Die erste Saison des «Baumwoll-Expresses» konnte erfolgreich absolviert werden. Nur ein einziger Zug fiel wegen eines Lokdefektes aus. Die erzielten Umsätze liegen rund die Hälfte höher als im Businessplan für das erste Jahr vorgesehen, während die Frequenzen mit knapp 1’500 rund einen Drittel höher liegen als erwartet, was bedeutet, dass das Angebot bei den Kunden sehr gut ankommt.
Der Erfolg führt für das Jahr 2027 zu einer kleinen Konzeptanpassung mit grosser Wirkung: Zweimal am Tag (einmal am Vor- und einmal am Nachmittag) wird der «Baumwoll-Express» nach Hinwil verlängert und ermöglicht so noch mehr Kundennähe. Gleichzeitig wird aufgrund tiefer Nachfrage das letzte Zugpaar gestrichen, wodurch künftig fünf Zugpaare pro Tag fahren werden. Wie bereits dieses Jahr erfolgreich geprobt, ist nächstes Jahr der Einsatz von verschiedenen Gastfahrzeugen geplant.
Die Saison des DVZO ist damit noch nicht vorbei und eigentlich sollten nun wieder die Dampflokomotiven übernehmen. Aufgrund der weiterhin grossen Trockenheit und dem damit verbundenen, kantonalen Verbot von Feuern in Wald und Waldesnähe müssen die Dampfloks noch im Depot bleiben und werden mit Loks mit Diesel- und Elektroantrieb im gewohnten Zwei-Zug-Fahrplan ersetzt. Dieser Umstand zeigt, dass der DVZO auch in Zukunft verschiedene Konzepte umsetzen muss, wo der «Baumwoll-Express» ein wesentlicher Bestandteil darstellt.
«So hoffen wir, dass möglichst bald Regen einsetzt, so dass wir unser für den 10. und 11. Oktober geplantes 125-Jahre-Jubiläum der Bahnstrecke Bauma–Hinwil(–Uerikon) umsetzen können.»
DVZO
Am 24. Oktober findet zudem eine Fahrt mit der Dampflok Nr. 9 an den Rheinfall und nach Schaffhausen statt, bevor am letzten November-Wochenende die ebenso traditionellen wie beliebten Samichlausfahrten stattfinden.
Erfreulich ist auch die Zusammenarbeit mit dem Museum Neuthal Textil- und Industriekultur. Mit dem gemeinsamen Industriekultur-Erlebnisticket haben rund 250 Gäste, wovon etliche Familien, das Museum besucht. Der «Baumwoll-Express» diente vielen Gästen zudem als stilechten Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Guyer-Zeller-Wanderwegen oder dem Industriepfad Zürcher Oberland.
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