Tramlink startete Linienverkehr in Bern [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 1. November 2023 veröffentlicht.

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Bernmobil Tramlink (Zweirichtungswagen 913) von Stadler am 16. Oktober 2023 für eine Medienfahrt in der Schwanengasse in Bern. / Quelle: Sandro Hartmeier

Am 1. November 2023 nahm Bernmobil, nach einer mehrmonatigen Testphase, den regulären Linienverkehr mit den Tramlink in der Bundesstadt auf. Bereits am 28. Oktober 2023 wurden am Tag der offenen Tür im Tramdepot Bolligenstrasse die ersten Stadler Tramlink-Trams offiziell an Bernmobil übergeben und der Bevölkerung vorgestellt.

Am 1. November 2023 nahm Bernmobil die Tramlinks in den Linienbetrieb auf. Die Ende 2019 in Auftrag gegebene Bestellung umfasst 20 Zweirichtungsfahrzeuge und 7 Einrichtungsfahrzeuge, die zwischen 2023 und 2025 geliefert werden. Die neuen Trams werden bestehende Fahrzeuge ersetzen, die das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen. Die ersten fünf Fahrzeuge befanden sich Anfang November 2023 bereits in Bern.

Mit mehr als 300 verkauften Tramlinks in 15 Städten setzen Stadler Trams Massstäbe in Bezug auf Leistung, Sicherheit, Zugänglichkeit, Komfort und modernste Technologie. Die Strassenbahnen des Typs Tramlink sind bereits in Erfurt und Rostock (Deutschland), Gmunden (Österreich) und sogar in Santos (Brasilien) im Einsatz und bald werden sie auch in Jena (Deutschland) und Mailand (Italien) verkehren. In der Schweiz fährt der Tramlink zum Beispiel auf der Waldenburgerbahn, auf der Limmattalbahn und auf der Lugano-Ponte-Tresa-Bahn. Und jetzt auch in Bern.

«Wir sind besonders stolz darauf, die neuen Berner Trams zu liefern und den Bernerinnen und Bernern einen hohen Standard an Reisekomfort, Sicherheit und Barrierefreiheit bieten zu können»

, sagte Ignacio Erce, Operations VicePresident von Stadler Valencia.

Die neuen Tramlinks von Bernmobil sind auf die Mobilitäts- und Infrastrukturbedürfnisse der Schweizer Bundesstadt abgestimmt. Mit 42,5 m Länge und 2,3 m Breite bieten sie eine grosse Fahrgastkapazität von bis zu 250 Personen (bei 4 Personen pro m2 Stehplatzfläche). Das Fahrzeug fällt zunächst durch sein elegantes Aussendesign und den hellen, geräumigen und barrierefreien Innenraum auf. Mit Holzsitzen und grossen Multifunktionsflächen für Rollstühle oder Kinderwagen neben den Türen dient die einzigartige Innenraumgestaltung dem Komfort der Fahrgäste.

Zu den wichtigsten Innovationen gehören ein modernes Fahrgastinformationssystem, Rückkameras anstelle von Rückspiegeln, eine effiziente Klimaanlage, die durch Messung des CO2-Gehalts im Fahrgastraum den Energieverbrauch minimiert, sowie ein Bremsassistenzsystem zur Kollisionsvermeidung. Darüber hinaus verfügt der Tramlink über innovative Drehgestelle mit echten Achsen, die ein sanftes und komfortables Fahren durch die engen Strassen des historischen Zentrums mit kleinen Kurvenradien ermöglichen.

Die Summe all dieser Details hat dazu geführt, dass der Tramlink für Bernmobil mit dem renommierten Red Dot Design Award 2023 ausgezeichnet wurde.

«Mit dem Tramlink verfügt Bernmobil nun über eine topmoderne Tramflotte, die komplett barrierefrei ist»

, freut sich René Schmied, Direktor Bernmobil.

«Damit wird der öffentliche Verkehr in der Stadt und Region Bern noch attraktiver und nachhaltiger.»

Abschied von den Vevey-Trams

Durch die Auslieferung der neuen Tramlink werden die 11 Vevey-Trams schrittweise aus dem Verkehr genommen, die Fahrzeuge bleiben vorerst erhalten, da weiterhin ein Abgabe nach Lviv in der Ukraine angestrebt wird.

Die Vevey-Trams 736, 738 und 739 verkehrten nur noch bis am 31. Dezember 2023 im Linieneinsatz:


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3 Kommentare

    • Diese werden nicht näher erläutert. In der SER liess Bernmobil verlauten, das die Inbetriebnahme „mit grösseren Herausforderungen verbunden als ursprünglich vorgesehen“ sei.

  1. Die betroffenen Fahrgäste und Berner SteuerzahlerInnen hätten ein Recht darauf, transparenter informiert zu werden, weshalb die neuen Berner Trams Probleme machen und in welchem Zeitrahmen diese voraussichtlich behoben werden können. Der verhängte Lieferstopp deutet allerdings auf ernsthaftere Probleme hin.

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