Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) schliessen das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 4,3 Millionen Franken ab. Das positive Ergebnis ist insbesondere auf die weiterhin steigenden Fahrgastzahlen zurückzuführen, die bei 39’513’389 Fahrgästen lagen. Auch die Qualitätsindikatoren sind im Aufwärtstrend. Der Fahrplanwechsel 2025 und die damit verbundenen Anpassungen haben zu einer Verbesserung der Pünktlichkeit geführt.
Dank eines vierten Fahrgastrekords in Folge schliessen die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn ab. Besser als budgetiert weist die Bilanz der Gruppe nach Konsolidierung einen Einnahmenüberschuss von 4,3 Millionen Franken aus. Im Budget vorgesehen waren nämlich rückläufige Fahrgasteinnahmen, da im Rahmen des Fahrplanwechsels 2025 die Linie S40 (Romont-Freiburg) mit 1,2 Millionen Reisenden an die SBB ging. Dabei wurde jedoch die stetig wachsende Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in Verbindung mit dem im letzten Jahr erweiterten Angebot zu wenig berücksichtigt. Auch ein striktes Kostenmanagement führte zum guten Ergebnis.
Im Jahr 2025 erreichte das Fahrgastaufkommen mit 39’513’389 Millionen Reisenden (+0,96 %) einen neuen Höchststand. Zum positiven Finanzergebnis trug ein weiterer Geschäftsbereich bei: der nicht-konzessionierte Verkehr. Die TPF koordinierten zum Beispiel in vergangenen Sommer im Auftrag der SBB den Ersatz von Zügen durch Busse zwischen Freiburg und Bern. Ein grossangelegtes Unterfangen, für das täglich 70 Fahrzeuge und 180 Personen eingesetzt wurden.
TPF TRAFIC schliesst mit einem Gewinn von 7 Millionen Franken ab, von denen ein Grossteil für ein möglicherweise schwierigeres Jahr in die Rücklagen eingestellt wird. TPF IMMO hingegen schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust von 2,46 Millionen Franken ab. Auch wenn die Zahlen weiterhin negativ sind, verbessert sich die Lage wie prognostiziert. Im Jahr 2024 belief sich der Verlust noch auf 4,25 Millionen Franken. Mehrere Gebäude – zum Beispiel in Bulle und in Châtel-St-Denis – sind inzwischen in Betrieb genommen worden und generieren somit zusätzliche Einnahmen.
Wie bereits im letzten Jahr festgestellt, besteht eine zeitliche Diskrepanz zwischen dem Zeitpunkt der Investitionen und dem Zeitpunkt der Kapitalrendite. Jahr für Jahr entwickelt sich die Situation in die richtige Richtung. Für das Jahr 2026 budgetiert TPF IMMO erneut ein Defizit, im Jahr 2028 wird jedoch ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt.
Veränderungen im Verwaltungsrat
Im Jahr 2026 wurden die Gemeindebehörden erneuert. Die Wahlen führen zu einigen Veränderungen im Verwaltungsrat der TPF, in dem die Stadt Freiburg mit zwei Personen vertreten ist. Da Laurent Dietrich und Pierre-Olivier Nobs nicht mehr der Exekutive angehören, konnten sie ihr Mandat bei den TPF nicht fortsetzen. Als Nachfolger hat die Stadt Freiburg die Ernennung von Isabelle Sob, Vize-Stadtpräsidentin und Finanzverantwortliche, sowie von Simon Murith, Verantwortlicher für Ortspolizei, Mobilität und Sport, vorgeschlagen.
Verbesserte Pünktlichkeit dank Fahrplan 2025
Gemäss den vom Bundesamt für Verkehr (BAV) in Auftrag gegebenen Testkunden-Bewertungen hat sich das hohe Qualitätsniveau der von den TPF erbrachten Dienstleistungen erneut bestätigt. Die Qualität des «Aufenthalts» in den Regionalbussen liegt bei 97,42 % und in den Zügen bei 97,39 %. Bei der Bewertung der Haltestellen erreichen die Regionalbusse 96,08 %. Die Bewertung der Bahnhöfe liegt bei 98,04 %. Diese Werte übertreffen alle vom BAV festgelegten hohen Ziele.
In Bezug auf die Pünktlichkeit haben sich die Regionalbusse deutlich verbessert: Sie lag bei 88,12 % und damit 5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Dieser Trend hängt mit dem Fahrplanwechsel 2025 zusammen, bei dem die Fahrzeiten und der Takt vieler Linien angepasst wurden. Bei den Zügen ist die Pünktlichkeit von 96,38 % im Jahr 2024 auf 95,64 % im Jahr 2025 zurückgegangen. Dieser Rückgang ist auf Bauarbeiten an gewissen Stellen im Verkehrsnetz zurückzuführen.
Wie im letzten Jahr wurden auch für die Busse des Stadtverkehrs Bewertungen durchgeführt. Die «Aufenthaltsqualität» in den Bussen ist sehr zufriedenstellend und liegt in der Agglomeration Freiburg, in Düdingen und bei Mobul bei über 99 %. Die Bewertung der Haltestellen, die bereits den Anforderungen des BAV entsprach (88,59 %), hat sich leicht verbessert und liegt nun bei 95,74 % für die Agglomeration, bei 97,85 % für Düdingen und bei 94,26 % für Mobul. Auch wenn die Busse weiterhin vom Verkehr abhängig sind, machen sich die Auswirkungen des Fahrplanwechsels 2025 auch auf städtischer Ebene bemerkbar, wobei sich die Werte der Anforderung (89 %) angenähert haben: 88,03 % in der Agglomeration, 97,89 % in Düdingen und 87,89 % bei Mobul.
Ausblick 2026: entscheidender Schritt in Richtung Dekarbonisierung
Am 3. März 2024 hatte die Freiburger Bevölkerung mit 57,75 % der Erhöhung der finanziellen Beteiligung des Kantons Freiburg am Aktienkapital der TPF um 60 Millionen Franken zugestimmt. Auch die Stadt Freiburg (12,5 Mio.) und die SBB (3,8 Mio.) beteiligten sich an dieser Kapitalerhöhung. Diese Unterstützung ermöglichte es dem Unternehmen, die Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsstrategie in Angriff zu nehmen, deren Eckpfeiler die Dekarbonisierung der Busflotte ist.
Im kommenden Dezember werden 24 Elektrobusse des Modells Mercedes-Benz eCitaro auf den Linien der Agglomeration und von Mobul sowie auf bestimmten Regionallinien in Betrieb genommen. Dies ist ein entscheidender Schritt im Dekarbonisierungsprozess. Die nächste Phase ist bereits angelaufen und umfasst 35 neue Elektrobusse desselben Modells, die im Laufe des Jahres 2027 ausgeliefert werden sollen.
Links
- Geschäftsberichte 2025:
- Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) – Mittelverwendung, Freiburgische Verkehrsbetriebe Holding (TPF) AG, Bundesamt für Verkehr
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