Startsignal für moderne Mobilität in Halle (Saale): «Kurze TINA» kommt auf die Schiene

Die Vorfreude auf die neuen TINA-Strassenbahnen bekam am 19. Februar 2026 ein ganz konkretes Startsignal: Bei einem Fotopressetermin auf dem HAVAG-Betriebshof in der Freiimfelder Strasse übergab Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin Dr. Lydia Hüskens die Inbetriebnahmegenehmigung für das erste Strassenbahnfahrzeug MGT M («kurze TINA») symbolisch an die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG), ein Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe. Die «kurze TINA» ist mit 30,4 Metern gezielt für den Stadtbetrieb in Halle (Saale) ausgelegt und verbindet moderne Technik mit einem spürbaren Plus an Komfort und Barrierefreiheit – darunter ein vollständig stufenloser Innenraum, grosse Panoramafenster, hohe Decken sowie offene Multifunktionsbereiche unter anderem für Rollstühle und Kinderwagen.

Zuvor hatte die erste «kurze TINA» die Betriebszulassung der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) erhalten; die formelle Inbetriebnahmegenehmigung schliesst daran an. Ein wichtiger Hebel für das weitere Rollout: Das positive Prüfergebnis gilt zugleich als Konformitätsnachweis für alle weiteren 38 Fahrzeuge dieser Baureihe. Mit der technischen Zulassung rückt der flächendeckende Einsatz der neuen TINA-Fahrzeugfamilie näher; in den nächsten Monaten sollen weitere Fahrzeuge in den Fahrgastbetrieb gehen.

Die HAVAG hat Stadler mit 56 TINA-Niederflur-Stadtbahnfahrzeugen beauftragt – 39 in der M-Version und 17 in der XL-Version. TINA steht dabei für ein offenes, helles Innenraumkonzept mit grossen Panoramafenstern, hohen Decken und Multifunktionsbereichen. Für den Betrieb setzt die Baureihe unter anderem auf TINA-Drehgestelle (ruhige Fahrt, Ziel: Schonung von Rad/Schiene), Fahrerassistenzsysteme inkl. Kollisionsschutzsystem, die digitale UNIBOARD©-Anzeige sowie eine angenehme Fahrgastraumklimatisierung zu jeder Jahreszeit.

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Egbert Geier, Vorsitzender des HAVAG Aufsichtsrats; Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saalestadt); Vinzenz Schwarz, Vorstand der HAVAG; Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales Sachsen Anhalt und Ansgar Brockmeyer, Executive Vice President Marketing & Sales Stadler [v.l.n.r.]. / Quelle: Stadtwerke Halle, Esmero

Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, sagte:

«Mit der behördlichen Genehmigung ist der Weg frei für die Inbetriebnahme der neuen Strassenbahngeneration in Halle. Sie steht für mehr Barrierefreiheit, höheren Komfort und einen zukunftsfesten ÖPNV Alles in allem also ein deutliches Plus für einen attraktiven Nahverkehr und somit auch für die Menschen in der Saalestadt.»

Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale):

«Die TINA-Strassenbahnen sind ein echter Gewinn für die Saalestadt. Mit der ersten «kurze TINA» kommt moderne Mobilität sichtbar auf die Schiene – komfortabler, zugänglicher und bereit für die Anforderungen einer wachsenden Stadt. Dieses Projekt steht für langfristige Verlässlichkeit und stärkt unseren städtischen öffentlichen Nahverkehr. Die heutigen Genehmigungsschritte geben Rückenwind für die gesamte Serie – und damit für die konsequente Modernisierung unserer HAVAG-Flotte.»

TINA verbindet ein offenes, fahrgastfreundliches und gut klimatisiertes Raumkonzept mit Technik, die den Betrieb im Netz unterstützt – von den TINA-Drehgestellen bis zu Assistenzsystemen für das Fahrpersonal.

Vinzenz Schwarz, Vorstand der Halleschen Verkehrs-AG:

«Mit der TINA bringen wir für die Menschen der Saalestadt ein neues Qualitätsniveau auf die Strecke: barrierefrei, mit viel Raum, klarer Orientierung und einem Innenraum, der den Alltag der Fahrgäste mitdenkt. Die heutige Übergabe ist ein wichtiger Baustein, damit die neue Fahrzeugfamilie Schritt für Schritt in Halle (Saale) ankommt. Heute ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung vollständige Einführung der neuen Strassenbahnserie erreicht. Die HAVAG ist damit sehr gut darauf vorbereitet, das seit dem Pandemieende permanent aufwachsende Fahrgastaufkommen in den kommenden Jahren sicher und qualitätsgerecht befördern zu können. Wir danken dem Land Sachsen-Anhalt für die bis hierhin geleistete grossartige Unterstützung. Einen besonders grossen Dank hat das gesamte Projektteam, aus Mitarbeitern der Firma Stadler und der HAVAG selbst verdient.»

Ansgar Brockmeyer, Executive Vice President Marketing & Sales Stadler:

«Das heutige Startsignal für die erste kurze TINA ist das Ergebnis einer starken Zusammenarbeit. Von der Vertragsunterzeichnung 2022 über Design und Fertigung bis zur erfolgreichen Zulassung in diesem Jahr. Mein Dank gilt den Teams der HAVAG, der Stadtwerke Halle und unseren Kolleginnen und Kollegen bei Stadler, die in jeder Projektphase eng zusammengearbeitet haben. Mit der TINA‑Plattform bringen wir eine neue Fahrzeuggeneration auf die Schiene, die mit ihrer Barrierefreiheit, dem offenen Raumkonzept und einem zeitgemässen Fahrerarbeitsplatz genau auf die Anforderungen des urbanen Verkehrs in Halle zugeschnitten ist.»

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Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saalestadt); Ansgar Brockmeyer, Executive Vice President Marketing & Sales Stadler; Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales Sachsen Anhalt; Vinzenz Schwarz, Vorstand der HAVAG und Egbert Geier, Vorsitzender des HAVAG Aufsichtsrats [v.l.n.r.]. / Quelle: Stadtwerke Halle, Esmero

Die kurze TINA ist gezielt für den Stadtbetrieb ausgelegt, weil sie Eigenschaften bündelt, die im innerstädtischen Alltag besonders zählen:

  • Mit ihrer kompakten Länge ist die M‑Version mit 30,4 Metern bewusst als Fahrzeug «für den Alltag in der Stadt» gedacht.
  • Kapazität passend für viele Umläufe: 64 Sitzplätze und 103 Stehplätze bieten eine ausgewogene Mischung für den täglichen Stadtverkehr.
  • Schneller Fahrgastwechsel an häufigen Haltestellen: Niederflur mit 350 Millimeter Fussbodenhöhe, 290 Millimeter Einstieg und 1500 Millimeter Einstiegsbreite, keine Trennwände an den Türen – das erleichtert Ein- und Ausstieg und hält die Standzeiten kurz.
  • Konsequent barrierefrei: Vollständig ohne Stufen oder erhöhte Sockel, breite Gänge – ein echter Vorteil für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Eltern mit Kinderwagen und Fahrgäste mit Rollator.
  • Automatische, energieeffiziente Klimaanlage für Sommer und Winter.
  • Innenraum macht Stadtmobilität leichter: Grosse Panoramafenster, hohe Decken und offene Multifunktionsbereiche (z. B. für Rollstühle und Kinderwagen) unterstützen Komfort und Funktion im dichten Fahrgastwechsel.
  • Mehr Unterstützung und Sicherheit im dichten Verkehr: Fahrerassistenzsysteme inklusive Kollisionsschutzsystem sowie die situationsgerechte UNIBOARD©‑Anzeige helfen, den Stadtbetrieb sicher und konzentriert zu bewältigen. LED-Beleuchtung, Türtaster mit optischer Anzeige sowie Kameras statt Aussenspiegel.
  • Ergonomischer Fahrerarbeitsplatz: grösser, moderner, mit separater Einstiegstür und Platz für Lehrpersonal.

TINA-Flotte für Halle (Saale) – kurz & knapp

  • Die HAVAG hat Stadler mit 56 TINA-Niederflur-Stadtbahnfahrzeugen beauftragt: 39 in der M-Version und 17 in der XL-Version.
  • Fahrzeugfamilie/Bezeichnung: TINA MGT‑M und TINA MGT‑XL.
  • Kapazität & Länge:
    • M: 30,4 m, 64 Sitzplätze, 103 Stehplätze
    • XL: 45,4 m, 96 Sitzplätze, 173 Stehplätze
  • 100 % Barrierefreiheit/Niederflur: Fussbodenhöhe 350 mm, Einstieg 290 mm, Einstiegsbreite 1500 mm.

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