Die Rhätische Bahn (RhB) und die SBB begingen am Freitag, 10. April 2026 in Anwesenheit von Christian Florin, Leiter Infrastruktur RhB, Felix Bissig, Leiter SBB Infrastruktur Projektmanagement Region Ost, und Andreas Thöny, Gemeindepräsident Landquart den Spatenstich zu den Vorarbeiten des Grossprojekts «Umbau Gleis- und Perronanlage Landquart». Bis 2032 werden insgesamt 365 Millionen Schweizer Franken in die Modernisierung des für Graubünden sehr wichtigen Bahnhofes und Eingangstors investiert.

Die RhB und die SBB haben die Bauarbeiten zur Modernisierung des Bahnhofs Landquart gestartet (Phase B). Herzstück des Projekts bildet das gemeinsame Mittelperron für den komfortableren und zeitsparenden Umstieg zwischen den Zügen der RhB und SBB. Durch das gemeinsame Perron kann bei beiden Bahnen je ein zusätzliches Gleis mit Perron realisiert werden. Dies bildet den Grundstein für das zukünftige Angebotskonzept. Darüber hinaus werden die Gleis- und Perronanlagen modernisiert und teilweise verlängert, um der neuen Fahrzeugflotte der RhB zu entsprechen.
Die Perrons werden mit neuen einheitlichen Dächern ausgestattet, auf denen transluzente Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Die neuen Installationen schaffen eine angenehme, helle Atmosphäre auf den Perrons und leisten gleichzeitig durch die grosse Fläche einen relevanten Beitrag zur nachhaltigen Stromproduktion. Die neuen Perrons werden mit einer breiten und hellen Personenunterführung verbunden. Für den Güterverkehr werden bei beiden Bahnen Annahme- und Zirkulationsgleise erweitert. Damit die neuen Gleise sicher bedient werden können, wird zudem in einem ersten Schritt am nördlichen Perronende ein neues gemeinsames Bahntechnikgebäude erstellt.
Im Rahmen der Vorarbeiten werden 2026 die Installationsplätze, Kabeltiefbauarbeiten und Fundamente erstellt. Auch wird das neue Dienstgebäude erstellt. Die Hauptarbeiten starten im Frühjahr 2027.

Anlässlich des Spatenstichs zu diesen Vorarbeiten meinte Christian Florin, Leiter Infrastruktur RhB:
«Mit dem gemeinsamen Mittelperron können wir für unsere Fahrgäste einen wesentlichen Mehrwert bieten. Wir freuen uns auf die neue Anlage.»
Und Felix Bissig, Leiter SBB Infrastruktur Projektmanagement Region Ost doppelt nach:
«Der heutige Bahnhof Landquart ist in die Jahre gekommen. Mit der neuen Perronanlage und der hellen Unterführung schaffen wir für die Reisenden einen sehr ansprechenden Verkehrsknoten.»
Die Gesamtkosten dieses Teilprojektes werden auf 365 Millionen Schweizer Franken veranschlagt. Die Eröffnung der neuen Anlage ist auf 2032 vorgesehen.
Gesamtprojekt Landquart – Blick zurück und in die Zukunft
Die Rhätische Bahn befindet sich in einer tiefgreifenden Modernisierungsphase und hat in den letzten Jahren viel in die Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte und Infrastrukturanlagen investiert. Das neue Rollmaterial besteht vermehrt aus Trieb- und Gliederzügen, die im Unterhalt nicht mehr getrennt werden, weshalb die bestehenden Werkstätten an das neue Rollmaterial angepasst werden müssen. Die Anpassungen betreffen nicht nur die Werkstätten selbst, sondern auch weite Teile im und um den Bahnhof Landquart.
Das Grossprojekt «Erneuerung und Umbau Bahnhof Landquart» besteht aus verschiedenen zusammenhängenden Teilprojekten, die gestaffelt ausgeführt werden. Die ersten Bauarbeiten begannen bereits im Mai 2018. Für das Grossprojekt wird insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 680 Millionen Franken veranschlagt.
Projektübersicht seit 2018
| Teilprojekt | Ausführungstermine | Kosten |
| Neubau Infrastrukturstützpunkt | 2018 bis 2020 | CHF 36.4 Mio. |
| Neubau Doppelspur Landquart – Malans | 2018 bis 2021 | CHF 33.1 Mio. |
| Ausbau Gleisanlagen Phase A | 2018 bis 2024 | CHF 70.0 Mio.* |
| Ausbau Rollmaterialwerkstatt | 2019 bis 2025 | CHF 130.0 Mio. |
| Sanierung Altlasten | 2019 bis 2025 | CHF 6.4 Mio. |
| Neubau Zentrallager/Büro | 2022 bis 2024 | CHF 18.0 Mio. |
| Thermische Werkstätten | 2026 bis 2028 | CHF 22.8 Mio. |
| Ausbau Gleis- und Perronanlagen Phase B | 2026 bis 2032 | CHF 365 Mio.* |
* RhB- und SBB-Anlagen betroffen.
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