Winterthur: Grundstein für neuen Arbeits- und Wohnraum gelegt

Bis voraussichtlich Mitte 2028 baut die SBB in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Winterthur 66 Stadtwohnungen sowie Flächen für Büro, Gesundheit, Bildung und Detailhandel. Die bestehende Velostation wird zudem um 510 Plätze erweitert. Heute haben Vertreterinnen von Stadt und SBB gemeinsam den Grundstein gelegt.

Winterthur entwickelt sich rasant – nicht zuletzt dank des ausgebauten Bahnangebots. Damit steigt der Bedarf an Wohnraum, Arbeitsplätzen und moderner Infrastruktur. Das Projekt «Stellwerk 2» setzt hier an: 66 Wohnungen, die auf den steigenden Bedarf an kompakten, flexibel erweiterbaren Wohnformen zugeschnitten sind sowie rund 2’000 Quadratmeter für Büro, Gesundheit und Bildung. Im Zentrum steht für die SBB der effiziente Umgang mit ihren Flächen:

«Auf nicht mehr bahnbetriebsnotwendigen Arealen entstehen neue Wohn- und Geschäftsräume, ohne zusätzlich Land zu überbauen»

, erklärt Salomé Mall, Leiterin Development SBB Immobilien. 

In den Geschossen drei bis sechs des Neubaus wird gewohnt. Dort entstehen 16 Wohnungen mit jeweils einem oder zwei Zimmern, 24 Wohnungen mit zweieinhalb Zimmern und zehn Wohnungen mit dreieinhalb Zimmern. Die verfügbare Wohnfläche wird durch Gemeinschaftsräume ergänzt und lässt sich dank individuell zumietbarer Gästezimmer dynamisch erweitern. In den beiden unteren Stockwerken befinden sich flexibel nutzbare Büroflächen mit einer Gesamtfläche von rund 2’000 Quadratmetern. Das Erdgeschoss wird durch eine 700 Quadratmeter grosse Detailhandelsfläche belebt.  

Das Stellwerk als «Velohub» 

Im Untergeschoss entstehen 360 zusätzliche bahnhofsnahe Veloabstellplätze, Abstellflächen für Lastenvelos sowie Schliessfächer und Lademöglichkeiten für E-Bikes. Mit einem Durchbruch wird die neue Abstellhalle an die bestehende städtische Velostation unter dem Stellwerk 1 angebunden. Im Zuge der Arbeiten für Stellwerk 2 wurde jene unlängst räumlich optimiert, so dass den Velofahrenden bereits jetzt rund 150 zusätzliche Abstellplätze zur Verfügung stehen.

«Mit direktem Anschluss an die Veloquerung ist das Stellwerk ein eigentlicher ‘Velohub’ und trägt zur Verbesserung der Abstellsituation in der Velostadt Winterthur bei»

, sagt Christa Meier, Stadträtin und Vorsteherin des Departements Bau und Mobilität. 

Inbetriebnahme und Bezug voraussichtlich 2028 

Umgesetzt wird das Projekt von Esch Sintzel Architekten. Dieses ging als Gewinner aus einem Wettbewerb hervor, den die SBB in enger Abstimmung mit der Stadt Winterthur für das rund 2’000 Quadratmeter grosse Areal zwischen Stellwerk 1 und der Unterführung Wülflingerstrasse durchgeführt hat. Die Ausführung erfolgt durch die ARGE SERA und Proplanning. Die Bauarbeiten starteten im August 2025 und dauern voraussichtlich bis Mitte 2028. Inbetriebnahme und Bezug des Gebäudes erfolgen gestaffelt ab Anfang 2028. Der Zugang zum Gleis 1 wird während der Bauarbeiten stets gewährleistet sein. 

Ursprünglich war der Baubeginn für Anfang 2023 vorgesehen. Aufgrund der angespannten Marktsituation und der starken Schwankungen der Rohstoffpreise konnte die Vergabe jedoch nicht wie geplant im Herbst 2022 erfolgen. Deshalb mussten die Arbeiten neu ausgeschrieben und der Baubeginn verschoben werden.


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Text-QuelleSBB CFF FFS
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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