Die BVB kann bei der aktuell laufenden Ausschreibung für die Beschaffung von 23 neuen Trams keinen Zuschlag erteilen. Grund dafür sind die deutlich zu hohen Erschütterungs-Messwerte des eingereichten Tramtyps. Die Nennung des betroffenen Tramtyps und des Herstellers ist der BVB aus submissionsrechtlichen Gründen strikt untersagt. Die Trambeschaffung wird somit neu ausgeschrieben.
Die BVB hat im Februar 2024 eine öffentliche Ausschreibung zur Beschaffung von 23 Tramzügen platziert. Ende August 2024 ist die Frist zur Einreichung von Angeboten abgelaufen. Es ist ein Angebot eingegangen.
Der Hersteller hat die technischen und kommerziellen Anforderungen der Ausschreibung grösstenteils erfüllt. Einzige Ausnahme waren die Lärm- und Erschütterungswerte des betreffenden Trams. Dazu hat ein unabhängiges, spezialisiertes Ingenieurbüro im Zeitraum zwischen Oktober 2024 und Februar 2026 vier Messungen durchgeführt. Im Lauf dieser Messperiode hat der Hersteller verschiedene Massnahmen zur Reduktion von Emissionen vorgenommen. Das entsprechende Tram wurde jeweils in Bezug auf die Erschütterungs- und Lärmwerte mit den bestehenden Tramtypen der BVB (Flexity und Combino) verglichen.
Dank den im Lauf der Messperiode ergriffenen Massnahmen haben die Lärmwerte die Anforderungen erfüllt. Bei den Werten der Erschütterungsmessungen blieben hingegen signifikante Unterschiede bestehen: Das angebotene Tram verursachte bei den Messungen deutlich höhere Werte als die Bestandsflotte.
Aufgrund dieser Messergebnisse kann die BVB in der laufenden Ausschreibung keinen Zuschlag erteilen. Die BVB bedauert das. Sie wird nun eine Neuausschreibung durchführen. Der genaue Zeitpunkt der Ausschreibung ist momentan noch offen. Aktuell werden die nötigen Unterlagen vorbereitet und die BVB stimmt sich diesbezüglich eng mit dem Eigner, dem Kanton Basel-Stadt, ab.
Der Abbruch der Trambeschaffung bedeutet auch, dass die Cornichons (Motorwagen und Anhänger) revidiert werden, damit sie bis zur Inbetriebnahme der neuen Trams einsatzfähig bleiben.
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