Quartalsreporting Bahn 2/2025: Personenverkehr mit Quartalsrekord

Mit 5,99 Milliarden Personenkilometern erreicht der Schienenpersonenverkehr im zweiten Quartal 2025 einen neuen Höchststand seit der Einführung des Quartalsreportings Bahn im Jahr 2014. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Zuwachs von 3,6 %. Derweil bleibt der Schienengüterverkehr weiterhin unter Druck: 2,76 Milliarden Nettotonnenkilometer entsprechen einem Rückgang von 9,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die Trassenbestellungen bleiben dank des starken Personenverkehrs derweil stabil. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem aktuellen Quartalsreporting Bahn, basierend auf den Daten der LITRA und des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV) und in Zusammenarbeit mit der SBB.


2. Quartal 2025Veränderung zum Vorjahresquartal
Personenkilometer5,995,99↖ 3,6%
Nettotonnenkilometer2,762,76 −9,5%
Trassenkilometer0,050,05↖ 0,7%
Quelle: LITRA

Schienenpersonenverkehr legt weiter zu

Der Schweizer Schienenpersonenverkehr erreichte im zweiten Quartal 2025 mit 5,99 Milliarden Personenkilometern einen neuen Höchststand seit der Einführung des Quartalsreportings Bahn vor über zehn Jahren und liegt damit nur noch ganz knapp unter der 6-Milliarden-Marke. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 bedeutet dies eine deutliche Zunahme von 8,6 Prozent. Das traditionell reiseintensive Früh-/Sommer-Halbjahr wirkt sich positiv aus; der saisonale Dämpfer zu Jahresbeginn ist damit mehr als wettgemacht.

Auch im Jahresvergleich setzt sich der Aufwärtstrend fort: Die Verkehrsleistung liegt um 3,6 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Dieses Rekordergebnis unterstreicht die anhaltend hohe Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz und zeigt, dass das Bahnangebot den steigenden Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung entspricht.

Schienengüterverkehr bleibt rückläufig

Weiterhin nicht auf Touren kommt derweil der Schienengüterverkehr: Mit 2,76 Milliarden Nettotonnenkilometern bleibt er um 3,4 Prozent unter dem ersten Quartal des Jahres. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies gar einem Rückgang von 9,5 Prozent. Stark betroffen ist auch der alpenquerende Verkehr, wo Kapazitätsengpässe und betriebliche Einschränkungen die Leistung zusätzlich bremsen.

Einerseits drückt die verhaltene Konjunktur im europäischen Raum weiterhin stark auf das Transportvolumen. Andererseits kommen zahlreiche Baustellen auf der Nird-Süd-Achse hinzu, die das Fahrplangefüge auf Jahre belasten: Umleitungen, verlängerte Transportzeiten und geringere Planbarkeit mindern die Attraktivität der Schiene und führen in einzelnen Relationen zu Verlagerungen auf die Strasse.

Trotz intensiver Bemühungen der Bahnen, zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen und Bauprojekte besser zu koordinieren, dürfte der Güterverkehr kurz- bis mittelfristig weiter mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert bleiben. [→ mehr zum Thema «Wie weiter im Schienengüterverkehr» im Beitrag zur LITRA-Sessionesveranstaltung mit BAV-Direktorin Christa Hostettler]

Tonnenkilometer in Milliarden_LITRA_7 25
Quelle: LITRA

Trassennachfrage bleibt stabil

Parallel zum Rückgang der Verkehrsleistung des Schienengüterverkehrs sind auch die von ihm nachgefragten Trassen deutlich zurückgegangen. Doch dank der positiven Entwicklung im Schienenpersonenverkehr bleibt die Nachfrage nach Trassenkilometern im zweiten Quartal 2025 konstant: 52,8 Millionen Trassenkilometer wurden von den Bahnen bestellt – exakt so viele wie im ersten Quartal. Im Jahresvergleich resultiert gar ein leichtes Plus von 0,7 Prozent.

Das Quartalsreporting Bahn von LITRA und VöV umfasst die Verkehre folgender Unternehmen:
– Personenverkehr: BLS, MGB, MOB, Region Alps, RhB, SBB, SBB GmbH, SOB, Thurbo, Tilo, TPF, TransN, Zentralbahn.
– Güterverkehr: BLS Cargo, DB Cargo, Rail Care, SBB Cargo, SBB Cargo International, Sersa, TR, TX Logistik, WRS.
– Infrastruktur: BLS Netz, HBS, SBB, SOB, STB.

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