Tötungsdelikt am Bahnhof Heerbrugg

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 12. Juli 2025 veröffentlicht.

Am Freitag, 11. Juli 2025, kurz nach 3:45 Uhr, ist am Bahnhof Heerbrugg ein im Jahr 2001 geborener Algerier durch ein Gewaltverbrechen ums Leben gekommen. Ein 34-jähriger tatverdächtiger Kroate festgenommen worden. Dringend gesucht wird seine gelbe Jacke, welche er zum Tatzeitpunkt trug. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Personen, welche eine helle Jacke mit Kapuze gesehen, aufgefunden oder entsorgt haben.

Kurz nach 3:45 Uhr meldete eine Drittperson der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen, dass am Bahnhof Heerbrugg eine Person blutend am Boden liege. Die kurze Zeit später vor Ort eintreffende Polizeipatrouille fand einen schwer verletzten Mann mit Schnittverletzungen auf dem Perron liegend vor. Der kurz darauf eintreffende Rettungsdienst mit Notarzt konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die angetroffene Situation zeigte klar, dass der Mann getötet wurde.

Ein Grossaufgebot der Kantonspolizei St.Gallen, der zuständigen Feuerwehr, Mitarbeitende der SBB und der Gerichtsmedizin rückten an den Tatort aus.

Am Sonntagabend 13. Juli 2025, konnte die Kantonspolizei St.Gallen einen tatverdächtigen 34-jährigen Kroaten im Kanton St.Gallen festnehmen. Er konnte aufgrund von Videoaufnahmen ermittelt werden. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons St.Gallen hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Untersuchungshaft von drei Monaten bewilligt. Der bis Ende Juni in der Region wohnhafte Mann trug zum Tatzeitpunkt eine helle, möglicherweise gelbe Jacke mit Kapuze. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht nun Personen, welche eine solche Jacke mit Kapuze in möglicherweise gelber Farbe und hohe, stiefelähnliche Schuhe aufgefunden haben. Diese sind nicht nur im Raum Heerbrugg zu suchen. Der Beschuldigte war öfters mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Beim Opfer handelt es sich um einen Algerier, welcher im Bundesasylzentrum Altstätten untergebracht war. Das Opfer gab im Rahmen des Asylverfahrens sein Geburtsjahr mit 2007 an. Er wurde in den Akten des Bundes entsprechend geführt. Zwischenzeitlich liegen dem Staatssekretariat für Migration (SEM) heimatliche Dokumente vor. Diese besagen, dass das Opfer 2001 und nicht 2007 geboren wurde.

Der Tatort wurde grossräumig abgesperrt, dies betraf jedoch weder den Personenverkehr noch die Zugspassagiere.

Die Ermittlungen, eine umfassende Spurensicherung sowie die Fahndung nach der Täterschaft werden unter Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen geführt.

Personen, welche genannte Jacke oder Schuhe aufgefunden, solche gesehen oder auch entsorgt haben, werden dringend gebeten sich bei der Kantonspolizei St.Gallen unter 058 229 49 49 oder via kommunikation@kapo.sg.ch zu melden.


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Text-QuelleKapo SG
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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