
Um die Verkaufsstellen ökologischer und effizienter zu beliefern, hat Coop am 7. November 2025 einen neuen Eisenbahn-Hub im Herzen von Zürich offiziell eröffnet. Über 70 Verkaufsstellen in der Stadt werden mit diesem innovativen Projekt neu mit der Bahn beliefert. Damit verlagert Coop den Güterverkehr weiter konsequent von der Strasse auf die Schiene, reduziert CO₂-Emissionen und entlastet den Verkehr.
Coop, die weltweit einzige Detailhändlerin mit eigenem Bahnunternehmen, beliefert die Stadt Zürich neuerdings per Bahn. Der neue Logistik-Hub im Zürcher Hardfeld wurde heute feierlich von Coop-CEO Philipp Wyss eröffnet. Der neue Eisenbahn-Hub ermöglicht es, über 70 Verkaufsstellen in der Stadt Zürich per Eisenbahn zu beliefern. Die Güter werden in der Verteilzentrale Schafisheim auf die Bahn verladen und mit dem Zug nach Zürich transportiert. Für die Feinverteilung in die Verkaufsstellen kommen schrittweise umweltfreundlichere Lastwagen zum Einsatz. Jährlich werden dadurch rund 58 000 Lastwagenfahrten in und aus der Stadt Zürich eingespart. Dies entspricht einer CO₂-Reduktion von 80 Prozent im Vergleich zum ausschliesslichen Strassentransport.
Philipp Wyss betont:
«Wir zeigen mit dem neuen Eisenbahn-Hub, dass nachhaltige Transportlösungen nicht nur eine Vision, sondern bei Coop gelebte Realität sind.»
Ein Meilenstein für nachhaltige Logistik
Coop erweitert damit ein bereits seit Jahren erfolgreiches, innovatives Logistikkonzept des eigenen Bahnunternehmens Railcare und setzt neue Massstäbe im Bereich der nachhaltigen Logistik. Bereits heute erfolgen zwei Drittel der nationalen Warentransporte via Schiene. Die Eröffnung des neuen Eisenbahn-Hubs in Zürich ist ein weiterer Meilenstein für die Genossenschaft. Dabei versorgt Coop die Verkaufsstellen nicht nur mit dem gesamten Produktsortiment wie frischen Lebensmitteln und Artikeln aller Art aus dem Non-Food-Bereich, sondern übernimmt auf dem Rückweg auch gleich die Entsorgung von Leergut und Abfall – wie etwa in den Supermärkten zurückgegebene PET-Flaschen. Diese Logistiklösung steigert die Effizienz des Gütertransports, vermeidet Leerfahrten und entlastet den Strassenverkehr. Damit werden zwischen der Verteilzentrale Schafisheim und der Stadtmitte Zürich zukünftig bis zu 8 100 Staustunden pro Jahr vermieden.
Coop engagiert sich für den Klimaschutz
Nachhaltigkeit ist seit über 50 Jahren ein fester Bestandteil in der Unternehmensstrategie von Coop. Der Umwelt- und Klimaschutz bildet dabei, neben nachhaltigen Sortimenten und gesellschaftlichem Engagement, einen der drei Schwerpunkte. Durch die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene ergreift Coop konkrete Massnahmen, um den ökologischen Fussabdruck zu verkleinern und bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Durch die Kombination des Gütertransports auf der Schiene und der Strasse hat Coop allein im letzten Jahr über 18 Millionen Strassenkilometer eingespart, was 450 Erdumrundungen entspricht.
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COOP ist sowas wie Rewe oder Spar in Österreich. Aber was ich nicht verstehe wiekommt der Container von Zuerich Frachtenbahnhof ohne LKW zum Geschaeft wo die Lebensmittel verkauft werden???
Die Feinverteilung ab dem Logistik-Hub in Zürich in die Geschäfte erfolgt per LKW.
Die hoffentlich klimaschonend und leise elektrisch betrieben werden.
Coop zeigt, wie es geht und tut es, während die Migros schwurbelt, wie grün sie sei und dabei immer noch ungehemmt unsere Strassen mit stinkenden, lärmenden, klimaschädlichen flutet. Mit Güterwagen mit automatischen Kupplungen, Stromversorgung für die Kühlaggregate der Container, digitalen Frachtbriefen und Hybridloks mit Akkupaketen für das Bedienen nicht elektrifizierter Anschlussgleise kann die Logistik von Coop noch grüner und effizienter werden.
Trotzdem kaufe ich noch lieber mit dem E-Bike direkt bei den Hofläden der Bauern ein.
Träumen sie weiter Herr Belser..
Ich träume nicht Herr Schmidig. Das Einkaufen mit dem E-Bike in den Hofläden der Bauern in der Umgebung und auf dem Samstagsmarkt in Solothurn ist für mich seit Jahren gelebter Alltag. Als Nebeneffekt verhilft es mir zu gesunder Bewegung an der frischen Luft. Ich sehe nicht ein, weshalb Lebensmittel nur zum Waschen und Verpacken kreuz und quer herumgekarrt werden müssen. Zudem sind Gemüse und Früchte direkt ab Hof frischer und damit länger haltbar. In diesem Einsatzbereich ist ein gutes E-Bike mit praktischen Einkäufskörben unübertreffbar effizient und schnell.
58000 Lkw Fahrten, das gibt täglich 158 Fahrten von Schaffisheim nach Zürich. Bisschen unrealistisch.
Die Zahl im Text geht von Hin- und Rückfahrten aus, was ca. 80 LKLW-Fahrten pro Tag ergibt.
Es ist sicher eine tolle Sache was Coop da macht. Dennnoch habe ich mich gefragt, ob Coop nicht viel flexibler wäre mit der Umstellung aller LKW auf elektro. Damit wäre sie ökologisch und flexibel zugleich. Die Bahn wird träge bleiben, so scheint mir.
Auch Elektro-LKWs bleiben im Stau stecken und vergrössern das Chaos auf der Strasse. Zudem ist die Schiene deutlich energieeffizienter als die Strasse. Damit konnte schon Ritter von Gerstner anfangs des 19. Jahrhunderts zu Recht und erfolgreich argumentieren als er sich um das k.k. Privileg (Konzession) für die Pferdeeisenbahn Budweis-Linz bemühte.
Coop beliefert seine Genfer Filialen schon seit Jahren so vom Verteilzentrum Aclans bei Lausanne aus und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Mit der automatischen Kupplung und der Digitalisierung des Güterverkehrs wird auch die Bahn beweglicher werden.