SBB Nachtzug nach Skandinavien kann nicht verkehren

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 9. Dezember 2025 veröffentlicht.

20
SBB-Nachtzug Basel Malmoe_RDC Deutschland_11 25
Visualisierung des Nachtzuges EuroNight 472/473 Basel – Kopenhagen – Malmö von SBB und RDC. / Quelle: RDC Deutschland

Das Parlament hat die Fördermittel für den Nachtzug von Basel nach Kopenhagen und Malmö nicht freigegeben. Wie angekündigt geht dieser damit nicht in Betrieb. Den Kundinnen und Kunden, die bereits gebucht haben, wird der Billettpreis rückerstattet.

Nachtzüge sind bei Kundinnen und Kunden beliebt. Sie sind jedoch aufgrund hoher Kosten durch Rollmaterial, Trassengebühren und Personal nicht rentabel. Eine finanzielle Unterstützung durch den Bund wäre für den Betrieb einer neuen Nachtzugverbindung von Basel nach Kopenhagen und Malmö daher zwingend notwendig gewesen.

Das Parlament hat nun die beantragten Fördermittel definitiv nicht freigegeben. Die SBB nimmt diesen Entscheid zur Kenntnis. Damit kann der neue Nachtzug, der ab April 2026 vorgesehen war, nicht in Betrieb gehen. Ein wirtschaftlich tragbarer Betrieb der geplanten Linie ohne Fördermassnahmen ist nicht möglich.

Kundinnen und Kunden wird der Billettpreis erstattet

Um Kundinnen und Kunden frühzeitige Buchungen zu ermöglichen wurde der Billettverkauf Anfang November gestartet. Die Nachfrage war vorhanden. Ebenso war die SBB auf Kurs für den geplanten Betriebsstart im April 2026. Wenn Kundinnen und Kunden enttäuscht sind, dass das Angebot nun nicht realisiert werden kann, versteht das die SBB. Der politische Entscheid ist jedoch zu respektieren. Alle Reisenden, die ein Billett für den Nachtzug gekauft hatten, erhalten den Billettpreis zurückerstattet. Die SBB informiert die Kundinnen und Kunden in den nächsten Tagen.


Links


Newsletter abonnieren

Abonnieren Sie die Bahnonline.ch-Newsletter und erhalten Sie die neuesten Beiträge direkt per E-Mail. Hier können Sie sich anmelden.

20 Kommentare

      • Absolut richtig! Aber diese problemlos nachzulesenden Fakten übersteigen offensichtlich das Denkvermögen der rechtsbürgerlichen Mehrheit von Parlament und Bundesrat.

      • Nein, das wusste ich nicht. Ist aber auch richtig. Die Luftfahrt ist deutlich wichtiger und effizienter als ein paar sinnlose Nachtzüge.

    • Weshalb verschwendet? Das einfach ohne nachvollziehbare Begründung zu behauten, ist billigigst Polemik auf unterstem Stammtischniveau!

      Dieser Entscheid zeigt einmal mehr, wie dumm, engstirnig und klimafeindlich die rechtsbürgerliche Mehrheit von Parlament und Bundesrat politisiert. Das Einzigste wo zu diese rechtsbürgerliche Politik wirklich taugt, ist um nach dem Verzehr einer grossen Portion Hülsenfrüchte herzhaft darauf zu sch…en!

      • Alter Belser-Sozi, hör auf mit parteipolitischer Polemik hier!
        Ich bin nicht bereit, als CH-Steuerzahler einen zu 99% im Ausland fahrenden Nachtzug in eine mediokre Destination zu subventionieren. Die Hauptprofiteure D, DK und S hätten nämlich keinen Rappen beigetragen.
        Der Entscheid der Bundesversammlung (NR+SR) ist darum nichts als vernünftig.
        Wir müssen uns darum kümmern, dass die RPV-Subventionen des Bundes nicht gekürzt werden – und Sie schwadronieren von ausländischen (Velo-) Nachtzügen, nur weil sie gerade ‚Mode‘ sind.
        Wer hier den beschränkteren Horizont hat, lässt sich leicht beantworten:
        Im Verschwenden von Geld anderer waren die rot-grünen Träumer schon immer gut, sonst aber unfähige Chaoten. Und Sie haben den ‚Schuss‘ noch immer nicht gehört.
        Alter schützt eben vor Tor- und Sturheit nicht.
        Die Linke ‚hat fertig‘!
        Wo ist denn die ‚heilige‘ EU mit ihrem ‚Green Deal‘?
        Es nicht unsere Aufgabe, die Nachtzüge in halb Europa zu finanzieren.
        Zu TEE-Zeiten (ohne EU!) beteiligten sich die Partner entsprechend ihren Kilometer-Anteilen.
        DAS wäre fair.
        Aber dann müssten ja die unfähigen und unwilligen Deutschen, die von Nachtzügen nichts wissen wollen, 80% der ungedeckten Kosten des Malmö-Zugs zahlen…. oh Schreck!😂🤮
        Genau deshalb wird übrigens auch der Nachzug Paris-Berlin nach nur 2 Jahren wieder eingestellt.

        • Die Nachtzüge würden ja nicht aus Steuergelder unterstützt sondern mit den zweckgebundenen CO2-Ausstoss-Kompensationsgeldern, welche die Flugpassagiere bezahlen. Das müsste eigentlich auch einem des Lesens halbwegs kundigen SVP-Stammtischpolterer bekannt sein.

          PS: Auch Sie Herr Bauer haben Ihre AHV der jahrzehntelangen politischen Arbeit der «bösen, linken» Sozialdemokraten zu verdanken und nicht Ihrer SVP. Diese wollte uns, dem «Volch» der Normalverdienenden/RentnerInnen, sogar die dringend benötigte 13. AHV-Rente verweigern. Das ist Fakt!

          • Dringend benötigte 13. AHV-Rente? Im Schnitt sind Rentner besser gestellt als die jüngere Generation. Es darf nicht mehr vorkommen, dass Ausgaben beschlossen werden OHNE dazugehörige Finanzierung. Wer es noch nicht gemerkt hat, dem sei es hier gesagt: Die Zeiten werden härter, für Wünschbares reichen die Mittel nicht und die Politik tut gut daran – ENDLICH Prioritäten zu setzen – wie diesen hochsubventionierten Nachtzug nicht zu bewilligen, womit nur ein klitzekleiner Anfang gemacht ist. In Deutschland wird rund ein Drittel des Staatshaushalts 2026 mit Neuschulden finanziert! Wenn es noch für sinnvolle Investitionen ausgegeben würde, aber die sogenannt „soziale Wohlfahrt“ ist bei weitem heute der grösste (Giesskannen-)Budgetposten. Frankreich zahlt mittlerweile höhere Anleihenzinsen als Griechenland! In der Schweiz haben wir noch (!!!) einigermassen gute Finanzen, aber der finanzpolitische Schlendrian ist auch hier noch nicht ausgerottet. Die USA haben heute ein Budgetdefizit so hoch wie am Ende des Zweiten Weltkriegs! Die Mehrheit der Bevölkerung ist sich überhaupt nicht bewusst, was sich da mittelfristig an den Finanzmärkten zusammenbraut: Am 07.04.2025 fing der Rentenmarkt an zu kippen, die Anleihenkäufer senkten den Daumen und der amerikanische Präsident musste ganz schnell durch Aussetzung der Zölle einlenken. Da verlieren dann Subventionen für Nachtzüge rasch die Aufmerksamkeit …

          • Erstens: Diese wie Sie es so schön nennen „CO2-Ausstoss-Kompensationsgelder“ sind am Ende des Tages einfach auch nur Steuern. Und ja: Diese Steuern machen das Fliegen teuerer (was ja obviously auch irgendwie der Sinn dahinter ist). Das verstehe sogar ich als konservativer Jugendlicher. Deshalb gehört diese Marktverzerrung abgeschafft.

            Ach ja: Noch was zur Rente: Es wäre besser die AHV freiwillig zu machen, oder sie gleich von staatlicher Seite am Kapitalmarkt anzuhängen.

          • Mit wem reden Sie überhaupt?!
            Mein Name ist BAUR (mündlich: BUR, fr. BOR) ohne Teutonen-‚e‘!
            Die AHV war vor bald 80 Jahren Konsens ALLER (auch der BGB/SVP). Ebenso später die IV.
            Die Mehrheit der SVP-Basis hat der 13. Rente zum Durchbruch verholfen in der Abstimmung, nicht das Drittel der Linken!
            Und -> falsche Adresse:
            Wenden Sie sich bitte zuerst an die Freisinnigen, die auch ihre Mutter verkaufen würden….
            DAS sind die Fakten, Roter Belser!
            Aber die AHV/IV und die anderen Sozialinstitutionen wurden für die hart arbeitenden CH-Bürger/-innen geschaffen, nicht für Millionen von Immigranten aus aller Welt.
            DAS überfordert und zerstört die CH und die Sozialwerke!
            Linke wie Sie zerstören und verraten alles und alle.
            IHR Linken sind die Totengräber der Sozialwerke, nicht diejenigen, die stolz sind, Schweizer/-in zu sein.
            Sie sind ein alter Sozi-Löli, an dem Zeit vorbei gegangen ist. Ein alter griesgrämiger ‚Motzer‘ wie der alte SP-Hubacher…
            Die Linken hatten noch nie eine Mehrheit in der CH, das heisst nicht Ihr allein in Eurer prätentiösen Arroganz habt die AHV etc. zustande gebracht!
            NEIN zur EU, NEIN zu CH-finanzierten Nachtzügen im Ausland (ausser in Kooperation mit Lasten- und Kilometerausgleich).
            PS:
            Wer interessiert schon Nordeuropa? Mich und viele andere nicht, als Schweizer interessieren mich Süd- und Westeuropa zuerst.
            Weil Sie aber offenbar nur deutsch beherrschen, ist das natürlich nichts für Sie. Bilden Sie sich weiter, lernen Sie Sprachen. Wäre als Pensionierter gescheiter als hier parteipolitische Kampagnen zu führen, die sowieso hier nicht Thema sind.

          • Und woher kommt wohl der Inhalt des Co2-Kompensationstopfs?
            Vom Heiligen Geist oder wie?
            Es gibt nicht nur die direkten Steuern, sondern auch unzählige indirekte Steuern (Gebühren, Abgaben).
            Das Co2-Geld wäre durch Taxation anderer Bereiche hereingekommen. Irgendwo her muss es ja kommen.
            Soviel zur Rechtslage.
            PS:
            Auch ich bin für eine Besteuerung des Kerosens und des indirekt hochsubventionierten Flugbetriebs. Wenn die privaten Flughesellschaften alle direkten und indirekten Kosten selber tragen müssten, würden a) 80 % aller Gesellschaften sofort eingehen, und b) wäre dann Schluss mit Mallorca oder Schweden oder London für CHF 50.-.
            Dann wäre der Nachtzug wieder konkurrenzfähig.
            Wenn jedes Flugbillett für europ. Destinationen mind. CHF 1000.- kosten würde, hätten wir auch kein grosses Fluglärmproblem mehr (und massiv weniger Co2).

        • Auf dee Website nachtexpess.de ist ausdrücklich von einer Anschubfinanzierung die Rede. Offenbar rechnete der eigentliche Betreiber RDC damit, dass der Zug nach einer Startphase selbsttragend läuft. Das wurde in der Schweiz nie so kommuniziert. Natürlich hatte die SBB kein Interesse daran, dass dies bekannt wird. Es wäre ja ein Eingeständnis gewesen, dass Private Nachtzüge eigenwirtschaftlich betreiben können, während man selbst dazu unfähig ist.

          European Sleeper betreibt den Nachtzug Paris-Berlin ab April 26 weiter. Auf eigene Rechnung und unternehmerisches Risiko notabene. Der bürokratische Wasserkopf der Staatsbahnen ist einfach zu teuer.

          • Deutsche Lügenpropaganda🤮
            Ein Nachtzug kann NIE eigenwirtschaftlich betrieben werden, nur schon wegen der teuren Trassengebühren an die (nationalen!) Infrastrukturgesellschaften.
            Und Ihre Komplotttheorien sind lächerlich….😂😂😂😅😅😅😅
            RDC sprach von ‚Anschubfinanzierung‘, ja, und Sie glauben diesen Mist?!
            Daraus wäre zwingend eine permanente CH-Subvention geworden, auf welche es die parasitären und unfähigen Deutschen abgesehen hatten, aber natürlich nicht offen kommunizierten, um den CH-Budgetentscheid nicht zu ‚gefährden‘. Nun, Spiel analysiert, und der Schuss ist für die schwach kapitalisierte RDC trotzdem hinten hinaus gegangen.
            Heureusement!🙋🏻‍♂️👋

          • ‚European Sleeper‘ wird in 1 Jahr Konkurs sein. Privat funktioniert nicht, Ihr neoliberalen Privatisierungsfanatiker!
            Das System Eisenbahn ist ein unteilbares Gesamtsystem Rad/Schiene.
            Und die Infrastrukturen d.h. die ‚Schiene‘ sind überall in Europa Eigentum
            der Nationen. Daran kann auch der Saftladen ‚EU‘ nichts ändern.
            Private Züge zu führen ist deshalb sinnlos.
            Die Kosten für die Schienenbenützung, Unterhalt etc. sind exorbitant und erst noch national unterschiedlich.
            Jeder Privatversuch im ‚open access‘ ist deshalb gescheitert. Das Einzige was funktioniert, ist eine Kooperation der Staatsbahnen. So war es früher in den goldigen TEE- und TEN-Zeiten.
            Weshalb wird wohl zurzeit in Britannien (schon die Tories, noch konsequenter jetzt Labour)
            das ganze Bahnwesen wieder verstaatlicht?! Eben.
            Weil der Privatbahn-Mist mit den Preiskämpfen, separaten Tarifsystemen, Profitstreben zu Gunsten (auch ausländischer) ‚Investoren‘ (sprich: Kapitalisten) auf Kosten der Qualität und der Bahnkunden ging.
            Nur die EU-Bürokratur hat es noch nicht begriffen. Aber genau die Linken finden die ja gut…
            Wer das Paradoxon sieht, hat es verstanden.

      • Schon traurig, wenn man als (mutmasslich) Erwachsener noch so derbe Gossensprache verwenden muss, um sich argumentativ auszudrücken…

        Zudem gibt es gute Gründe die Nachtzüge nicht zu subventionieren. Sie sind einfach nicht wettbewerbsfähig. Früher funktionierten sie vielleicht. Let it go.

  1. Also ich wäre auch nie bereit jeden Fahrgast egal woher und wohin in diesem Zug mit
    ÜBER
    100 Franken zu subventionieren. Das hätte es nähmlich bedeutet, genau 102.40Franken pro Gast bei schöngerechneter 90% Auslastung.

  2. Früher waren Nachtzüge top. Hab die in meiner Jugend sehr viel genutzt. Heute fahren eh alle lieber 12 h mit dem Auto. Da macht das Angebot einfach keinen Sinn. Vielleicht könnte der Bund das Geld in D Autobahnen Investieren?

  3. Der Nachtzug Basel-Malmö wäre kein SBB- Produkt gewesen wäre. Die Bezeichnung SBB Nachtzug war schlicht eine False Flag Bezeichnung. Der Zug wäre von RDC Deutschland mit eigenem Rollmaterial und Personal betrieben worden. In der Schweiz wurde (bewusst?) verschwiegen oder verschleiert, dass es sich um einen von einem Privaten Bahnunternehmen betriebenen Zug handelte.
    Auf der Website nachtexpress.de wurde der Zug immer als Produkt von RDC Deutschland in Kooperation mit der SBB ausgewiesen. Aktuell ist dort noch diese Meldung zum Thema aufgeschaltet:
    https://www.nachtexpress.de/
    RDC betreibt auch den Nachtzug Berlin -Stockholm, der bislang in Kooperation mit der SJ betrieben wurde auf eigene Rechnung weiter, nachdem Schweden die Subvention gestrichen hat.

      • Und teutonischem Personal, das weder CH-tütsch noch français und italiano gekonnt hätte. Deutsches oder osteuropäisches Billig-Personal.
        Weiss der Gugger, warum die Linken derartige moderne Sklavenhalterei gutgeheissen hätten….
        Es wäre ein deutscher (!) Zug gewesen, SBB CFF FFS-Signete ändern daran gar nichts. Wie zu Recht schon gesagt wurde, eine ‚false flag‘-Operation. Und der Zug wäre zu 90 % von Deutschen benützt worden mit fremdem Geld…
        En Bschiss wi d’Swiss (.DE).
        Sollen doch die deutschen EU-Hegemonen Nachtzüge auf solchen Routen betreiben… aber nein, diese sind zu geizig und zu pleite.

Kommentar schreiben

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die mobile Version verlassen