozialpartner haben gegenüber der SBB erneut betont, dass personalrelevante Sparmassnahmen aufgrund der finanziellen Situation der SBB inakzeptabel sind.

Der Wille auf die Sparmassnahmen zu verzichten, ist eine gute Nachricht. Die Sozialpartner haben gegenüber der SBB erneut betont, dass personalrelevante Sparmassnahmen aufgrund der finanziellen Situation der SBB inakzeptabel sind.

VSLF:
Das Personal, welches während der Corona-Zeit seine Arbeit wie immer korrekt erledigt hat, ist nicht bereit, Einbussen zu akzeptieren. 
Die SBB hat alle Arbeiten im Auftrag der Besteller ausgeführt, welche ihrerseits in der Verantwortung stehen. SBB interne Sparmassnahmen laufen bereits. 
Die ausgesetzten Sparmassnahmen ausbetreffen auch SBB Cargo.

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