Der Jahresbericht 2024 der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle ist auf der Webseite der SUST verfügbar. Er legt Rechenschaft über die letztjährige Tätigkeit der SUST ab.
Die unabhängigen Untersuchungen von sicherheitsrelevanten Ereignissen der SUST leisten einen wichtigen Beitrag an die Sicherheit im öffentlichen Verkehr, der Luftfahrt und der Seeschifffahrt.
Seit mehr als 10 Jahren nimmt die Zahl der Meldungen von sicherheitsrelevanten Ereignissen an die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST stetig zu. Im Jahr 2024 hat die SUST mit 2295 Fällen eine rekordhohe Zahl solcher Meldungen erhalten, insbesondere aus der Aviatik. Eine gute Meldekultur ist sehr zu begrüssen und eine Grundvoraussetzung für die Verbesserung der Sicherheit unserer Verkehrsträger und das Vertrauen der Gesellschaft in die Aviatik und den öffentlichen Verkehr. Damit diese Meldungen einen Nutzen haben, müssen sie hinsichtlich Präventionspotential beurteilt werden. Diese Vorabklärungen der SUST entscheiden darüber, ob eine Untersuchung eröffnet wird. In der Folge können Sicherheitsdefizite festgestellt und Sicherheitsempfehlungen oder Sicherheitshinweise an die Aufsichtsbehörden und die Branchen gerichtet werden. Mit der stetig wachsenden Zahl an Meldungen nimmt auch der Aufwand zu, die für die Prävention entscheidenden Fälle auszuwählen. Diese Vorabklärungen haben Priorität, bedingen eine sofortige Reaktion der Pikettorganisation des Untersuchungsdienstes, eine hohe Fachkompetenz und viel Erfahrung. Diesem steigenden Aufwand stehen die zurückgegangenen verfügbaren finanziellen Mittel der SUST gegenüber. Im Jahr 2017 standen der SUST noch gesamthaft 8.21 Millionen Franken zur Verfügung. Im Berichtsjahr waren lediglich noch 8.03 Millionen Franken budgetiert. Die Teuerung wurde durch Effizienzgewinn und strikter Beschränkung auf die notwendigsten Untersuchungen aufgefangen. Auch konnten die verfügbaren Mittel besser ausgeschöpft werden. Das Jahr 2024 zeigt jedoch, dass der Mehraufwand durch die zunehmende Anzahl Fälle auch eine Reaktion auf Seite der zukünftig verfügbaren Ressourcen nötig machen wird, will die SUST nicht an Wirkung einbüssen. Es wird sich mehrfach auszahlen, denn Eines ist sicher: Jeder verhütete Unfall spart enorme Kosten und verhindert viel menschliches Leid.
Pieter Zeilstra, Präsident der ausserparlamentarischen Kommission
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