Nachdem sich die Lawinensituation im Gebiet Goppenstein entspannt hatte, konnte die BLS am Donnerstag, 19. Februar 2026 mit der Bergung des entgleisten MIKA-Zuges beginnen. Die Lötschberg-Südrampe zwischen Goppenstein und Brig war ab Montagmorgen, 23. Februar 2026 wieder befahrbar.

Nach der Entgleisung der BLS MIKA RABe 528 115 zwischen Goppenstein und Hohtenn vom Montagmorgen, 16. Februar 2026 konnten die Interventions- und Unterhaltsdienste der BLS und SBB am Donnerstagmorgen, 19. Februar 2026 erstmals wieder vor Ort gehen, um mit den Arbeiten zum Abtransport des havarierten Zuges und der Instandsetzung der Gleise und Fahrleitungen beginnen. Dies nachdem sich die Lawinensituation entspannt hatte.
In einer ersten Phase bis am Freitagmittag musste der zwischenzeitlich hartgewordene Schnee entfernt werden. Anschliessend wurden in einer zweiten Phase die Wagenkästen getrennt und separat aufgegleist, bevor sie auf den Gleisen wieder zusammengesetzt wurden. Danach wurde der Zug auf Hilfsdrehgestellen abgeschleppt. In der dritten Phase folgten die Bau- und Unterhaltsarbeiten am Gleis und an der Fahrleitung. Insgesamt waren auf der Unfallstelle bis zu 30 Personen der BLS und SBB im Einsatz.
Strecke zwischen Goppenstein und Hohtenn wieder offen

Nach der Beurteilung der Situation vor Ort dauerten die Arbeiten bis Montagvormittag. Die Züge zwischen Bern – Kandersteg – Goppenstein – Brig verkehren seit 05:30 Uhr wieder gemäss Fahrplan. Die Strecke war vorerst eingleisig befahrbar. Bereits ab Samstag fuhren auch wieder Züge zwischen Brig und Hohtenn.
Den Autoverlad zwischen Goppenstein und Kandersteg hatte die BLS von Montagabend bis Mittwochmorgen eingestellt, weil die Zufahrtstrasse nach Goppenstein gesperrt worden war. Ab Mittwochmorgen, 18. Februar 2026 verkehrten die Autoverladezüge wieder gemäss Fahrplan.
«Unser Dank gilt allen Einsatz- und Interventionskräften»
Beim Vorfall wurden fünf Personen verletzt – darunter auch der Lokführer sowie der Reisebegleiter [siehe «BLS MIKA zwischen Goppenstein und Hohtenn entgleist»]. Der Lokführer hatte mehrere Verletzungen erlitten und musste in ein Spital gebracht werden. Der Reisebegleiter wurde leicht verletzt und konnte nach ärztlicher Konsultation nach Hause. Die drei anderen leichtverletzten Personen konnten vor Ort durch die Rettungskräfte versorgt werden. BLS-CEO Daniel Schafer sprach allen Betroffenen seine Anteilnahme aus:
«Wir wünschen allen Verletzten, unserem Lokführer, unserem Reisebegleiter und den Fahrgästen, rasche und vollständige Genesung. Unser Dank gilt allen Einsatz- und Interventionskräften sowie unseren Teams vor Ort, die schnell und professionell gehandelt haben und die alles daran setzen, dass wir den Betrieb so bald als möglich wieder aufnehmen können.»
Naturgefahrenprävention von zentraler Bedeutung
Der Bahnbetrieb wird mit zahlreichen Überwachungssystemen und Schutzbauten gesichert und geschützt – vor allem an besonders exponierten Streckenabschnitten wie am Lötschberg, im Simmental sowie entlang der Eisenbahnstrecke zwischen Spiez und Interlaken.
Zur Überwachung werden technische Überwachungssysteme eingesetzt. Dazu gehören unter anderem die laufenden Einschätzungen der kantonalen oder regionalen Lawinenwarndienste. Mit Schutzbauten wie Lawinenverbauungen, Schutznetzen, Galerien und Mauerwerken werden die Bahnstrecken vor Schnee und Steinschlag geschützt.Das aktuelle Ereignis wird eingehend untersucht und weitergehende Massnahmen daraus abgeleitet.
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