Vorarlberg und St.Gallen rücken zusammen

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 8. Juli 2025 veröffentlicht.

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Quelle: Kanton St.Gallen

Im Dezember 2026 nimmt eine direkte S-Bahn-Linie zwischen Bregenz und St.Gallen ihren Betrieb auf. Die Regierungen von Vorarlberg und St.Gallen haben die entsprechende Angebots- und Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet. Die Transportunternehmen ÖBB und Thurbo starten mit ihren Vorbereitungen.

Das Land Vorarlberg und der Kanton St.Gallen wollen den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr auf der Schiene verbessern. Rund 7.800 Menschen pendeln täglich zwischen ihren Wohn- und Arbeitsorten in der Schweiz und Vorarlberg. Die Fachstellen von Land und Kanton wurden beauftragt, ein Fahrplankonzept mit durchgehenden S-Bahn-Verbindungen am Grenzübergang St.Margrethen zu erarbeiten.

Das Konzept ist in enger Zusammenarbeit mit den Transportunternehmen und weiteren Fachstellen entwickelt worden. Die heutige Linie der S5 zwischen Weinfelden, St.Gallen und St.Margrethen wird künftig am Grenzbahnhof St.Margrethen mit der S3 Richtung Bregenz verknüpft. Die Bezeichnung der Linie lautet S3 Weinfelden–St.Gallen–St.Margrethen–Bregenz. Somit fährt ab Dezember 2026 die S3 ab Bregenz im Stundentakt über St. Margrethen und St. Gallen hinaus bis nach Weinfelden. Gleichzeitig wird mit dem Fahrplanwechsel 2026/2027 mit Anpassungen im Fahrplan der R5 S-Bahn-Linie zwischen Feldkirch und St. Margrethen die Verknüpfung zwischen Nah- und Fernverkehr weiter verbessert.

Die neue S-Bahn-Linie ergänzt die bestehenden internationalen Angebote und verbessert die Verbindungen zwischen den wachsenden Zentren entlang der Strecke. Die Leistungen werden mit Fahrzeugen der Ostschweizer Regionalbahn Thurbo erbracht. Zu diesem Zweck werden in den nächsten Monaten zehn Fahrzeuge der Thurbo für ihren Einsatz in Österreich ausgerüstet. Zwischen St.Margrethen und Bregenz steuert Lokpersonal der ÖBB die Züge, auf der Schweizer Seite ist es Lokpersonal von Thurbo.

Durch den Einsatz der Thurbo-Züge auf der S3 werden Kapazitäten bei den ÖBB frei. Diese werden künftig für verbesserte Angebote von Vorarlberg nach Deutschland eingesetzt.

«In der gesamten Bodenseeregion spielt das grenzüberschreitende Angebot mit Bus und Bahn eine grosse Rolle. Besonders erfreulich dabei ist, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um die Mobilitätswende weiter voranzutreiben. Denn jede Person weniger hinter dem Lenkrad ist ein Fahrzeug weniger auf der Strasse und damit eine Entlastung für die Region und die Umwelt»

, so Verkehrsverbund Vorarlberg Geschäftsführer Christian Hillbrand.

«Eine weitere gemeinsame S-Bahn-Linie ist ein starkes Zeichen für die funktionierende Zusammenarbeit zwischen dem Land Vorarlberg und dem Kanton St.Gallen. Ich freue mich, dass die Bewohnenden und Besuchenden im Rheintal künftig von diesem neuen Angebot profitieren können»

, so der St.Galler Regierungspräsident Beat Tinner.

«Diese Erweiterung ist nur aufgrund der guten Partnerschaft mit dem Kanton St.Gallen möglich, für die ich mich ausdrücklich bedanke»

, betont der Vorarlberger Landesstatthalter Christof Bitschi.

Thurbo Unternehmensleiterin Claudia Bossert ergänzt:

«Mit unserer langjährigen Erfahrung im grenzüberschreitenden Verkehr freuen wir uns, diesen Ausbauschritt gemeinsam mit der ÖBB realisieren zu dürfen.»

Die Regierungen von Vorarlberg und St.Gallen haben die entsprechende Angebots- und Finanzierungsvereinbarung in ihren Sitzungen im Juni 2025 beschlossen.

Die feierliche Unterzeichnung fand am 7. Juli 2025 im Beisein von Regierungspräsident Beat Tinner, Landesstatthalter Christof Bitschi, Geschäftsführer Vorarlberger Verkehrsverbund Christian Hillbrand, ÖBB-Regionalmanager Marcus Ender und Thurbo Unternehmensleiterin Claudia Bossert am Bahnhof St.Margrethen statt:

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Quelle: Kanton St.Gallen

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3 Kommentare

  1. Ein guter Ansatz für die freundnachbarschaftliche Zusammenarbeit über die Grenze hinweg und mit der ÖBB wird es sicher besser klappen als mit der Deutschen «Wir-bringen-rein-gar-Nichts-auf-Reihe-Bahn». Die neuste Generation Flirt von StadlerRail ist auch für Österreich zugelassen und bietet viel Platz für Velos, was in einer Tourismusregion, wie dem Bodensee immer wichtiger ist. Leider werden die Zugverbindungen nicht bis zum Lindauer Inselbahnhof durchgebunden. Ich werde wieder einmal Veloferien am Bodensee machen müssen.

    • .
      jo leider ist das so
      aber der bregenzer bahnhof ist ein toter bahnhof
      kein kiosk, nirgens kann man getränke raus laßen, kein restaurant? einfach gähnende leere
      st. gallen nach bregenz wahr ok
      doch dann ne stunde warten bis zug nach stuttgart fährt & dann noch ne stunde verspätung
      daß heißt ich mußte 2 std. am bahnhof rumhängen, daß ist hart
      mit dem schweren koffer konnte ich nicht
      ins städtle rein
      die sollten mal den bahnhof atraktievier gestalten
      daß ist ne qual
      auf dem bahnhof bregenz, sch……
      .

      • Ja, wirklich ausser einer Bäckerei im südlichen Nebengebäude des Bahnhofs Bregenz herrscht total tote Hose – eine Zumutung für die Fahrgäste, vor allem bei langen Umsteigezeiten und Verspätungen! Das müssen die ÖBB dringen nachbessern. Aber nicht mit einer Filiale von «Wo kann den Kotzen schöner sein» (McDonalds), sondern mit einem chicen Bistro mit komfortablen Sitzgelegenheiten einem gut österreichischen Angebot an Kaffee und Mehlspeisen. Das gäbe auch Mieteinnahmen. Der Bahnhof Balsthal der winzigen OeBB verfügt über einen grossen Kiosk und ein kompetentes Reisebüro.

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