Nach Hangrutsch: Strecke St. Fiden – Goldach ab 10. Juni wieder offen

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 20. Mai 2024 veröffentlicht.

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Der Hangrutsch bei St. Fiden. / Quelle: SBB CFF FFS

Nach intensiven Bauarbeiten und der Stabilisierung des Hangs kann die SBB den Bahnbetrieb zwischen St. Gallen und Rorschach ab Montag, 10. Juni 2024 wieder aufnehmen. Aufgrund der erforderlichen Sanierungsarbeiten kann der Bahnverkehr bis im Herbst nur eingleisig geführt werden. Es kommt zu Fahrplaneinschränkungen.

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Der Hangrutsch bei St. Fiden. / Quelle: SBB CFF FFS

Am Pfingstmontag kam es bei St. Fiden zu einem Hangrutsch. Die Bahnstrecke zwischen St. Gallen St. Fiden und Goldach musste in der Folge für den Bahnverkehr komplett gesperrt werden. Seither wurden über 1500 Kubikmeter Erdmaterial abgetragen, um den Hang zu stabilisieren. Die Arbeiten waren insbesondere aufgrund der erschwerten Witterungsbedingungen und der schwierigen Zugänglichkeit herausfordernd.

Trotz der starken Regenfälle am letzten Wochenende ist dank der Stabilisierungsarbeiten die Sicherheit gewährleistet, sodass der Bahnbetrieb wieder eingleisig aufgenommen werden kann.

Zwischen St. Gallen und Rorschach verkehren ab Montag, 10. Juni 2024 wieder Züge statt Bahnersatzbusse. Der Hang und die Bahnstrecke werden weiterhin sorgfältig überwacht. Der Wanderweg bleibt bis auf weiteres gesperrt.

Sanierungsarbeiten und Fahrplaneinschränkungen bis im Herbst

Um den Hang dauerhaft zu stabilisieren und die gesamte Bahnanlage wieder betreiben zu können, müssen in den nächsten Monaten umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen werden.

Während dieser Zeit kann nur eines von zwei Bahngleisen zwischen St. Gallen St. Fiden und Mörschwil für den Zugverkehr genutzt werden. Das hangseitige Gleis wird für die Logistik der Bauarbeiten benötigt. Dies führt voraussichtlich bis in den Herbst zu folgenden Einschränkungen im Bahnbetrieb:

  • Der IC5 fährt nur von/nach St. Gallen. Reisende von/nach Rorschach nutzen die S2 oder den IR13. Die Reisezeit verlängert sich um ca. 10 bis 20 Minuten.
  • Die EC Zürich–München fallen bis und mit 9. Juni aus. Reisende zwischen Zürich und St. Gallen/ St. Margrethen nutzen die nationalen Verbindungen. Ab dem 10. Juni verkehren die EC Züge zwischen Zürich und St. Margrethen planmässig, fallen jedoch weiterhin zwischen St. Margrethen und München aufgrund von Unwetterschäden in Bayern aus. Einzig der EC290 (St. Gallen ab um 07:29 Uhr) verkehrt von Lindau-Reutin nach Zürich.
  • Die S2 fährt ca. 5 Minuten früher ab St. Gallen in Richtung Goldach–Altstätten. Der Anschluss vom IC5 ist nicht gewährleistet. Ab Goldach und in der Gegenrichtung (Goldach–St. Gallen–Nesslau Neu St. Johann) verkehrt die S2 planmässig.
  • Die S4 verkehrt rund 4 Minuten später ab Au SG und erreicht St. Gallen rund 5 Minuten später. Ab St. Gallen Richtung Herisau–Rapperswil und in der Gegenrichtung verkehrt die S4 ohne Änderungen.
  • Die S7 nach Lindau Reutin verkehrt auf der Strecke Rorschach–St. Margrethen rund 3 Minuten früher. Betroffen sind nur Verbindungen, welche nach Lindau-Reutin fahren (unter der Woche drei Züge, am Wochenende acht Züge). Die Züge in der Gegenrichtung sowie die S7 Weinfelden–Rorschach verkehren planmässig.
  • In der Region können aufgrund der geänderten Fahrzeiten diverse Busanschlüsse nicht gewährleistet werden.

Die SBB ist bemüht, die Auswirkungen der reduzierten Gleiskapazitäten auf die Fahrplanstabilität der S-Bahn in St. Gallen möglichst gering zu halten. Trotzdem kann es zu Verspätungen, Reisezeitverlängerungen und geänderten Reisewegen kommen.


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Online-Fahrplan vor jeder Fahrt konsultieren

Die SBB bittet um Verständnis und setzt alles daran, dass die Strecke so rasch wie möglich wieder uneingeschränkt befahrbar ist. Den Reisenden wird empfohlen, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren und mehr Reisezeit einzuplanen. Die Anpassung des Online-Fahrplans ist sehr komplex und erfolgt deshalb etappiert. Ab voraussichtlich Freitag, 7. Juni wird der Online-Fahrplan für die erste Phase bis 30. Juni angepasst sein. Weitere Anpassungen des Online-Fahrplans für die darauffolgende Phase sind in Vorbereitung.


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