BAV: Förderung des internationalen Bahnverkehrs

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SBB/ÖBB Nightjet NJ402 Zürich HB - Amsterdam Centraal vor der Abfahrt am 11. Dezember 2021 in Zürich HB. / Quelle: SBB CFF FFS

Der Bund fördert internationale Bahnangebote. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat entschieden, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln von 10 Millionen Franken pro Jahr schwergewichtig die neue Nachtzugverbindung Basel-Kopenhagen-Malmö zu unterstützen.

Aufgrund von Beschlüssen von Bundesrat und Parlament stehen von 2025 bis 2030 jährlich 10 Millionen Franken für die Förderung des internationalen Personenverkehrs zur Verfügung. Im Vordergrund steht die Förderung von Nachtzügen. Die SBB hat im Frühling beim BAV entsprechende Gesuche eingereicht. Das BAV hat nun beschlossen, im laufenden Jahr Vorbereitungsarbeiten für einen neuen Nachtzug (EuroNight) Basel-Kopenhagen-Malmö mit 1,2 Millionen Franken zu fördern. Dieser soll ab April 2026 dreimal pro Woche und Richtung verkehren. Die Förderung dieses neuen Nachtzugs steht bei der Subventionierung internationaler Bahnverbindungen auch für die nächsten Jahre im Vordergrund. Insgesamt fördert das BAV die Etablierung und der Betrieb dieser neuen Nachtzugverbindung auf Basis des CO2-Gesetzes bis 2030 mit rund 47 Millionen Franken.

Im laufenden Jahr unterstützt das BAV auf Antrag der SBB zudem mit 5 Millionen Franken die Zulassung ihres Giruno-Zugs für Fahrten mit 250 Stundenkilometer in Italien. Dies ermöglicht ein attraktiveres und stabileres Angebot für die Direktzüge nach Venedig und Genua. Längerfristig sind dadurch auch Fahrzeitgewinne möglich. Weiter stellt das BAV der SBB für die Beibehaltung der heutigen Angebotsqualität auf dem Eurocity Zürich – Innsbruck – Graz 1,9 Millionen Franken zur Verfügung. Damit wird es möglich, nach Ausserbetriebnahme der heutigen Speisewagen weiterhin hochwertige Speisewagen für die fast 10-stündige Fahrt anzubieten.


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4 Kommentare

  1. Schön rücken Dänemark und Südschweden als lohnenswerte Ferienziele mit dem Schlafwagen näher. Hoffentlich werden die neuen/verbesserten Angebot auch gut genutzt.

  2. Die Unbefähigten zu Bern, BAV e SBB, weder Nachfrage noch Mittel, träumen im Tiefschlaf dennoch von weltumspannenden Bahnverkehr. Linthal – London, Alpnach – Irkutsk, Kapstadt – Kirkenes mit Zwischnhalt in Hunzenschwil.
    In den letzten 2 Wochen 2 Bahnfahrten gemacht. 4 Zugsausfälle erlebt (IR70 IR75) mit dem Vergnügen von Luzern bis Zürich HB stehend die Fahrt zu erdulden.

    Bringt endlich den landesinternen Bahnverkehr auf Vordermann. Schlampperei.

  3. Das es für die Mittel in der Schweiz selbst bessere Verwendung gäbe, zeigt die Relation Basel SBB-Luzern-Arth Goldau, wo die schnellste Verbindung für die 90km 2 Std braucht und es damit auf eine beeindruckende Reisegeschwindigkeit von 45kmh bringt. Das dürfte für den Titel langsamster IC der Welt reichen. Welcher selbstverschuldete Niedergang für die traditionsreiche Gotthardroute.

  4. Als sogenannter Pufferküsser müsste ich eigentlich vom neuen Nachtzug nach Malmö begeistert sein. Ich bin es aber trotzdem nicht. Nachtzüge sind grundsätzlich viel zu teuer. Die Gründe: Die Zahl der beförderten Passagiere pro Zug ist massiv kleiner als bei einer Tagesverbindung. Zudem stehen die Züge massiv länger herum statt zu fahren. Das Wagenmaterial ist massiv teurer als dasjenige für den Tagesverkehr. Schlicht: Es ist einfach nicht ökonomisch. Hinter dem ganzen Nachtzugverkehr in Europa stecken ja die ÖBB, die vor allem durch Entscheide auffallen, die den Erkenntnissen aller anderen Bahnen in Europa zuwiderläuft.

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