SBB und DB bauen Angebot Schweiz – Deutschland weiter aus

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 5. Dezember 2025 veröffentlicht.

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SBB Giruno RABe 501 035 Taufe Hamburg_Deutsche Bahn Volker Emersleben_5 12 25
Der SBB Giruno RABe 501 035 wurde am 5. Dezember 2025 auf den Namen «Freie und Hansestadt Hamburg» getauft. An der Taufzeremonie im Hamburger Bahnhof Altona nahmen DB-Vorstand Personenfernverkehr Dr. Michael Peterson [rechts], Véronique Stephan, Leiterin Division Markt Personenverkehr SBB [links] und Hamburgs Verkehrssenator Dr. Anjes Tjark [Mitte]s teil. / Quelle: Deutsche Bahn, Volker Emersleben

Ab dem Fahrplanwechsel profitieren Reisende von mehr Komfort und neuen Direktverbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland. So kommt auf den Verbindungen zwischen Basel und Hamburg neu der Giruno zum Einsatz und es verkehren erstmals Züge direkt zwischen Deutschland und Brig, wodurch das Wallis neue internationale Direktverbindungen erhält. Zwei Zugtaufen läuten den Angebotsausbau ein.

Internationale Reisen werden immer beliebter, allein zwischen der Schweiz und Deutschland ist die Anzahl grenzüberschreitender Reisenden in den letzten zehn Jahren um über 50 Prozent gestiegen. Die SBB und die DB haben das Angebot an grenzüberschreitenden Verbindungen entlang der Kundennachfrage kontinuierlich ausgebaut. Aktuell gibt es über 50 Direktverbindungen pro Richtung und Tag zwischen der Schweiz und Deutschland.

Mehr Komfort und neue Direktverbindungen für Kundinnen und Kunden

Mit dem Fahrplanwechsel profitieren Kundinnen und Kunden von mehr Komfort und neuen Direktverbindungen: So fährt auf der Strecke zwischen Basel und Hamburg neu der Giruno und es gibt mit dem ICE erstmals Direktverbindungen von Brig nach Berlin und von Köln / Dortmund sowie von Hamburg nach Brig. Touristinnen und Touristen mit Gepäck schätzen solche direkten Verbindungen, deutsche Skifans gelangen dadurch ohne Umstieg in den Bergkanton Wallis.

Pünktlich zum neuen Einsatz der Giruno-Züge zwischen der Schweiz und Hamburg erhält die SBB im Dezember 2025 den 41. und letzten bestellten Giruno, womit die Flotte vollständig ist.

Der Giruno von Stadler: Höchstleistungen dank Schweizer Ingenieurskunst

Zugtaufen in Hamburg und Brig

Den Start der neuen Angebotsphase läuten zwei Zugtaufen der DB und der SBB ein. Am 5. Dezember 2025 wurde in Hamburg der SBB Giruno RABe 501 035 auf den Namen «Freie und Hansestadt Hamburg» getauft. 

Véronique Stephan, Mitglied der Konzernleitung und Leiterin der Division Markt Personenverkehr der SBB, betonte die Bedeutung der Partnerschaft mit der DB:

«Die geplante Vertragsverlängerung stärkt die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Deutschland – und ist ein deutliches Signal für eine klimafreundliche Mobilität und langfristige Partnerschaft. Die SBB setzt im internationalen Personenverkehr weiterhin auf starke Partnerschaften zugunsten ihrer Kundinnnen und Kunden.»

«Mit über fünf Millionen Reisenden jährlich auf der Schiene ist die Schweiz ein sehr wichtiger Markt für uns – Basis hierfür: die gute und vertrauensvolle Kooperation von DB und SBB. Der Einsatz der neuen Giruno-Züge ist ein weiteres starkes Zeichen für diese Zusammenarbeit und macht Bahnreisen zwischen den beiden Nachbarländern für unsere gemeinsamen Fahrgäste noch attraktiver»

, strich auch Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, die Vorteile der bewährten Kooperation hervor.

«Für Hamburg ist der Einsatz des Giruno ein echter Gewinn: Unsere Stadt wird über die Schiene noch besser erreichbar – und Hamburgerinnen und Hamburger haben künftig mehr Möglichkeiten, bequem in die Schweiz zu reisen. Ob für eine Geschäftsreise oder einen Urlaub: Das moderne Angebot macht Reisen einfacher, angenehmer und klimafreundlicher. Damit stärken wir Hamburgs Rolle als attraktive, gut vernetzte Mobilitätsstadt»

, erklärt Dr. Anjes Tjarks, Hamburgs Senator für Verkehr.

Am 14. Dezember 2025 wurde in Brig ausserdem der DB ICE 4-Triebzug 9499 auf den Namen «Matterhorn» getauft [mehr dazu weiter unten in diesem Beitrag]. Diese symbolischen Anlässe zeigen, wie beide Bahnen gemeinsam die internationale Mobilität weiterentwickeln.

Abschied von den lokbespannten EuroCity-Zügen zwischen der Schweiz und Deutschland:

Neue Direktverbindungen zwischen dem Wallis und Deutschland
Die SBB und die Deutsche Bahn haben neue Direktverbindungen vom Wallis nach Deutschland und umgekehrt eingeführt. Als Symbol für die Verbindung wurde im Rahmen einer Feier am Sonntag in Brig und im Beisein von Medien, Politik und regionalen Vertreterinnen und Vertreter den DB ICE 4-Triebzug 9499 auf den Namen «Matterhorn» getauft.

Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember hat die SBB in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn neue Direktverbindungen vom Wallis nach Deutschland und umgekehrt eingeführt. Künftig können Reisende von Brig aus direkt und komfortabel, ohne umzusteigen, nach Mannheim, Frankfurt und Berlin fahren. Umgekehrt erreichen deutsche Gäste das Wallis direkt aus Städten wie Frankfurt, Dortmund, Köln, Bremen Berlin und Hamburg.

Taufe des ICE «Matterhorn» als Symbol

Als Symbol für die Verbindung zweier Länder hat die SBB gemeinsam mit der Deutschen Bahn am 14. Dezember in Brig den DB ICE 4-Triebzug 9499 getauft. Dazu Philipp Mäder, Leiter Internationaler Personenverkehr bei der SBB: «Mit der Taufe des ICE «Matterhorn» setzen wir ein Zeichen unserer guten Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Die neuen Direktverbindungen machen das Wallis noch besser mit der Bahn erreichbar und verbinden Menschen, Regionen und Wirtschaftsräume ökologisch und komfortabel.» Thomas Kemper, Leiter Marktkommunikation der DB Fernverkehr AG ergänzt: «Auch für den Tourismus bedeutet dies einen wichtigen Impuls: Reisende aus Deutschland erreichen das Wallis einfacher und direkter denn je.» Die Feier fand im Beisein von Medien, Politik und regionalen Vertreterinnen und Vertretern statt, darunter Staatsrat Franz Ruppen und der Briger Stadtpräsident Mathias Bellwald.

Bei der Fahrt als IC6 963 (Basel SBB – Brig) musste der Zug wegen einem technischen Problem über die Lötschberg-Bergstrecke umgeleitet werden, die Rückfahrt als ICE 276 (Brig – Berlin Hbf) erfolgte dann planmässig durch den Lötschberg-Basistunnel.

Verlängerung Zusammenarbeit SBB und DB geplant

Die Zugtaufe steht auch in Zusammenhang mit der geplanten Verlängerung der Zusammenarbeit zwischen SBB und DB um weitere zehn Jahre. Damit bekräftigen beide Unternehmen ihr langfristiges Engagement für ein starkes grenzüberschreitendes Bahnangebot.

Die Kooperationsverlängerung bedeutet gleichzeitig auch, dass die SBB und die DB gemeinsam an der Verbesserung der Qualität und Pünktlichkeit der grenzüberschreitenden Verbindungen arbeiten.

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8 Kommentare

    • Richtig.
      Mit den Deutschen bringen Kooperationen im Bahnwesen höchstens Ärger. Der Zug nach Brig wird nie oder nur selten pünktlich fahren. Bei Medienauftritten mit Champagner-Zugtaufen sind sie gern dabei, kostet sie ja nichts. Aber das eigene Bahnchaos in den Griff bekommen?
      Error.

  1. Warum erhalten die Girunos, welche auf Bundesländer oder Regionen getauft wurden, keine Wappen? Ist es ein rechtliches Problem?

    • Richtig.
      Diejenigen Giruni (romanisch/italienischer Name!), welche die Namen der ital. Regionen Lombardia, Veneto, Emilia-Romagna oder Liguria bzw. Stadtnamen wie Milano, Bologna, Genoa oder Venezia tragen, haben auch keine Wappen. In der CH sind nur helvetische Wappen erlaubt.
      PS:
      Die Giruni fahren viel häufiger in I als in D. Sie wurden ja auch primär für den Italien-Verkehr via GBT beschafft

  2. Man sollte die Deutschen Züge einfach in Basel SBB gemäss Fahrplan 30min Wartezeit einplanen oder eine Stunde und schon sind die Züge wieder pünktlich. Habt ihr euch das schon überlegt SBB, den ich fahre kein Zug mehr mit dem Wissen das eh in Basel SBB umsteigen da kann ich auch mit Flixbus fahren der fährt wenigst trotz Verspätung bis zum Gebuchten Endbahnhof oder Station.

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