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ABB erhält von Stadler Aufträge über 170 Mio. US-Dollar für europäische Bahnsysteme

Über 300 neue Züge mit ABB-Traktionstechnologien für Bahnsysteme in Grossbritannien, Spanien, Portugal, Deutschland und Österreich - Lösungspakete von ABB umfassen hocheffiziente Traktionsumrichter und Fahrmotoren für neue Schienenfahrzeuge

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Visualisierung der CITYLINK von Stadler für die sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich. / Quelle: Stadler

ABB hat von Stadler Valencia Aufträge im Wert von 170 Millionen US-Dollar für die Ausstattung von mehr als 300 neuen Zügen und Lokomotiven mit hoch energieeffizienten Traktionstechnologien erhalten. Mit den neuen Zügen sollen Bahnsysteme in Ländern wie Spanien, Portugal, Grossbritannien, Deutschland und Österreich sowie in einer Reihe von europäischen Eisenbahnkorridoren modernisiert und verstärkt werden. Die Aufträge wurden überwiegend im dritten Quartal 2022 gebucht. Zum Lieferumfang gehören Traktionsumrichter und Fahrmotoren von ABB für den Antrieb.

Bei einem Grossteil der Züge, die mit ABB-Traktionstechnologien ausgestattet werden, handelt es sich um Stadler-Fahrzeuge des Typs CITYLINK. Die Modellfamilie wurde als barrierefreie Stadtbahn konzipiert, um Stadtzentren mit der Peripherie zu verbinden. Weil so kein Wechsel der Züge erforderlich ist, wird eine sichere und komfortable Reise ermöglicht. CITYLINK eröffnet Bahnbetreibern zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, da die Fahrzeuge auf dem Tramnetz und auf Hauptstrecken elektrisch fahren können, und das mit bis zu 100 km/h. ABB liefert in diesem Rahmen auch Technologien für den Antrieb von Güterlokomotiven.

Alle Züge werden mit Traktionsumrichtern der Baureihe Bordline von ABB ausgestattet. Diese Umrichter wandeln die elektrische Energie aus der Oberleitung in die von den Fahrmotoren benötigte Spannung und Frequenz um. Bei den Umrichtern für die CITYLINK-Fahrzeuge ist die gesamte Leistungselektronik für Antrieb und Hilfsbetriebe integriert. Das ermöglicht die Einsparung von Gewicht und Energie und vereinfacht die Wartung. Für die Lokomotiven sind optimierte Bordline-Kompaktumrichter vorgesehen, um die Energieeffizienz zu verbessern und die Lebenszykluskosten zu reduzieren.

Ein Traktionsumrichter des Typs Bordline CC1500. / Quelle: ABB

Da die Traktionslösungen von ABB an die konstruktionsspezifischen Besonderheiten der Züge und an ihre Betriebsumgebung angepasst werden können, etwa unterschiedliche Witterungsverhältnisse, bieten sie Bahnbetreibern in verschiedenen Regionen höchste Effizienz.

«Wir freuen uns darauf, mit diesen Projekten die Zukunft der nachhaltigen Mobilität zu gestalten. Durch die Ausstattung mit unserer Traktionstechnologie werden die neuen Züge energieeffizienter und sicherer und machen die Bahnsysteme in Europa und Grossbritannien zuverlässiger. Wir wissen das anhaltende Vertrauen von Stadler in unsere Technologien und Expertise im Traktionsbereich sehr zu schätzen und freuen uns darauf, gemeinsam mit Stadler die Züge der Zukunft zu entwickeln»

, sagte Edgar Keller, Leiter der ABB-Division Traction.

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