
Seit dem 4. Dezember 2025 verkehren Nachtzüge der neuen Generation auf der Strecke zwischen Zürich und Hamburg. Sie bringen den Reisenden mehr Komfort und dank den neuen Mini Cabins mehr Privatsphäre. Künftig sollen sie auch auf den Strecken von Zürich nach Wien und Amsterdam eingesetzt werden. Der erste neue Nightjet, der am Abend des 4. Dezembers 2025 nach Hamburg verkehrte, wurde auf den Namen «City of Zürich» getauft.
Seit dem 4. Dezember 2025 setzt die SBB gemeinsam mit den ÖBB auf der Nachtzuglinie Zürich HB –Hamburg-Altona auf allen Fahrten den Nightjet der neuen Generation ein. Die neuen Fahrzeuge bieten mehr Komfort, moderne Ausstattung und ein frisches Design. Voraussichtlich im Verlauf des Jahres 2026 werden sie schrittweise auch auf den Linien Zürich HB – Wien Hbf sowie Zürich HB – Amsterdam Centraal eingesetzt. Die neuen Züge leisten einen Beitrag zur Qualitätsverbesserung im Nachtzugverkehr.
Zu diesem Anlass tauften Véronique Stephan, Mitglied der Konzernleitung der SBB und Leiterin Markt Personenverkehr, Dr. Sabine Stock, Vorständin ÖBB Personenverkehr AG, und Andreas Hauri, Stadtrat und Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich, einen Nightjet der neuen Generation auf den Namen «City of Zürich».
Der frisch getaufte Zug verkehrte nach einer Abdrehfahrt am Abend als Nightjet 470 von Zürich HB nach Hamburg-Altona. Am Nachmittag stand der neue Zug in Zürich HB öffentlich zu Besichtigung bereit, es bestand grosses Interesse.
«Der Zug mit dem Namen ‹City of Zürich› trägt unsere Stadt hinaus nach ganz Europa – als Symbol für Offenheit, klimafreundliche Mobilität und internationale Vernetzung»
, sagte Stadtrat Andreas Hauri.
Mehr Komfort dank Mini Cabins und fix montierten Betten
Zum Nachtzug der neuen Generation, der auf dem ÖBB-Nachtzugnetz bereits im Einsatz ist, sagte Dr. Sabine Stock:
«Wir haben hier den modernsten Nachtzug Europas auf Schiene. Unsere Fahrgäste schätzen das moderne Design, den gesteigerten Komfort und die neuen Mini Cabins für mehr Privatsphäre.»
Fix montierte Betten mit einer Länge von 192 cm sorgen in den Schlaf- und Vierer-Liegewagen für ruhigen Schlaf. Im Schlafwagen comfort plus erwarten die Gäste ausserdem eine eigene Dusche und Toilette sowie eine gemütliche Sitzgelegenheit. Damit können Reisende in ihrem Abteil auch lesen oder arbeiten.
Die neuen modernen Mini Cabins bieten Alleinreisenden auf kleinem Raum (Bettlänge 191 cm) höchsten Komfort und Privatsphäre, inklusive verschiebbarem Frühstückstisch, Spiegel und persönlicher Leselampe. Für Reisende, die zu zweit unterwegs sind, lassen sich zwei Mini Cabins durch eine Schiebetüre im Kopfbereich verbinden.
Die Schlaf- und Liegewagenabteile sowie Mini Cabins verfügen über ein modernes Zutrittssystem via NFC-Karte, wie es aus Hotels bekannt ist, ein eigenes Bediendisplay und USB-Lademöglichkeiten. Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität steht ein barrierefreies Abteil mit Niederflureinstieg und modernem WC zur Verfügung. Ein neues Multifunktionsabteil schafft Platz für Fahrräder und Sportausrüstung. Dank induktivem Laden und besserem Mobilfunkempfang sowie WLAN wird die Nachtfahrt in allen Abteilen noch angenehmer. Die Fahrzeuge sind mit einem neuen Fahrgastinformationssystem und Videoüberwachung ausserhalb der Kabinen ausgestattet.
Klimafreundliches Reisen über Nacht wird attraktiver
Mit der Einführung der neuen Nightjet-Generation leistet die SBB gemeinsam mit den ÖBB einen wichtigen Beitrag, um das klimafreundliche Reisen über Nacht noch attraktiver zu machen.
Dazu sagt Véronique Stephan:
«Für die SBB ist es ein wichtiger Schritt, um das Angebot im internationalen Personenverkehr weiter zu stärken und die nachhaltige, grenzüberschreitende Mobilität noch attraktiver zu machen. Die neuen Nightjets stehen für eine spürbare Qualitätsverbesserung im Nachtzugverkehr.»
Billette sind auf der App SBB Mobile, auf sbb.ch und in den Reisezentren der SBB buchbar.
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Diese neue Nachtzugkomposition fährt fast ausschliesslisch im deutschspachigen Gebiet. Warum kann man nicht den Taufnamen „Stadt Zürich“ in der örtlichen Herkunftssprache wählen anstatt diese unsäglichen Anglizismen zu gebrauchen? Wer ist dafür verantwortlich? Schämen sich diese Leute eigentlich der eigenen Muttersprache Deutsch?!?
Ein Zug der Rhonestadt am Ausfluss des Genfersees würde mit Sicherheit von jenen Behördenmitgliedern mit „Ville de Genève“ getauft – und sicher nicht englisch angeschrieben!
Vorgabe der ÖBB, die Nightjet werden nach dem Muster „City of …“ getauft.
Ja, in Zeiten des «narzisstischen Bösewichts» (Zitat Peter Bichsel) Donald Trump, nervt diese unnötige «Hamburgerfresserisierung» unserer Deutschen Sprache besonders. Viel mehr als den meisten bewusst ist, lässt sich genau so treffend in korrektem Deutsch formulieren. So wird z.B. der «Joysick» zum «Lustküppel».
OK. Hier hat jemand scheinbar sehr wenige Probleme in seinem Leben. Ich sehe in der Sprache aber sehr viel Bereicherung. Im politischen Austausch (lustig dass Sie gerade Trump ansprechen) oder auch im technischen Kontext (hier: Die Eisenbahn) ist dies sehr wichtig. Lernen Sie doch einfach diese Sprache. Es wird Sie ökonomisch, technologisch und kulturell bereichern!
Die Schweiz hat 3 Nachbarländer mit einem funktionierenden Zugsystem. Wieso verkehren die Nachtzüge ausgerechnet in das eine Nachbarland mit einem nicht funktionierenden Zugsystem, 50% der Züge ausfallen/Verspätung haben?
Neues Rollmaterial ist super, aber die Infrastruktur ist halt einfach entscheidend. Bietet Nachtzüge nach Österreich, Italien, Frankreich usw… an, aber doch nicht auf Deutschland.