Zeitreise auf Schienen: Der «Blaue Pfeil» feiert 125 Jahre Bahngeschichte im Gürbetal und am Neuenburgersee

Im Juni 2026 jährt sich die Eröffnung zweier wichtiger Schweizer Bahnlinien zum 125. Mal: die Bern-Neuenburg-Bahn (BN) und die Gürbetalbahn (GTB). Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, schickt die BLS-Stiftung am Wochenende vom 6. und 7. Juni 2026 einen echten Klassiker auf die Reise: den historischen «Blauen Pfeil» – eine Ikone des elektrischen Schnellverkehrs. Er steht sinnbildlich für die Innovationskraft der Schweizer Bahngeschichte und für 125 Jahre Verbindung zwischen Regionen, Seen und Generationen.

Die Bern – Neuenburg-Bahn – «Die Direkte»

Mit der Eröffnung im Jahr 1901 entstand eine direkte Bahnverbindung zwischen Bern und Neuenburg – ein Meilenstein für den Verkehr im Schweizer Mittelland.

Die Strecke führte bewusst möglichst geradlinig durch das Grosse Moos und erhielt deshalb bald den Spitznamen „Direkte“. Sie verkürzte die Reisezeit deutlich und wurde zu einem wichtigen Teil der Verbindung Richtung Westschweiz und weiter nach Frankreich.

Die Gürbetalbahn – Lebensader eines Tals

Ebenfalls im Jahr 1901 begann der Betrieb der Gürbetalbahn, die Bern mit Thun durch das Gürbetal verband. Sie erschloss eine bis dahin eher abgelegene Region und brachte wirtschaftlichen Aufschwung.

Für viele Gemeinden bedeutete die Bahn den Anschluss an die wirtschaftliche Entwicklung und wurde schnell zum unverzichtbaren Verkehrsmittel im Alltag.

Der BCFe 4/6 736 «Blauer Pfeil»

Der legendäre «Blaue Pfeil» steht für Komfort, Geschwindigkeit und den Aufbruch in eine neue Zeit des Reisens.

Diese Triebzüge wurden in den 1930er-Jahren gebaut und galten damals als modernste Fahrzeuge ihrer Zeit. Mit ihrem markanten Design und der eleganten Linienführung sind sie bis heute ein Symbol für die Blütezeit des Schweizer Bahnverkehrs.

Das einzigartige Erlebnis

Der legendäre Doppeltriebwagen wird am Samstag die Strecke von Neuenburg über Bern und das Gürbetal bis nach Thun befahren und am Sonntag in der umgekehrten Richtung verkehren. Fahrgäste haben die seltene Gelegenheit, die Strecke aus der Perspektive der 1930er Jahre zu erleben – inklusive der charmanten Ausstattung und des unverwechselbaren Fahrgefühls.

«Es geht uns nicht nur um den Transport, sondern um die Emotionen und den Stolz einer ganzen Region auf ihre Bahngeschichte»

, so Martin Leu, Präsident der BLS-Stiftung.

Fahrplan & Tickets: Die Fahrt am Samstag startet morgens in Neuenburg und führt via Bern durch das malerische Gürbetal nach Thun. Am Sonntag wird dieselbe Fahrt von Thun durch das Gürbetal nach Neuenburg gefahren. Der Vorverkauf startet ab sofort. Aufgrund der begrenzten Kapazität des historischen Fahrzeugs wird eine frühzeitige Buchung empfohlen.


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Text-QuelleBLS-Stiftung
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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