Antriebstechnologie von ABB verbessert Effizienz von ICE 1-Hochgeschwindigkeitszügen der DB

ABB-Traktionsumrichter für die Umrüstung von 76 ICE 1-Triebköpfen - Technologie von ABB verbessert Energieeffizienz, Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit

ABB hat einen Grossauftrag der Deutschen Bahn zur Modernisierung ihrer Intercity-Express-Züge der ersten Generation (ICE 1) erhalten. Im Rahmen eines umfassenden Modernisierungsprogramms werden 76 Triebköpfe mit höchst energieeffizienten IGBT-Traktionsumrichtern (Insulated Gate Bipolar Transistors) von ABB ausgestattet. Die Leistungselektronik basierend auf dem Stand der Technologie der 1990er-Jahre wird durch neueste Antriebstechnologie ersetzt. Das wird die Lebensdauer der ICE 1- Flotte erheblich verlängern und sie für mindestens weitere zehn Jahre betriebstüchtig machen. Zu finanziellen Aspekten des Auftrags wurden keine Angaben gemacht. Der Auftrag wurde im dritten Quartal gebucht.

Die Traktionsausrüstung wandelt die elektrische Energie aus der Fahrleitung in die für den Antrieb der Fahrmotoren benötigte Spannung und Frequenz um. Die zum Einsatz kommenden Traktionsumrichter von ABB basieren auf der Drei-Punkt-Topologie. Sie sorgt für eine Minimierung der Energieverluste und eine geringere mechanische Beanspruchung der bestehenden Fahrmotoren und verursacht gleichzeitig weniger Geräuschemissionen.

Die Umrüstung auf IGBT-Technologie ist eine effiziente und ökonomische Lösung, um das Antriebssystem in Bezug auf Zuverlässigkeit, Energieeffizienz und Wartungsfreundlichkeit auf den Stand moderner Züge zu bringen. Es werden Energieeinsparungen von mindestens acht Prozent erwartet. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 5000 Haushalten.

«Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Partnerschaft mit ABB als kompetente Technologiepartnerin mit fundierter Fachkompetenz für massgeschneiderte Antriebslösungen»

, sagte Dr. Philipp Nagl, Vorstand Produktion bei der DB Fernverkehr der Deutschen Bahn.

«Die seit 2010 mit ABB-Traktionsumrichtern modernisierten ersten 40 ICE 1-Triebköpfe haben sich im Betrieb bewährt. Diese Umrüstung hat zu erheblichen Energieeinsparungen und einer Verringerung der Fahrzeugbetriebskosten geführt, die unsere Erwartungen übertroffen haben. Zusammen mit unseren Investitionen in energieeffiziente neue Züge sowie neue Instandhaltungswerke setzt dieses Projekt einen weiteren Meilenstein und stärkt unsere Positionierung als klimafreundlichstes Verkehrsmittel.»

«Die ICE-Flotte ist das Rückgrat des deutschen Fernverkehrs, und wir sind stolz auf das Vertrauen der Deutschen Bahn in unsere Technologie»

, sagte Edgar Keller, Leiter der ABB-Division Traction.

«Die Nachfrage nach einem noch effizienteren, umweltfreundlicheren und zuverlässigeren Bahnbetrieb wird zukünftig steigen. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Bahnindustrie und dem umfassendsten Portfolio an Antriebslösungen ist ABB bestens positioniert, um Bahnbetreibern mit dem Retrofit eines bestehenden Systems einen energieeffizienteren und wirtschaftlicheren Weiterbetrieb zu ermöglichen.»

Die Deutsche Bahn hat vor kurzem vom Eisenbahn-Bundesamt die Wiederzulassung der umgebauten Triebköpfe erhalten. Die Zulassung wurde nach intensiven Tests mit zwei aufgerüsteten Pilot-Triebköpfen erteilt und markiert den Beginn der Umrüstung. Die Traktionsumrichterlösung von ABB entspricht den Anforderungen an Form, Fit sowie Funktion und macht das hohe Umrüstungstempo von zwei ICE 1-Triebköpfen etwa alle zwei Wochen möglich. So kann das gesamte Modernisierungsprojekt voraussichtlich im dritten Quartal 2023 abgeschlossen werden.

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Text-QuelleABB
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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