Rhomberg Gruppe mit robuster Leistung

Trotz des rauen Gegenwinds im wirtschaftlichen Umfeld bewies die Rhomberg Gruppe auch im vergangenen Geschäftsjahr Stärke, Widerstandskraft und unternehmerischen Weitblick. Die Gesamtleistung lag zum Bilanzstichtag 31. März 2025 bei 1,4 Milliarden Euro und stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 7,5 Prozent. Die Zahl der Mitarbeitenden innerhalb der Gruppe blieb mit insgesamt knapp 4 000 Beschäftigten stabil. 

Als konstanter Wachstumstreiber erwies sich einmal mehr die Bahntechnik-Sparte. Die Rhomberg Sersa Rail Group (RSRG), an der Rhomberg und der Schweizer Unternehmer Konrad Schnyder jeweils zur Hälfte beteiligt sind, erzielte ein Leistungsplus in Höhe von 56 Millionen Euro auf 816 Millionen Euro.

Alles auf Schiene im Ressourcen Center Rheintal

Die vor einem Jahr im Ressourcen Center Rheintal (RCR) in Betrieb genommene Nassaufbereitungsanlage erweist sich als echter Motor der Kreislaufwirtschaft.

«Mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 200 Tonnen pro Stunde läuft die innovative Recyclinganlage für Bodenaushubmaterial inzwischen nahezu unter Vollauslastung»

, zieht Hubert Rhomberg zufrieden Bilanz.

Und auch die Fachwelt wurde auf «Österreichs grösste Waschmaschine» aufmerksam: Das «Forum mineralische Rohstoffe», die Interessensvertretung der Baurohstoffunternehmen, kürte sie zum Sieger ihres Nachhaltigkeitspreises. Zusätzlich wurde die Anlage für den TRIGOS Award 2025 in der Kategorie «Social Innovation & Future Challenges» und die Sustainable Development Awards der Europäischen Zuschlagstoffindustrie UEPG nominiert.

Mit dem Beschlägehersteller Blum betreibt Rhomberg im Dornbirner Wallenmahd die Anschlussbahn Stöcken. Jährlich gelangen auf diesem Wege rund 100 000 Tonnen Sand, Kies und Baumaterial zum RCR – Tendenz steigend. Denn ein zweites Gleis, das Blum in Zusammenarbeit mit Rhomberg aktuell beim Werk 7 verlegt, wird die Kapazitäten Ende des Jahres nahezu verdoppeln.

«Indem wir unsere Transporte vermehrt auf die Schiene verlagern, machen wir unser Versorgungszentrum für Vorarlberg zu einem zukunftsweisenden Modell echter Kreislaufwirtschaft»

, verdeutlicht Rhomberg.

Exzellenz unter Tage: Rhomberg Sersa Rail Group erfolgreich mit Tunnelkompetenz

Hohe Investitionen in die Bahn als Rückgrat nachhaltiger Mobilität sorgen bei der Bahntechnik-Sparte der Rhomberg Gruppe weiterhin für Auftrieb.

«Das Projektgeschäft bleibt anhaltend stark – in der DACH-Region ebenso wie auf internationalen Märkten»

, erörtert Hubert Rhomberg.

Besonders gefragt sei die Expertise der Rhomberg Sersa Rail Group (RSRG) bei Eisenbahntunnel.

In Österreich befindet sich die Komplettausrüstung des Koralmtunnels mit dem ARGE Partner PORR Group in den letzten Zügen.

«Gemeinsam zeichnen wir auch beim 27,3 Kilometer langen, zweiröhrigen Semmering-Basistunnel für die bahntechnische Ausstattung des Tunnels verantwortlich»

, sagt Rhomberg.

«Hier konnten wir uns nun einen Folgeauftrag für den Einbau der Festen Fahrbahn sichern.»

Mit innovativen Komplettlösungen hat sich die RSRG im Bereich Tunnelsanierung einen Namen gemacht. So wurden zwischen November 2024 und Juli 2025 die bahntechnische Ausrüstung sowie die Signaltechnik im 115 Jahren alten Tauerntunnel erneuert. Fast zeitgleich fand tausende Kilometer entfernt in den Rocky Mountains die Sanierung des Connaught-Tunnels der Canadian Pacific Railway ihren Abschluss.

Tunnelsanierung auf höchstem Niveau

Eingebunden ist die Bahntechnik-Gruppe nach wie vor in die Tunnelmodernisierungen der Rhätischen Bahn.

«Damit moderne Züge fahren können, müssen in den nächsten 50 Jahren in insgesamt 115 Tunneln die Profile aufgerüstet und die Gleise auf Feste Fahrbahn umgebaut werden»

, führt Rhomberg aus.

«Der Touatunnel auf der zum UNESCO Welterbe gehörenden Albulastrecke ist unser drittes Projekt. Um das Tunnelprofil zu vermessen und ein hochauflösendes 3D-Abbild zu erstellen, kommen unsere ‚Digital Rail Services‘ zum Einsatz.»

Das digitale Know-how fliesst überdies in den geplanten Mattertal Tunnel bei der Matterhorn Gotthard Bahn ein: Mit einem hochpräzisen Bestandsmodell lieferte die RSRG eine verlässliche Grundlage für die weitere Planung.

Bei der Deutschen Bahn sind die Bahntechnikspezialisten im Rahmen des Partnerschaftsmodells Schiene gleich in mehrere Allianzprojekte eingebunden. Das Projekt «Residenzbahn» umfasst mehrere Teilprojekte auf dem Bahnkorridor Stuttgart-Karlsruhe. In einer ARGE mit dem langjährigen Partner Reif Bauunternehmung werden Tiefbau, Kabeltiefbau und Gleisbau sowie die Errichtung der Verkehrsstationen durchgeführt. Zu den neu gewonnenen Aufträgen gehören ausserdem der Ausbau der Gäubahn sowie der Zulauf zur Fehmarnbelt-Querung zwischen Deutschland und Dänemark.

Schliesslich boten im vergangenen Geschäftsjahr auch zwei Jubiläen Anlass zu feiern: Seit 20 Jahren prägt die RSRG die australische Bahnindustrie mit Innovation, Wachstum und einem nachhaltigen Beitrag zur Zuverlässigkeit des Schienennetzes. Und vor 75 Jahren brachte die damalige Bahnbau Wels, heute die RSRG in Österreich, den maschinellen Gleisbau ins Land und setzte damit neue Massstäbe.


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Text-QuelleRhomberg Gruppe
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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