
Zuverlässige und saubere Züge für Kundinnen und Kunden entstehen durch viele wichtige Arbeiten im Hintergrund. Im Werk Olten hat die SBB dafür mit dem neuen Hallenanbau eine schweizweit einzigartige Einrichtung realisiert. An sechs neuen Standplätzen können Tätigkeiten wie Lackieren, Schweissen oder Sandstrahlen effizienter erfolgen.


Im SBB Werk Olten wurde innert rund zwei Jahren ein neuer Hallenanbau mit einer Fläche von rund 6 500 m² realisiert, der heute offiziell eröffnet wurde. Er bietet moderne Arbeitsumgebungen für Lackier-, Klebe- und Malerarbeiten sowie für Tätigkeiten wie Schleifen, Schweissen und Sandstrahlen. Dies ermöglicht eine effiziente und professionelle Bearbeitung der Aussenflächen von Zügen. Aufgrund der Grösse, der Zuführung der Zug-Wagen zu den Standplätzen (mithilfe einer Schiebebühne) über eine Transportwegbrücke und des klimatisierten Klebegleises (z.B. für Beklebungen der Frontkabine) ist diese Anlage bislang schweizweit einzigartig.


Erneuerung der Flotten DTZ und Regio-Dosto
Der neue Hallenbereich im Werk Olten ist auch zentral für die Erneuerung der 69 Regio-Dosto- und 61 Doppelstock-Triebzüge (DTZ) der Zürcher S-Bahn. Fachkräfte im Werk Olten machen die Züge fit, damit sie für die Kundinnen und Kunden zusätzliche sieben Jahre über die geplante Lebensdauer von 25 Jahren hinaus sicher und zuverlässig eingesetzt werden können. Insgesamt werden über 500 Millionen Franken in diese beiden Flottenerneuerungen investiert, damit die Reisenden unter anderem von einem aufgewerteten Innenraum, verbessertem Mobilfunk, LED-Beleuchtung sowie klareren Kennzeichnungen innen wie aussen profitieren.



Bei den DTZ-Zügen waren Anfang Februar 2026 die seit längerem umgebaute Prototypenzüge im Einsatz. Alle 61 Züge sollen das Projekt LDV (Lebensdauerverlängerung) bis Ende 2030 durchlaufen haben und dann dem Betrieb bis 2038 zur Verfügung stehen.
Die Regio-Dosto-Züge durchlaufen das Projekt MML (Massnahmenpaket Mitte Lebensdauer) und können so ebenfalls 32 Jahre und nicht wie bisher geplant 25 Jahre in Betrieb bleiben. Auf den nachfolgenden Fotos ist der Umfang dieses Projekts ersichtlich:
- Quelle: Sandro Hartmeier
- Quelle: Sandro Hartmeier
- Quelle: Sandro Hartmeier
Erwähnenswert ist, dass die Kupplungen der RABe 511.0 (sechsteiler) angepasst werden, damit diese zu den Fahrzeugen der Serien RABe 511.1 (vierteiler) und RABe 512 (IR-Dosto) kompatibel sein werden.
Einsatz digitaler Technologien vereinfacht die Arbeiten
Um den Unterhalt an Zügen mittel- und langfristig dem Stand der Technik entsprechend zu gestalten, setzt die SBB bei der Erneuerung der DTZ-Züge auch auf digitale Werkzeuge: Extended-Reality-Brillen unterstützen Mitarbeitende bei der täglichen Arbeit und verbessern so einzelne Arbeitsschritte und -prozesse. Dies ermöglicht zudem eine zeitgemässe Verarbeitung von Informationen (weniger papierbasiert), was bei den technisch zunehmend komplexer und anspruchsvoller werdenden Instandhaltungsprozessen zentral ist.
Auch bei der Planung ihrer Instandhaltungsanlagen setzt die SBB vermehrt digitale Instrumente ein: Mittels Virtual Reality können neue Hallen oder Erweiterungen bestehender Anlagen besser geplant und mit stärkerem Einbezug der künftigen Nutzerinnen und Nutzern realisiert werden. Aktuell verwendet wird die Technologie bei der Planung und Realisierung von Instandhaltungsanlagen in der ganzen Schweiz (Werke, Serviceanlagen).
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Bei der Medienkonferenz zu den neuen Zürcher S-Bahn-Zügen hiess es, dass man bis anfangs der 2040er Jahre Optionen einlösen kann. Wenn die DTZ mit der Erneuerung sieben Jahre länger eingesetzt werden können, müssten diese zwischen 2038 und 2041 ersetzt werden. Will die SBB die DTZ mit den neuen Desiro Dosto Zügen ersetzen oder erst mit darauffolgenden Generation zusammen mit den 511er?
Nein, die zuletzt bestellten Siemens-Züge ersetzen die HVZ-D- und die DPZ-Flotte.
Die DTZ sollen bis 2038 fahren, die Regio-Dosto wohl bis ca. 2044.
Die SBB ich defizitär und wird vom Steuerzahler jährlich mit Milliarden subventioniert!
Na und? Der unbestreitbare gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Mehrwert der SBB macht das mehr als wieder wett. Nicht alles immer im Vakuum betrachten. Der starke ÖV der Schweiz ist ein Puzzelstück, welches riesige wirtschaftliche Ersparnisse bringt, was den tollen Nebeneffekt hat, dass es Umweltverschmutzung reduziert, weil u.a. damit der Strassenverkehr entlastet wird. 🚄❤️
Lustig das sie die Hallen in rund zwei Jahren hinbekommen haben aber die Barrierefreiheit an Vahnhöfen immer noch zu wünschen übrig lässt🤔ich finde sie sollten sich besser um die Einhaltung von versprechen und Projekt Deadlines kümmern als darum so viele Projekte wie möglich gleichzeitig zu stemmen. Und wenn möglich auch darauf achten das alles richtig ist und dem richtigen Ablauf folgt wie etwa planen, baugesuche und dann erst bauen. Klar lebensdauer verlängern ist durchaus nicht unwichtig aber es ist aus meiner Sicht weniger dringend wie Barrierefreiheit.