Alstom und die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) setzen ihre Zusammenarbeit zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Stadt fort. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt im Jahr 2024 sollen die Airbags für Trams gemeinsam weiter zur Serienreife entwickelt werden. Dieses weltweit erste Fahrerassistenzsystem mit Airbags soll Fussgänger, Velofahrenden und E-Trottinett-Nutzern im dichten Stadtverkehr schützen, indem es im Falle einer Kollision die Unfallfolgen erheblich mindert.
Alstom und die VBZ reagieren auf die anhaltende Notwendigkeit, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden in Zürich weiter zu erhöhen. Nachdem im Frühling 2024 in einem Pilotprojekt ein Tram-Airbag auf dem Gelände der VBZ getestet wurde, geht das Projekt nun in eine nächste Phase über. Ab Juni 2026 wird das System technisch weiter optimiert und in seiner Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und Stabilität verbessert. Parallel dazu erfolgt eine schrittweise Erprobung, um die Alltagstauglichkeit unter realitätsnahen Bedingungen zu prüfen. Diese Tests liefern wichtige Erkenntnisse für eine mögliche spätere breite Anwendung in Zürich und anderen Städten weltweit.
Martin Sturzenegger, Direktor VBZ:
«Wir freuen uns, dass wir zusammen mit Alstom das Projekt Tram-Airbag weiterverfolgen können. Mit dem weltweit ersten Airbag-System für Trams ergänzen wir bestehende Sicherheitskonzepte um eine zusätzliche Schutzschicht – dort, wo andere Massnahmen nicht mehr greifen.»
Im städtischen Umfeld wie in Zürich lassen sich trotz aller Vorsichtsmassnahmen Unfälle mit Trams nicht vollständig ausschliessen. Schon heute verfügen alle Flexity-Fahrzeuge in Zürich über das kamerabasierte Fahrerassistenzsystem ODAS™, welches das Fahrpersonal frühzeitig vor Hindernissen auf den Gleisen warnt und bei fortwährender akuter Gefahr automatisch die Bremse aktiviert. Die nun fortgeführte Entwicklung geht einen entscheidenden Schritt weiter: Künftig soll das System zusätzlich in der Lage sein, bei unvermeidbaren Kollisionen mit Fussgängern, Velofahrenden und E-Trottinett-Nutzern proaktiv einen Frontairbag auszulösen, um die Folgen der Kollision zu mindern.
Das neue System erweitert die Sicherheitsausstattung nicht nur um zusätzliche Airbags, sondern verfügt auch über eine verbesserte Kollisionserkennung, die relevante Signale automatisch erfasst und deren Einhaltung überprüft – mit dem klaren Ziel, Unfälle zu vermeiden und unfallbedingte Reparaturkosten nachhaltig zu senken.
«Wir fühlen uns geehrt, nach erfolgreichen und intensiven Pilotversuchen mit unserem Kunden VBZ diesen nächsten Schritt in der Weiterentwicklung von Airbags für Zürcher Trams zu gehen. Alstom unterstützt die Verkehrsbetriebe Zürich dabei, höchste Sicherheitsstandards im Betrieb zu gewährleisten und Innovationen weiter voranzutreiben – durch das bereits implementierte Fahrerassistenzsystem ODAS und jetzt durch die Airbags. Das übergeordnete Ziel ist, die Sicherheit von Fussgängerinnen und Fussgängern sowie Velofahrenden zu erhöhen»
, fasst Marie Icardo, Managing Director von Alstom Schweiz, die Bedeutung der Weiterführung des Projektes zusammen.
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