SBB strebt Beschaffung von Hochgeschwindigkeitszügen an

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SBB Giruno als Eurocity nach Zürich HB in Bologna Centrale. / Quelle: SBB CFF FFS

Die SBB strebt bekanntlich den Einsatz von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen an. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage plant die SBB die Finanzierung über ein Operating Lease. Deshalb hat sie am 27. August 2025 die Präqualifikationsunterlagen für einen Leasingvertrag über 15 Jahre auf der Beschaffungsplattform Simap veröffentlicht.

Die Auswahl eines Leasinggebers erfolgt im selektiven, zweistufigen Verfahren. Dieses Verfahren ermöglicht es der SBB, den Kreis der Leasinggeber auf die am besten geeigneten Unternehmen einzugrenzen, was zu effizienteren und zielgerichteteren Angeboten führt.

Voraussichtlich 2026 beginnt die zweite Stufe des Verfahrens, in der die im ersten Schritt qualifizierten Leasinggeber ihre Angebote einreichen können. Die Ausschreibung der Züge soll ebenfalls im 2026 erfolgen.

Markus Bernsteiner, Group CEO von Stadler, gab an der Halbjahresmedienkonferenz des Unternehmens am 27. August 2025 bekannt, dass Stadler Interesse am Bau der Hochgeschwindigkeitszüge habe. Eine Leasingfirma sei man aber nicht.


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5 Kommentare

  1. Ich wäre überrascht wenn Stadler diesen Auftrag erhalten würde. Die SBB haben nach dem FV-Dosto Fiasko ja klar gemacht, dass man keine Neuentwicklungen will. Andere Hersteller haben im HGV Bereich weitaus mehr Erfahrung. Alstom, CAF und Talgo bieten zudem (Teil-)Niederflur Optionen an (zwar P76, aber P55 wäre wohl auch möglich). Für Hitachi und Siemens, welche in Italien respektive Deutschland erfolgreich unterwegs sind, sollte es auch möglich sein etwas passendes anzubieten.

    • Es dürften ‚Zephiro II = Frecciarossa II‘ oder evtl. ‚TGV-M‘ sein.
      Es geht darum, existierende Konzepte zu helvetisieren und möglichst rasch in IT/FR (und evtl. UK) einsetzen zu können.
      Alles andere würde an der komplizierten und teuren Homologation in diesen Ländern scheitern…
      Der ‚Giruno‘ (Foto) fährt zwar in Italien, aber darf nicht auf das LAV-Netz (linee ad Alta velocità), obwohl er mit V/max. 250 km/h genug schnell wäre. Er muss in IT auf dem klassischen Netz mit 140-160 km/h gondeln. Also werden SBB CFF FFS Züge leasen, die in IT und FR homologiert sind und auch von den FS betrieben.
      Weil der ‚Frecciarossa‘ (Zefiro) auch bis Paris fährt, ist das die günstigste und vernünftigste Wahl.

    • Oui, à l’intérieur. Mais pour l’étranger il faut des conceptions polyvalentes déjà bien éprouvées.
      D’autant plus que les rames ´TGV suisses‘ ne seront que louées pour une durrée de 15 ans.
      Faut éviter de procédures d’homologation très longues et coûteuses.

  2. Der Giruno ist mit Vmax 250 km/k zu langsam für italienische HGV- Strecken, dort wird mit bis zu 300 km/h gefahren. Eine Aufrüstung der Giruno’s auf 300 km/h wäre viel zu teuer, die Drehgestelle und weitere Komponenten müssten komplett neu entwickelt werden, auch müsste er
    25 KV Spannung verarbeiten können. Diese Spannung haben Schnellfahrstrecken in Italien und teilweise auch in DE. Diese Spannung ist nötig um die Fahrmotoren mit genügend Energie zu versorgen bei Tempo jenseits der 250 km/h Marke. Zudem bräuchte es ein komplett neues Test- und Zulassungsverfahren, was wiederum sehr teuer wäre.

    Der Frecciarossa 1000 (ETR 410) vom Hersteller Alstom- Hitachi Italy wäre tatsächlich die beste und vernünftigste Lösung. Der Zug ist bewährt und bietet höchsten Fahrkomfort. Da er bereits in Frankreich und demnächst via Brenner nach München verkehrt, hat er alle Systeme, die auch für die Schweiz nötig sind. Das Zulassungsverfahren für die Schweiz wäre reine Formsache. Da der Zug in mehreren europäischen Ländern eingesetzt wird, vereinfacht und vereinheitlicht auch die kleinen Servicearbeiten, wie Toilettenentleerung, Frischwasserbetankung und das Catering in den Zielbahnhöfen.
    Unterhalt und Reperaturen müssen sowieso in Italien in spezialisierten Unterhaltswerkstätten durchgeführt werden.
    Die Züge von Siemens, die auch in Frage kämen, sind definitiv 2. Wahl.
    Ich hoffe die SBB treffen die richtige Entscheidung und vergeben den Zuschlag an Alstom- Hitachi Italy mit dem ETR 410 alias
    Frecciarossa 1000.

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