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Kanton, Stadt und Luzern Plus begrüssen Bahnperspektive 2050 und fordern nahtlose Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern mit der Botschaft 2026

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Zukünftiger Durchgangsbahnhof Luzern: Visualisierung der Perron-Ebene (2. UG). / Quelle: SBB CFF FFS

Der Bundesrat sieht im Rahmen der Bahnperspektive 2050 vor, in künftigen Ausbauschritten das Bahnangebot primär auf kurzen und mittleren Distanzen zu verbessern, etwa mit zusätzlichen S-Bahn-Angeboten und Mobilitätsdrehscheiben in Agglomerationen. Kanton, Stadt und der regionale Entwicklungsträger Luzern Plus begrüssen diese Ausrichtung, denn genau dies ermöglicht der Durchgangsbahnhof Luzern. In ihren Vernehmlassungsantworten an den Bund fordern die Partner, dass die Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern nahtlos an dessen Planung anschliesst. Der Durchgangsbahnhof Luzern muss im nächsten Ausbauschritt (Botschaft 2026) enthalten sein.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK hat am 22. Juni 2022 zur Teilnahme am Vernehmlassungsverfahren zum Stand der Ausbauprogramme für die Bahninfrastruktur mit Änderungen an den Bundesbeschlüssen und zur «Perspektive BAHN 2050» eingeladen.

Der Kanton Luzern, die Stadt Luzern sowie der regionale Entwicklungsträger Luzern Plus bekräftigen in ihren Stellungnahmen die Bedeutung des Ausbaus der Bahnkapazitäten in der Zentralschweiz. Für eine zukunftsgerichtete Mobilität in der Zentralschweiz braucht es die beiden Schlüsselinfrastrukturen Zimmerberg-Basistunnel II (ZBT II) und Durchgangsbahnhof Luzern.

«Erst diese beiden Grossprojekte ermöglichen zusammen mit ergänzenden Massnahmen stimmige Angebotskonzepte für den öV in der Zentralschweiz und sind damit Voraussetzung für eine leistungsfähige, klimaneutrale Mobilität in der Zentralschweiz»

, so Regierungsrat Fabian Peter.

Ausbau des Zimmerberg-Basistunnels II vorantreiben

Die drei Partner unterstützen die Erhöhung des Verpflichtungskredits von 980 Millionen Franken zum Ausbauschritt 2035 der Eisenbahninfrastruktur, damit unter anderem der Ausbau des ZBT II vorangetrieben werden kann. Dieser Ausbau führt zu attraktiveren Angeboten und Verbindungen im Halbstundentakt auf der Strecke Luzern–Zug–Zürich und ist Voraussetzung für weitere Ausbauschritte wie den Durchgangsbahnhof Luzern.

Bahninfrastruktur auf kurzen und mittleren Strecken stärken, Klimaziele erreichen

Kanton, Stadt und Luzern Plus begrüssen die stärkere Ausrichtung der Perspektive Bahn 2050 auf die Klimastrategie 2050. Die Verkehrsverlagerung zugunsten der Bahn soll eine zentrale Rolle spielen. Dies kann vor allem dort gelingen, wo sich die spezifischen Stärken der Bahn, nämlich die grosse Beförderungskapazität auf kleiner Fläche und der vergleichsweise geringere Energieverbrauch, nutzen lassen. Der öV, insbesondere in den Agglomerationen, wird dadurch gestärkt und kann somit seinen wichtigen Beitrag an die Erreichung der Klima- und Energieziele leisten.

Gemeinsam mit weiteren Partnern engagieren sich der Kanton Luzern, die Stadt Luzern und der regionale Entwicklungsträger Luzern Plus für eine zukunftsfähige Mobilitätsdrehscheibe Luzern. Der Bahnknoten Luzern inklusive seiner Zufahrten hat in den letzten Jahren seine Kapazitätsgrenze erreicht. Diese Situation lässt keine Weiterentwicklung des Angebots zu, obwohl die Nachfrage und das Verlagerungspotenzial dies erfordern würden. Der Durchgangsbahnhof Luzern erfüllt mit dem erst damit möglichen Ausbau des Regionalverkehrs die Zielsetzungen der Perspektive Bahn 2050, welche die Verkehrsverlagerung auf die Bahn insbesondere in der Agglomeration fordert.

«In und zwischen den Agglomerationen liegt das grösste Potenzial für Verkehrsverlagerungen. Der Durchgangsbahnhof wird genau das für die Region Luzern und die Zentralschweiz möglich machen»

, hält André Bachmann, Präsident Luzern Plus, fest.

Planungen auf gutem Weg, die Realisierung muss direkt anschliessen

Die Planungsarbeiten zum Durchgangsbahnhof Luzern schreiten zügig voran. Das Vorprojekt wird Anfang 2023 vorliegen. Kanton und Stadt Luzern sowie Luzern Plus erachten es als zwingend, dass die Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern in die Botschaft 2026, also in den nächsten Ausbauschritt, aufgenommen wird, damit eine lückenlose Planung beziehungsweise Realisierung erfolgen kann. Auch im Bahnhofsumfeld in der Stadt Luzern werden mit dem Durchgangsbahnhof umfangreiche Anpassungen nötig, welche die Stadt Luzern aktiv vorantreibt. Das Stadtparlament hat am 30. Juni 2022 ohne Gegenstimme 10 Millionen Franken für Planungen in Zusammenhang mit dem Durchgangsbahnhof gesprochen. Damit können die Voraussetzungen geschaffen werden, dass der Durchgangsbahnhof stadtplanerisch und städtebaulich so in das Stadtgefüge integriert wird, dass er für die Region Zentralschweiz als Mobilitätsdrehscheibe im Verbund aller Transportmittel wirken kann.

«Der öffentliche Verkehr wird dadurch gestärkt und kann seine Funktion als Mobilitätsrückgrat der Region übernehmen und somit auch einen entscheidenden Beitrag an die Erreichung der Klimaund Energieziele leisten»

, so Stadtrat Adrian Borgula.

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