39 513 389 Reisende wurden im Jahr 2025 auf dem Netz der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) befördert. Mit diesem neuen Rekord krönen die TPF ihr 25. Jubiläum. Das Ergebnis zeugt von der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs für die Kundinnen und Kunden. Die Buslinien verzeichnen einen weiteren Anstieg der Fahrgastzahlen, während die Schiene aufgrund der Rückgabe der S40 an die SBB einen Rückgang verbucht. Die TPF freuen sich, dass der öffentliche Verkehr immer mehr Anklang findet.
Im vergangenen Jahr haben die Freiburgischen Verkehrsbetriebe zum vierten Mal in Folge eine Rekordzahl an Reisenden transportiert. 2025 stiegen 39,5 Millionen Personen in einen von den TPF betriebenen Bus oder Zug ein (2024: 39,1 Millionen, 2023: 37,5 Millionen). Dieser im Vergleich zu den Vorjahren moderatere Anstieg (+0,96 Prozent) ist hauptsächlich auf eine mit der Einführung des Fahrplans 2025 erfolgte Änderung zurückzuführen: die Übernahme des Betriebs der Linie S40 (Freiburg – Romont) durch die SBB. Ohne die Abgabe der Linie hätten die TPF im vergangenen Jahr die Marke von 40 Millionen Fahrgästen überschritten. Zur Erinnerung: Das Inkrafttreten des Fahrplans 2025 am 15. Dezember 2024 – der bedeutendste in der Geschichte der TPF – stellte eine grosse Herausforderung dar, da fast 60 Prozent der TPF-Linien von Änderungen betroffen waren.
«Die Erweiterung des Angebots in unserem Netz – insbesondere die Schaffung von vier regionalen Buslinien und die Verlängerung zahlreicher Bahn- und Buslinien – sowie die Attraktivität unseres Angebots ermöglichen es uns, immer mehr Reisende zu befördern»
, freut sich Serge Collaud, Generaldirektor der Freiburger Verkehrsbetriebe.
«Diese Herausforderung haben wir also erfolgreich gemeistert.»
Busverkehr in der Agglomeration deutlich gestärkt
2025 reisten 32 244 874 Personen mit den TPF-Bussen, im Jahr zuvor waren es im Vergleich 31 047 625. Dies entspricht einer Zunahme um 3,86 Prozent. Der Anstieg war auf den Stadtlinien von Mobul (+16,56 Prozent) und in der Agglomeration Freiburg (+4,07 Prozent) am stärksten. In der Gruyère wächst die Nachfrage unter anderem durch die Verlängerung der Linie 201 nach Marsens im Norden und Epagny im Süden sowie durch die höhere Frequentierung der Linie 203 zwischen Bouleyres und dem Industriegebiet in Bulle. In der Agglomeration Freiburg führte die Taktverdopplung auf der Linie 11 (Freiburg – Rosé) zu einem sprunghaften Anstieg der Fahrgastzahlen (+52,43 Prozent). Die Zahl der Reisenden stieg auch auf den anderen Linien der Agglomeration, insbesondere in der Nähe neuer Wohnviertel wie dem MIC in Marly.
Der Ausbau des Angebots auf den städtischen Linien hat in einigen Fällen zu einer Verlagerung der Nachfrage von den Regional- auf die Stadtlinien geführt. Die Fahrgastzahlen in den Regionalbussen blieben im vergangenen Jahr jedoch stabil (+0,33 Prozent). Während das Passagieraufkommen im Sensebezirk (-5,58 Prozent), wo das Angebot seit mehreren Jahren unverändert ist, zurückgegangen ist, nahm die Belegung der Busse im Glâne- und Vivisbachbezirk (+7,74 Prozent) sowie in der Broye (+12,42 Prozent) zu. Dies ist auf die neuen Linien zurückzuführen, die im ersten Betriebsjahr bereits über 200 000 Fahrgäste beförderten.
Verändertes Bahnnetz
Insgesamt beförderten die TPF in ihren Zügen im vergangenen Jahr 7,2 Millionen Personen, was gemessen an 2024 einem Rückgang um 10,13 Prozent entspricht. Die Baisse ist auf die Übertragung des Betriebs der Linie S40 (Freiburg – Romont) an die SBB zurückzuführen. Die rund 1,2 Millionen Personen, die diese Strecke nutzen, werden somit im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mehr von den TPF erfasst. Bei unverändertem Umfang im Vergleich zu 2024 hätte die Zahl der Fahrgäste der TPF-Züge rund 8,5 Millionen betragen. Auch die durch die Bauarbeiten der SBB bedingte achtwöchige Unterbrechung des Bahnverkehrs zwischen Freiburg und Bern von Juni bis August 2025 wirkte sich auf die Fahrgastzahlen der Linien RE2/RE3 (Broc-Chocolaterie – Freiburg – Bern/Schmitten) aus, die in Freiburg endeten (-1,67 Prozent).
Bei den anderen Linien ist einen Anstieg der Reisenden zu verzeichnen. Der Übergang zum Halbstundentakt zwischen Freiburg und Neuenburg erklärt das Plus (+2,58 Prozent) bei den Fahrgästen auf den Linien S20 und S21 (Freiburg – Neuenburg). Im Süden des Kantons verzeichneten die Linien S50/S51 (Montbovon/Gruyères – Bulle – Châtel-St-Denis – Palézieux) einen sprunghaften Anstieg der Reisenden (+17,59 Prozent), nachdem die Abfahrt von Bulle in Richtung Palézieux unter der Woche um 15 Minuten verschoben wurde, um den Anschluss des Vivisbachbezirks an Lausanne zweimal pro Stunde zu gewährleisten.
Ein Meilenstein für das Funi
Die Standseilbahn, die die Unterstadt mit der Rue Saint-Pierre in Freiburg verbindet, hat im vergangenen Jahr die symbolische Marke von 200 000 beförderten Passagiere überschritten. Insgesamt haben 204 868 Personen die historische Bahn aus dem Jahr 1899 genutzt, das sind 10 000 mehr als im Jahr 2024 (+5,26 Prozent).

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