TPF Geschäftsjahr 2023: Ausgeglichene Jahresrechnung und Frequenzrekord

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Broc-Fabrique Chocolat Express Einweihung 4_TPF D Bersier
Einweihung der erneuerten TPF-Bahninfrastruktur zwischen Bulle und Broc-Fabrique, sowie des neuen «Chocolat Express» in Form eines TPF NPZ, im Bahnhof Broc-Fabrique. / Quelle: TPF, D. Bersier

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) beförderten im Jahr 2023 auf ihrem gesamten Netz über 37,5 Millionen Reisende. Der neue Rekord (+8,9 Prozent im Vergleich zu 2022) belegt die stets wachsende Attraktivität des öffentlichen Verkehrs und des Angebots der TPF im Besonderen. Durch die Kundeneinnahmen können die TPF für das Geschäftsjahr 2023 eine ausgeglichene Jahresrechnung präsentieren. Der Gewinn beläuft sich auf CHF 243’559-. Ein solides Ergebnis.

Im Jahr 2023 beförderten die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) 37,5 Millionen Reisende, im Vergleich zu 34,5 Millionen im Vorjahr (+8,9 Prozent). Bei konstanter Struktur haben die TPF damit beim Fahrgastaufkommen die Werte der Vorpandemie-Periode deutlich hinter sich gelassen (34,2 Millionen im Jahr 2019). Wie zu Beginn des Jahres angekündigt, entwickelten sich alle Linien des Unternehmens positiv.

Laut den Auswertungen des Bundesamts für Verkehr (BAV) konnten die TPF im Jahr 2023 ein sehr hohes Qualitätsniveau beibehalten. Die Reisequalität beträgt in den Bussen 98,6 Prozent und in den Zügen 96,8 Prozent. Den Bushaltestellen wird eine Kundenzufriedenheit von 95,3 Prozent ausgewiesen, die Bahnhöfe erzielen einen Wert von 95,25 Prozent. Diese überaus positiven Ergebnisse übertreffen die vom BAV vorgegebenen Zielwerte deutlich. Nur die Bewertung der Pünktlichkeit bleibt unter den Erwartungen. Hauptgründe dafür sind Bauarbeiten, Staus zur Hauptverkehrszeit und Verkehrsstörungen. Die Zufriedenheit erreicht bei den Regionalbussen 84,54 Prozent. Die Pünktlichkeit der Züge verbessert sich von 95,45 Prozent auf 95,63 Prozent.

Ein kleiner Gewinn von CHF 243’559.-

Der konsolidierte Gewinn 2023 der TPF-Gruppe beträgt 243’559.- Franken (im Vergleich zu einem Gewinn von über 5 Millionen Franken im Jahr 2022). Der bedeutende Unterschied zum Geschäftsjahr 2022 erklärt sich durch die unerwartet schnelle Erholung der Frequentierung einerseits und durch zwei Einmaleffekte andererseits. Es handelt sich zunächst um die Auszahlung von 2 Millionen Franken aus der Versicherungsentschädigung für den Diesel-Verschmutzungsvorfall im Jahr 2019 und um die Corona-Deckung für das Jahr 2021, die in den ausserordentlichen Erträgen 2022 ausgewiesen wurde (3,4 Millionen Franken). Das Geschäftsjahr 2023 kann somit als solides Jahr betrachtet werden und zeugt von einer wiedergefundenen Stabilität.

Der konsolidierte Umsatz beläuft sich auf 210,3 Millionen Franken (191,4 Millionen Franken 2022). Der Grossteil dieses Umsatzes entfällt auf das Unternehmen Freiburgische Verkehrsbetriebe Verkehr (TPF TRAFIC) AG. Bei einem Umsatz von 201,7 Millionen Franken (davon 120,2 Millionen Franken erhaltene Entschädigungen) erzielte TPF TRAFIC einen Betriebsgewinn von 2,7 Millionen Franken. Durch den starken Anstieg der Frequentierung stiegen auch die Kundeneinnahmen (+3,975 Millionen im Vergleich zu 2022).

Neue Zusammensetzung des Verwaltungsrats

Es gibt Persönlichkeiten, die den TPF-Verwaltungsrat während ihrer Zeit in diesem Gremium nachhaltig prägen. Jacques Bourgeois ist einer von ihnen. Er verlässt den Verwaltungsrat nach dreizehn Jahren. Seit er sein Amt 2011 antrat, war er ein verlässlicher Partner in den Bundesinstanzen, wo er als Nationalrat die Interessen des Kantons, des öffentlichen Verkehrs und der nachhaltigen Entwicklung vertrat, insbesondere im Rahmen der Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie. Um ihn im Verwaltungsrat zu ersetzen, wählte die Hauptversammlung Eric Fassbind, Vertreter des Kantons Freiburg, zum neuen Verwaltungsrat. Die anderen Mitglieder wurden im Amt bestätigt und das Mandat von Didier Castella als Präsident wurde um drei Jahre verlängert.

Beschleunigung der Energiewende

Im Jahr 2023 setzte sich die TPF-Gruppe entschieden für die Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie ein. Der Grosse Rat und die Bevölkerung des Kantons Freiburg haben ihre Unterstützung für diese Stossrichtung bekräftigt, indem Ersterer im Oktober 2023 und Letztere im März 2024 der Erhöhung der Beteiligung des Kantons Freiburg am Aktienkapital der TPF um 60 Millionen Franken beistimmten. Die Entscheidung wurde an der gestrigen ausserordentlichen Versammlung im Anschluss an unsere ordentliche Generalversammlung bestätigt. Durch diese Beschlüsse können wir die Dekarbonisierung der TPF-Busflotte und somit die Energiewende deutlich beschleunigen.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der TPF umfasst 70 Massnahmen in fünf strategischen Achsen. Die Dekarbonisierung ist Teil der Achse Energie und Klima. Die TPF planen darüber hinaus die Verbesserung ihrer Energieeffizienz und wollen deshalb einen Teil des Eigenbedarfs selbst produzieren, insbesondere durch Solaranlagen auf ihren Gebäuden. Die weiteren Achsen sind die Mobilität, Biodiversität, Ausbildung und Diversität. Alle Massnahmen werden auf tpf.ch/unsereengagements präsentiert.


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