Ein ehemaliger Mitarbeiter soll sich während Jahren unrechtmässig und massiv bereichert haben. Dass ein so gravierender Fall lange unentdeckt blieb, ist für die SBB stossend. Die SBB hat den Mann 2024 fristlos entlassen, das Strafverfahren läuft noch. Verstösse gegen den Verhaltenskodex werden nicht toleriert. Das Ziel der SBB: Künftig sollen solch schwerwiegenden Fälle nicht mehr vorkommen.

Die SBB hat nach Vorliegen des ersten Verdachts unverzüglich interne Untersuchungen zu den Vorfällen eingeleitet und Strafanzeige eingereicht. Der Mitarbeiter wurde nach Bekanntwerden der mutmasslichen Compliance-Verstösse im Jahr 2024 umgehend fristlos entlassen. Denn die SBB toleriert keine Verstösse gegen ihren Verhaltenskodex, gesetzliche Bestimmungen oder andere Regelungen. Verstösse werden konsequent verfolgt.

Dass ein derart gravierender Fall während Jahren unentdeckt blieb, ist auch für die SBB äusserst stossend. Die SBB prüft, wie üblich bei Verstössen, mögliche Schwachstellen und leitet Verbesserungsmassnahmen ein. Ziel ist es, einen solchen Fall künftig möglichst zu verhindern. 

Die SBB hat in den vergangenen Jahren im Bereich Compliance viel unternommen. Die Weisung zur Antikorruption wurde mehrfach verschärft. Der Verhaltenskodex gilt für alle, auch Interessenbindungen müssen erfasst werden, um bei allfälligen Interessenkonflikten Massnahmen definieren zu können. Kader und viele weitere Mitarbeitende absolvieren obligatorische Compliance-Schulungen.

Verstösse können über eine vertrauliche Meldestelle gemeldet werden. Dadurch werden immer wieder Fälle aufgedeckt. Denn bei rund 35 000 Mitarbeitenden kann nicht komplett verhindert werden, dass es zu einzelnen Verstössen kommt.

Aufgrund des laufenden Strafverfahrens kann sich die SBB nicht weiter zum Fall äussern.


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Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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