Grünes Licht für Grossprojekt Mehrspur Zürich–Winterthur

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Uebersichtskarte Projekt MehrSpur Zuerich Winterthur_SBB CFF FFS
Übersichtskarte Projekt MehrSpur Zürich–Winterthur. / Quelle: SBB CFF FFS

Wichtiger Meilenstein für das grösste Ausbauprojekt der SBB: Das Bundesverwaltungsgericht hat die hängigen Beschwerdeverfahren gegen die Plangenehmigung für das Bauprojekt Mehrspur Zürich–Winterthur abgeschrieben. Damit kann die SBB das definitive Bauprogramm festlegen. Das Projekt bringt den Reisenden häufigere Verbindungen im Fern- und Regionalverkehr.

MehrSpur Zürich–Winterthur.

Die Strecke zwischen Zürich und Winterthur ist eine der meistbefahrenen in der Schweiz – und ein Engpass im Bahnverkehr. Mit dem Projekt Mehrspur Zürich–Winterthur baut die SBB im Auftrag des Bundes die Strecke auf vier Spuren aus. Geplant sind eine neue Doppelspur durch den Brüttenertunnel, der Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss sowie weitere bauliche Massnahmen an der Bahninfrastruktur zwischen Zürich und Winterthur.

Mehrspur bringt mehr Kapazität für Fernverkehr und S-Bahnen

Zukünftig können zwischen Zürich und Winterthur mehr Fernverkehrszüge fahren. Ebenso ist das Projekt das erste Schlüsselelement für den Ausbau des Angebots bei der Zürcher S-Bahn. Zusammen mit dem Ausbau des Bahnhofs Zürich Stadelhofen und weiteren Massnahmen kann der dringend erforderliche Kapazitätsausbau bei der Zürcher S-Bahn erfolgen. Ziel ist ein Viertelstundentakt als neuer Grundtakt im Kernnetz.

Das Grossprojekt war im Sommer 2023 öffentlich aufgelegt worden. Das Bewilligungsverfahren ist nun einen entscheidenden Schritt weiter: Das Bundesverwaltungsgericht hat die hängigen Beschwerdeverfahren gegen die Plangenehmigung für das Bauprojekt Mehrspur Zürich–Winterthur abgeschrieben. Das bedeutet grünes Licht für das grösste Ausbauprojekt der SBB.

Erste Vorarbeiten starten Anfang 2026

Die SBB wird nun das definitive Bauprogramm festlegen und die Anwohnenden informieren, die von den Bauarbeiten betroffen sind. Die Bauzeit dauert insgesamt rund zehn Jahre. Die ersten Vorarbeiten zum Einrichten der Baustellen werden Anfang 2026 starten. Es handelt sich um Arbeiten an Boden und Gehölz sowie der Bahntechnik.

Die Kosten für die geplanten Ausbauten zwischen Zürich–Winterthur betragen rund 3,3 Milliarden Franken (Kostengenauigkeit +/- 10 Prozent). Finanziert wird das Projekt aus dem Bahninfrastrukturfond des Bundes, in den unter anderem Bund und Kantone einzahlen. Die Inbetriebnahme des Angebots ist ab Mitte der 2030er-Jahre möglich.


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