VBG: Testbetrieb der innovativen Stelen gestartet [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 5. Oktober 2021 veröffentlicht.

Wie sieht das Haltestellen-Informationssystem der Zukunft im Kanton Zürich aus? Die VBG testet zwei Prototypen einer neuen Stelen-Generation. Bei erfolgreichem Testbetrieb könnte eine der beiden Projektideen eines Tages das heutige System mit dem markanten Rohrrahmen und der Haltestellen-Tafel ersetzen. Am 05. Oktober 2021 präsentiert die VBG die Stelen-Modelle der beiden Erstplatzierten des Ideenwettbewerbs Signal AG und Burri public elements AG und informiert über das weitere Vorgehen im Pilotbetrieb.

Für den Bus- und Trambetrieb sind sie essenziell: Die Haltestellen-Stelen. Sie orientieren über die Nummer(n) und Fahrtrichtung(en) der frequentierenden Trams und Busse, informieren über die Abfahrten an der jeweiligen Haltestelle und beinhalten wichtige Fahrgastinformationen aus dem Fahrbetrieb. Typisch für den Kanton Zürich sind die blau-weiss beschilderten Haltestellen, die dank ihres einheitlichen Designs einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen. Die Zürcher Haltestellen-Stelen sind zwar bewährt, haben allerdings auch einige Nachteile, denn sie wurden ursprünglich nicht für die mittlerweile zeitgemässen Technologien wie beispielsweise elektronische Anzeigen konzipiert.

Umfangreicher Kriterienkatalog

2020 führte die VBG daher einen breit abgestützten, mehrstufigen Ideen-Wettbewerb für eine neue Generation von Stelen durch. Sie entwickelte dafür in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachspezialisten einen umfassenden Kriterienkatalog. Zwei Voraussetzungen bilden dabei die Grundlage: Die neuen Haltestellen-Stelen müssen einerseits ein bewährtes Markenzeichen des ÖV im Kanton Zürich bleiben, andererseits müssen sich zeitgemässe Technologien und Angebote einfach im Baukasten-System integrieren lassen. Die beiden erstrangierten Projekte «META» der Firma Signal AG und «mi-kado» der Firma Burri public elements AG erfüllen nicht nur die Grundvoraussetzungen und den anspruchsvollen Kriterienkatalog, sondern erweitern ihre jeweiligen Projektideen darüber hinaus auch mit innovativen Elementen.

Prototypen im Pilotbetrieb

Die beiden Firmen Firmen haben nun Prototypen ihrer Wettbewerbsbeiträge gefertigt, die ab Oktober 2021 an zwei Haltestellen der «Innovationslinie 759» aufgestellt und im Pilotbetrieb während rund neun Monaten durch die Fahrgäste und die VBG getestet werden. Die Stele «META» der Firma Signal AG steht an der Haltestelle Dübendorf, City Center (Fahrtrichtung Stettbach, Bahnhof) und «[mi-kado]» der Firma Burri public elements AG befindet sich an der Haltestelle Dübendorf, Lindenplatz (Fahrtrichtung Dübendorf, Bahnhof). Im Sommer 2022 wird die Fachjury beide Stelen sowie den Pilotbetrieb umfassend auswerten. Sind die Ergebnisse erfolgreich, könnten die Stelen dereinst die bisherigen ablösen.

Prototyp I: META

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Prototyp I META der Firma Signal. / Quelle: VBG
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Prototyp I META der Firma Signal. / Quelle: VBG

META von Signal AG ist ein neu entwickeltes, modulares Haltestellen-Stelen System für den öffentlichen Verkehr. Dank der Vielfalt der Installationsmöglichkeiten lässt sich META in urbane Umgebungen, wie auch in ländlichen Situationen, optimal integrieren. Konzeption und Design ermöglichen eine vielfältige Anpassbarkeit an das Mobilitätsverhalten, die Eigenheiten der Umgebungen und an die Ansprüche der Fahrgäste, mit oder ohne Beeinträchtigungen. Für die Betreiber bedeutet der Einsatz von META Nutzung von Schnittstellen zu vielen Services, eine übersichtliche Planbarkeit und ein verlässlicher Betrieb bei Tag und Nacht. Dabei spielen die intelligente Gestaltung der Komponenten, wie auch die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Das Design lehnt sich an die bisherigen Haltestellen-Stelen an und schafft damit einen hohen Wiedererkennungswert, allerdings in einer deutlich moderneren und funktionalen Formensprache.

Prototyp II: [mi-kado]

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Prototyp II [mi-kado] von Burri public elements. / Quelle: VBG
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Prototyp II [mi-kado] von Burri public elements. / Quelle: VBG

[mi-kado] SMARTstop von Burri besteht aus einer Stele sowie einer iPhone-App. Die Stele ist modular aufgebaut, behindertengerecht geplant und gliedert sich situationsgerecht in das Ortsbild ein. [mi-kado] SMARTstop ist aus Sicht des Menschen, nicht der Technik, entworfen. BURRI hat das Gesamtkonzept mit Fachexperten auf konsequente Behindertentauglichkeit optimiert. Im Zusammenspiel mit der Stele liefert die SMARTstop-App Fahrgastinformation direkt auf Smartphones. Der Fokus liegt auf automatisierter, haltestellen- und situationsbezogener Informationsvermittlung. Behindertengerechte, dynamische Fahrgastinformation kann so auch im heutigen Bestand flächendeckend sichergestellt werden. Eine Haltestelle benötigt damit keine investitions- und unterhaltintensiven Anzeigen. Die einzelnen App-Bausteine – vor allem jene für sehbehinderte Menschen – können in bestehende Apps integriert werden.

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Text-QuelleVBG
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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