Männedorf: SBB baut Bahnhof hindernisfrei aus und erstellt zweites Gleis

Die SBB startet im März 2026 die Bauarbeiten am Bahnhof Männedorf. Für die Reisenden wird die bestehende Personenunterführung erweitert. Mit Rampe und Lift wird diese künftig stufenfrei. Zudem erstellt die SBB im einspurigen Bahnhof ein zweites Gleis. Dieses ermöglicht Zugkreuzungen in Männedorf und künftig den Viertelstundentakt. Die Arbeiten dauern bis Herbst 2027.

In der Zürcher S-Bahn ist künftig der Viertelstundentakt vorgesehen. Dafür fehlt im heute einspurigen Bahnhof Männedorf eine Kreuzungsmöglichkeit. Deshalb erstellt die SBB parallel zum bestehenden Gleis, von westlich der Unterführung Kugelgasse bis östlich des Bahnübergangs Bergstrasse, ein zweites Gleis.

Die S-Bahnen werden weiterhin über das heutige Gleis 1 verkehren. Auf dem neuen Gleis 2 kreuzen sich S-Bahnen mit Güterzügen mit einer maximalen Länge von 300 Metern. Dadurch kann der Bahnbetrieb am rechten Zürichseeufer flexibler und stabiler abgewickelt werden, wovon die Reisenden profitieren werden. Das neue Gleis 2 wird so vorbereitet, dass ein späterer Ausbau des Bahnhofs Männedorf mit einem zusätzlichen Aussenperron möglich ist.

Zugang zu Perrons wird künftig stufenfrei

Parallel dazu erweitert die SBB die bestehende Personenunterführung Brunngasse. Sie ergänzt diese auf beiden Seiten mit barrierefreien Zugängen ohne Stufen. Auf der Bergseite sorgt eine Rampe, beim Bahnhofsgebäude auf der Seeseite ein Lift für einen barrierefreiem Zugang. Die Personenunterführung bleibt ab Baubeginn gesperrt, die Umleitungen sind signalisiert.

Arbeiten während der Nacht sind nötig 

Die SBB startet Anfang März mit den Bauarbeiten. Diese dauern bis Herbst 2027. Um den regulären Betrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen und die Sicherheit der Baustelle und des Zugverkehrs zu gewährleisten, müssen einige Arbeiten in der Nacht bei gesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitung durchgeführt werden. Es stehen teilweise akustische und optische Warnanlagen im Einsatz. Die SBB setzt sich dafür ein, die unumgänglichen Lärmemissionen so gering wie möglich zu halten. 

Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 22 Millionen Franken. Diese werden über den Ausbauschritt 2035 des Bundes und damit über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) finanziert.


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Text-QuelleSBB CFF FFS
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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