Zusammen mit der laufenden Batterietrolleybus-Beschaffung folgt ein wichtiger Schritt für die Elektrifizierung des gesamten Ortsverkehrs in Biel: der Ausbau des Trolleybus-Fahrleitungsnetzes. Das Bundesamt für Verkehr hat die erforderliche Baubewilligung im Bözingenfeld erteilt. Die Bauarbeiten beginnen im Februar 2026 und dauern rund ein Jahr. Für die Kundinnen und Kunden gibt es keine Einschränkungen.
Knapp ein Jahr nach Einreichung der erforderlichen Genehmigungsunterlagen hat das zuständige Bundesamt für Verkehr die Genehmigung für den geplanten Ausbau des Trolleybus-Fahrleitungsnetzes erteilt. Dank der Beschaffung von Batterie-Trolleybussen – der Vertrag wurde Ende 2024 mit der Firma Hess unterschrieben – sind nur an drei Stellen kurze Erweiterungen des bestehenden Fahrleitungsnetzes und geringe Investitionen notwendig, um den gesamten Ortsverkehr in Biel zu elektrifizieren. Die neuste Generation der bestellten Trolleybusse sind mit der sogenannten Dynamic-Charging-Technologie ausgerüstet: Diese ermöglicht das Aufladen der Batterie während der Fahrt der Oberleitung und stellt somit sicher, dass genügend Energie für die Fahrstrecken ohne Fahrleitung zu Verfügung steht.
Elektrifizierung des gesamten Ortsnetzes mit nur 12% Neuausbau der Fahrleitung
Das Oberleitungsnetz wird mit dem geplanten Ausbau um rund 2.3 km erweitert, dies sind nur 12% mehr gegenüber dem aktuellen Netz. Ab dem Zollhaus an der Solothurnstrasse via Roger-Federer-Allee bis zur Tissot Arena entsteht der erste neue Fahrleitungsabschnitt. Der zweite Abschnitt führt ab Tissot Arena durch die Busunterführung der A16 entlang der Zürichstrasse bis zum Centre Boujean, wo im Kreisverkehr eine Wendeschlaufe installiert wird. Für die beiden Abschnitte werden insgesamt 94 neue Fahrleitungsmasten errichtet. Der dritte Abschnitt entlang der Solothurnstrasse wird vom Knoten Solothurnstrasse/Länggasse bis zum Zollhaus eine zweite Fahrleitung installiert, so dass auch hier der Busverkehr künftig in beide Richtungen verkehren kann.
Mehr Stabilität gesichert durch nur neue Gleichrichterstation
Um ausreichend Stromkapazität und genügend Stabilität für das Fahrleitungsnetz zu gewährleisten, benötigen die VB eine neue zusätzliche Gleichrichterstation zu den heute 6 Stück verteilt in der Stadt. Die neue Gleichrichterstation entsteht bei der Busunterführung der A16, entlang der Autobahn.
Ein Jahr Bauzeit – Inbetriebnahme Ende 2027
Die Bauarbeiten starten im Februar 2026. Die Fahrgäste können während dieser Zeit wie gewohnt ihre Verbindungen nutzen – es wird keine Einschränkungen im Busbetrieb geben. Denn die Arbeiten erfolgen auf extra dafür eingerichteten Installationsplätzen westlich und östlich der Autobahn A16. Die Bauarbeiten zur Installation von Masten, Gleichrichter und Fahrleitung dauern rund ein Jahr. Abschliessend werden ausführliche Inbetriebnahmen in Kombination mit den neuen und bestehenden Fahrzeugen stattfinden, um pünktlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 einen zuverlässigen Betrieb gewährleisten zu können.
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