TPF: Neue Ladeinfrastruktur für Elektrobusse

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) legen den geplanten Umbau ihrer Garage in Romont im Amtsblatt öffentlich auf. Die geplanten Arbeiten umfassen die Ladeinfrastruktur für die neuen Elektrofahrzeuge, die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 eingeführt werden. Die öffentliche Auflage ist Teil einer Reihe vergleichbarer Projekte, die für weitere Depots und Infrastrukturen im Kanton, beispielsweise in Givisiez, Bulle oder Vuadens, bevorstehen. Diese Projekte tragen aktiv zur Umsetzung der Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens bei.

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe setzen ihre Bemühungen zur Dekarbonisierung ihrer Busflotte fort. Zu diesem Zweck leiten sie in den TPF-Depots sowie an den Endhaltestellen bestimmter Buslinien die erforderlichen Arbeiten zur Installation der Ladeinfrastruktur für die zukünftigen Elektrofahrzeuge ein. Zur Erinnerung: Die TPF haben neue Elektrobusse angeschafft, die ab Dezember 2026 in Betrieb genommen werden. Sie werden in den Bezirken Saane, Sense, Greyerz und Glâne eingesetzt.

Der erste Umbau betrifft die Garage in Romont, wo zehn Ladestationen installiert werden sollen. Acht davon ermöglichen das nächtliche Aufladen über eine Steckdose. Durch eine Leistung von 150 kW können die Fahrzeuge über Nacht zu 100 Prozent aufgeladen werden. Zwei Plätze werden mit einem Pantographen-Ladesystem ausgestattet. Dieses bietet eine Ladeleistung von 300 kW, wodurch ein 12 Meter langer Bus mit dem System innert ca. zwei Stunden aufgeladen werden kann.

Die Investitionen für diese Arbeiten belaufen sich auf CHF 2,8 Millionen. Die Umsetzung ist für das zweite Quartal 2026 geplant und wird vorbehaltlich der Erteilung der erforderlichen Genehmigungen im Herbst abgeschlossen. In einem ersten Schritt nimmt die neue Infrastruktur die ersten CO2-freien Fahrzeuge der regionalen Flotte auf, doch wird sie so dimensioniert, dass sie in Zukunft erweitert und um neue Anlagen ergänzt werden kann.

Elektrifizierung des Depots in Bulle und der Endstation der Mobul-Linie 202

Mit der öffentlichen Auflage in Romont gehen die TPF den ersten Schritt eines umfassenderen Projekts, in dessen Rahmen weitere ähnliche Massnahmen folgen. Im TPF-Depot in Bulle plant das Unternehmen die Elektrifizierung von fünf Nachtladestationen für die neuen Elektrofahrzeuge der Mobul-Flotte. Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit einem weiteren Projekt zur Elektrifizierung der Endstation Vuadens, Le Maupas der Linie 202 Morlon – Bulle – Vuadens. Hier soll ein Schnelllade-Pantograph installiert werden, damit die Busse tagsüber an der Endstation aufgeladen werden können. Dabei kommt das Prinzip des «Opportunity Charging» zum Einsatz, bei dem mehrere kurze Ladevorgänge über den Tag verteilt erfolgen, bei denen jeweils kleine Energiemengen mit hoher Ladeleistung aufgenommen werden. In der Nacht werden die Fahrzeuge im Depot aufgeladen.

Die Investitionen für das Depot in Bulle belaufen sich auf CHF 1,350 Millionen. Wie in Romont sollen die Arbeiten im Frühling beginnen und bis Herbst abgeschlossen sein. Die Kosten für die Elektrifizierung der Endstation Vuadens, Le Maupas belaufen sich auf CHF 615’000. Zeitlich ist der Baubeginn Anfang Sommer angesetzt, damit die Infrastruktur im Laufe des Herbstes bereitsteht.

Änderungen im TPF-Zentrum in Givisiez

Auch an ihrem Standort in Givisiez planen die TPF neue Einrichtungen im Busdepot. Durch Anpassungen an der bestehenden Elektroinstallation können zehn Nachtladestationen für die ersten Fahrzeuge der Agglomeration Freiburg angeschlossen werden (fünf im Jahr 2026 und fünf weitere 2027). Ausserdem sollen bis 2026 fünf zusätzliche Nachtladestationen für den Regionalverkehr eingerichtet werden. Drei Schnellladestationen ergänzen das Angebot für den Regionalverkehr.

Die Gesamtkosten für diese Projekte am Standort Givisiez belaufen sich auf CHF 2,5 Millionen. Die Arbeiten sollen im Frühling 2026 beginnen, damit die neuen Installationen im Sommer in Betrieb genommen werden können.

Die TPF haben es sich mit Unterstützung ihrer Besteller zum Ziel gemacht, die gesamte Busflotte für konzessionierte Linien bis 2033 CO2-neutral zu machen. Die Elektrifizierung der verschiedenen Depots ist ein notwendiger Schritt auf diesem Weg. Die Installationen im Depot von Bulle und an der Endstation in Vuadens für die Mobul-Busse, wie auch die Ausrüstung des Depots in Givisiez für die Busse der Agglomeration Freiburg, werden durch die Erhöhung des Eigenkapitals der TPF finanziert, die vom Freiburger Volk im März 2024 angenommen wurde.


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