Im Rahmen der Planungsarbeiten für die Erschliessungswerke des Entwicklungsschwerpunkts (ESP) Seewen hat die Gemeinde Schwyz einen Projektwettbewerb für die Überdachung des neuen Bushofs am Bahnhof Schwyz in Seewen durchgeführt. Die Jury-Ergebnisse sowie das gewählte Siegerprojekt «Ferdi» liegen nun vor.
Der Bahnhof Schwyz mit dem Bushof, der sich im Ortsteil Seewen befindet, stellt die Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs in der Gemeinde Schwyz dar. Durch diese Funktion sowie aufgrund der prominenten Lage am Ortseingang und im Zentrum von Seewen kommt dem Bereich um den Bahnhof eine wesentliche Bedeutung für den Auftritt des Kantonshauptorts Schwyz zu. In diesem Raum spielt für die öffentliche Wahrnehmung die Überdachung des neuen Bushofs eine zentrale Rolle. Um die bestmögliche Lösung dafür zu finden, hat die Gemeinde einen offenen Architekturwettbewerb durchgeführt, bei dem verschiedene Architektur- und Planerbüros ihre Vorschläge für das Bauprojekt der Überdachung einreichen konnten.
Rangierung der Projekte
Nach Ablauf der Eingabefrist hatten sich 28 Planungsteams mit ihren Projektvorschlägen für die Teilnahme am Projektwettbewerb entschieden. Damit die Einhaltung der klar festgelegten inhaltlichen Kriterien und Anforderungen sichergestellt werden konnte, fand eine Vorprüfung der eingereichten Projekte statt. Die Ergebnisse daraus wurden der Jury vorgelegt; alle Eingaben wurden zur Beurteilung zugelassen.
Das erstrangierte Projekt «Ferdi» von STUCKI TREBO GmbH, Zürich, und dem Strukturatelier wozniak+, Zürich, wird von der Jury zur Weiterbearbeitung empfohlen. Das Projekt überzeugt durch seine städtebauliche Setzung. «Ferdi» setzt ein prägnantes und gleichzeitig zurückhaltendes Bushofdach an das Bahnhofsensemble Schwyz.
Ferdi
Insgesamt präsentiert sich «Ferdi» als ein präzise gestaltetes, städtebaulich überzeugendes und atmosphärisch reiches Projekt, das durch Klarheit, Materialqualität und eine hohe räumliche Atmosphäre besticht. Das grosszügig dimensionierte, klar gesetzte Dach vermag einen Ort zu schaffen, der über eine reine Verkehrsinfrastruktur hinausgeht – einen Ort, an dem das Warten zur Qualität wird. Die gewählte Konstruktion einer Holzrasterdecke in Kombination mit einem durchscheinenden Dach schafft an diesem dicht beanspruchten Ort eine angenehm warme Belichtungsqualität, die auch auf die nähere Umgebung eine positive Ausstrahlung entfalten kann. Durch die Weiterführung des Dachs hin zum Veloturm am südlichen Ende Bahnhofs entsteht ein weiterer gedeckter öffentlicher Raum. Dort findet künftig der Übergang zum Schuler-Areal und zum Zeughausareal statt, was für das gesamte Entwicklungsgebiet einen weiteren Mehrwert darstellt.
Öffentliche Ausstellung
Am Samstag, 7. Februar 2026, von 10 bis 14 Uhr, findet im Zeughausareal in Seewen eine öffentliche Vernissage der eingereichten Projekte für die Bevölkerung statt.
Fahrplan zum Bushof in Seewen
Die Volksabstimmung über den Baukredit für die Erschliessungswerke des Entwicklungsschwerpunkts (ESP) Seewen ist für den 8. März 2026 vorgesehen. Die Ausführungsplanung ist für die Jahre 2026 und 2027 geplant, damit 2028 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.
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