BVG Berlin: Neuwagen für alle

Premierenfahrt für die neue U-Bahn mit Fahrgästen auf der U2 ● Bis Jahresende sollen bis zu 140 Wagen die Flotte verjüngen ● Ein Meilenstein für die Stabilitäts-Strategie der BVG

Die BVG bringt Neuwagen ins Netz. Wie angekündigt startete Deutschlands grösstes Nahverkehrsunternehmen am Montag, 08. September 2025, den Fahrgastbetrieb mit den U-Bahnen der neuesten Generation. Auf der U2 ging am Vormittag der erste Zug auf Premierenfahrt. Noch in diesem Jahr sollen bis zu 140 neue Wagen des Herstellers Stadler die Flotte verstärken und für mehr Stabilität im Angebot der U-Bahn sorgen.

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Jure Mikolčić, CEO Stadler Deutschland, Franziska Giffey, Vorstandsvorsitzender BVG, Ute Bonde, Senatorin, Henrik Falk, Vorstandsvorsitzende BVG und Kai Wegner, Regierender Bürgermeister Berlin am 08. September 2025 an der «Neuwagen-Präsentation» der BVG-Züge vom Typ JK im U-Bahnhof Deutsche Oper. / Quelle: BVG/Matthias Müller

Die neue Bahnreihe trägt die Kennung JK. Erstmals nach zehn Jahren bringt die BVG damit ein neues Zugmodell für die schmaler gebauten Linien U1 bis U4 ins Netz. Der Premiere am 08. September 2025 gingen gründliche Tests und Messfahrten im Rahmen der Zulassung voraus. Auch die betrieblichen Vorbereitungen – darunter die Schulungen für Fahrer und Werkstattpersonal – liefen seit Monaten.

Solche Premieren sind immer ein besonderer Grund zum Feiern. Bahnfahrzeuge sind langlebig und auch deshalb besonders nachhaltig. Aus diesem Grund kamen der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sowie die Senatorinnen Franziska Giffey und Ute Bonde zur «Neuwagen-Präsentation» im U-Bahnhof Deutsche Oper und schickten den Zug gemeinsam mit BVG-Chef Henrik Falk und Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe auf die erste Fahrt.

Die Erneuerung der Flotte ist ein wesentlicher Baustein der BVG-Strategie «Stabilität vor Wachstum». Ziel ist es, in den nächsten Jahren schrittweise wieder Zuverlässigkeitswerte von 99 Prozent zu erreichen. Die neuen Züge sind ein Meilenstein auf diesem Weg, denn mit technischer Stabilität, einem grosszügigen Innendesign, modernen Infosystemen und verbesserter Barrierefreiheit machen sie den U-Bahnverkehr nicht nur verlässlicher, sondern auch attraktiver. Kurz heisst das: Mehr Stabilität, mehr Raum, mehr Komfort – mehr Zukunft für die U-Bahn.

Zukunft ist dabei wörtlich gemeint. Diese Fahrzeuggeneration wird in den nächsten Jahrzehnten das Bild der Berliner U-Bahn prägen. Es handelt sich um die grösste Flottenerneuerung in der Geschichte der BVG. Der Rahmenvertrag mit dem Hersteller Stadler umfasst bis zu 1500 Neuwagen, die bis 2035 geliefert werden können. Das Volumen beläuft sich auf bis zu drei Milliarden Euro. Aktuell bestellt sind insgesamt 484 Wagen der beiden Schwesterbaureihen JK (für Linien U1 bis U4) und J (für Linien U5 bis U9). Die Finanzierung der neuen Fahrzeuge erfolgt durch das Land Berlin im Rahmen des Verkehrsvertrages mit der BVG.

Die breitere Baureihe J für die Linien U5 bis U9 ist aktuell im Testbetrieb und soll im nächsten Sommer in den Fahrgastbetrieb gehen.

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«Neuwagen-Präsentation» der BVG-Züge vom Typ JK am 08. September 2025 im U-Bahnhof Deutsche Oper. / Quelle: BVG/Matthias Müller

Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG:

«Diese Neuwagen sind eine wichtige Säule für einen stabileren U-Bahnbetrieb. Ab sofort wird die Modernisierung unserer Flotte für unsere Fahrgäste erlebbar. Sie können die neuen Züge sehen, anfassen, einsteigen und das neue Raumgefühl erfahren. Diese Neuwagen sind nicht nur ein Upgrade, sondern ein Bekenntnis zu moderner, nachhaltiger Mobilität und werden auch in den kommenden Jahrzehnten das Stadtbild prägen.»

Jure Mikolčić, CEO der Stadler Division Deutschland:

«Mit der heutigen Premierenfahrt begrüssen wir nicht nur die neue Fahrzeuggeneration für die Berliner U-Bahn, sie steht auch für einen wichtigen Meilenstein in unserer Partnerschaft mit der BVG. Die neuen Züge sind das Ergebnis von über fünf Jahren intensiver Zusammenarbeit. Wir freuen uns sehr, dass die Fahrzeuge nun nach und nach in den Fahrgastbetrieb übergehen. Ein grosses Dankeschön an alle Teams für ihre hervorragende Arbeit!»


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