ESAF: 500 Extrazüge von SBB und SOB

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 26. August 2025 veröffentlicht.

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Transportpolizist und Schwinger Samir Leuppi steht vor einem ESAF-Extrazug. / Quelle: SBB CFF FFS, Milena Steiner

Bis zu 350 000 Besucherinnen und Besucher werden am letzten August-Wochenende am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Glarnerland+ (ESAF) erwartet. Die SBB und die Schweizerische Südostbahn (SOB) setzen rund 500 Extrazüge ein, um die Fans des Schwingsports staufrei zum Fest und wieder nach Hause zu bringen.

Rund 350 000 Besucherinnen und Besucher werden vom 29. bis 31. August 2025 am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Glarnerland+ erwartet. Diese Zahl entspricht mehr als dem Achtfachen der Bevölkerung des gesamten Kantons Glarus. Um die zahlreichen Besucherinnen und Besucher pünktlich zum Festgelände in Mollis zu bringen, setzen die SBB und die SOB rund 500 Extrazüge mit insgesamt 170 000 Sitzplätzen ein. Würde man alle ESAF-Extrazüge aneinanderreihen, ergibt das eine Gesamtlänge von über 100 km.

Zwei Bahnhöfe temporär ausgebaut

Die Bahnhöfe Näfels-Mollis und Weesen wurden für das eidgenössische Schwing- und Älplerfest temporär ausgebaut und der seit 2013 geschlossene Bahnhof Weesen vorübergehend aus dem Dornröschenschlaf geholt. Diese Ausbauten wurden von der SBB im Auftrag des Vereins «ESAF 2025 Glarnerland+» realisiert.

Fahrplananpassungen im Kanton Glarus

Der Bahnhof Näfels-Mollis wird während dem Festwochenende vorübergehend zur Endhaltestelle und die weitere Streckenführung zwischen Näfels-Mollis und Netstal unterbrochen. Züge der SOB und der SBB verkehren zwischen Netstal und Linthal und stellen mit ergänzenden Bahnersatzbussen den öffentlichen Verkehr im Kanton Glarus sicher. Trotz diesen Massnahmen kann es am Festwochenende zu Wartezeiten und engen Platzverhältnissen kommen, da die Bahnstrecken in den Kanton Glarus grösstenteils einspurig sind und die Bahninfrastruktur im Vergleich zu früheren Austragungsorten begrenzt ist. 

200 Kundenbetreuerinnen und -betreuer im Einsatz

Um die An- und Abreise mit dem Zug möglichst reibungslos und angenehm zu gestalten, sind rund 200 Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer der SBB an den Bahnhöfen Näfels-Mollis, Netstal, Nieder- und Oberurnen, Weesen, Ziegelbrücke sowie Zürich HB, Pfäffikon SZ und Rapperswil im Einsatz. Sie sind den Reisenden bei Fragen und Anliegen behilflich und weisen ihnen den Weg zum Zug beziehungsweise zum ESAF. Zudem leisten viele Lokführerinnen, Kundenbegleiter und weitere Mitarbeitende der SBB und der SOB Sondereinsätze.

Für die Sicherheit an den Bahnhöfen und in den Zügen sorgen rund 80 Polizistinnen und Polizisten der Transportpolizei in Zusammenarbeit mit Einsatzkräften der Kantonspolizei Glarus sowie des Ostschweizer Polizeikonkordats. Unterstützt werden sie durch Sicherheitsmitarbeitende der Transsicura.

Billett- und Anreiseinformationen

Besucherinnen und Besucher mit einem Arena-Ticket können ein «Schwingbillett» erwerben, das ihnen eine kostengünstige und bequeme Reiseoption bietet. Für 49 Franken (ohne Halbtax: 72 Franken) reisen sie während vier Tagen vom Wohn- oder Übernachtungsort nach Weesen oder Näfels-Mollis und zurück.

Besucherinnen und Besucher ohne Eintrittsticket zur Arena benötigen ein Billett aus dem normalen Fahrausweissortiment. Die SBB empfiehlt, im Voraus ein Billett für die Hin- und Rückfahrt zu kaufen oder das Billett via SBB Mobile zu beziehen. Dies erspart bei der Rückreise lange Wartezeiten an den Billettautomaten. In Weesen gibt es zudem keine Billettautomaten.

Der erste Extrazug trifft frühmorgens um 4:30 Uhr in Näfels-Mollis ein, jener in Weesen um 4:56 Uhr. Für die Anreise zum Festgelände wird empfohlen, bei der Fahrplanabfrage online das Ziel «Mollis, ESAF 2025» einzugeben.

  • Reisende via Weesen verkehren weiter mit dem Shuttlebus bis Näfels, Shuttle-Terminal (Fahrzeit ca. 20 Minuten) und gelangen in ca. 15 Gehminuten zur Festmeile.
  • Reisende via Näfels-Mollis gelangen in 20–25 Gehminuten zur Festmeile.
  • Reisende aus Glarus, Schwanden und Linthal verkehren bis Netstal und gelangen in 20–25 Gehminuten zur Festmeile.

Die SBB empfiehlt, die Reise frühzeitig zu planen, sich im Online-Fahrplan über Extrazüge zu informieren und wünscht allen ein schönes, gelungenes Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest.


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1 Kommentar

  1. Eigentlich ist es schön, dass schweizerische Traditionen gepflegt werden und das auch solche sportlichen Grossanlässe mit Anstand und ohne Gewalt abgehalten werden können. Aber man muss sich schon langsam fragen, wann der Gigantismuss an diesen Eidg. «Sägemehl-Rammler-Schauen» an die Grenzen des Machbaren stösst. Ich bin auf jeden Fall glücklich muss ich mich nicht diesem Getümmel aussetzen. Der Mensch ist zwar gut, aber nur in homöopathischen Dosen zu ertragen.

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