Das Forschungsprojekt Yumuv endet am 31. Dezember 2021

Die Mobilitäts-App Yumuv, ein Pilotprojekt städtischer Verkehrsbetriebe und der SBB, beendet den Pilotbetrieb per Ende Jahr. Das «Mobility as a Service»-Projekt lieferte wichtige Erkenntnisse zur Nutzung und Kombination von Sharing-Mobilitätsdiensten und ÖV in den Städten.

Ziel von Yumuv war, ein attraktives und einfaches multimodales Mobilitätsangebot in Schweizer Städten zu kreieren. Hierzu wurden verschieden ausgeprägte Mobilitätskombinationen (Abos) entwickelt und am Markt getestet. Das als Forschungsprojekt angelegte Abo-Angebot endet wie festgelegt am 31. Dezember 2021.

Das Prinzip der Yumuv-Abos ist einfach: Das Mobilitätsabo enthält eine definierte Anzahl Freiminuten oder Rabatte für die Angebote ausgewählter Mobilitätsanbietenden und setzt voraus, dass die Nutzerinnen und Nutzer im Besitz eines gültigen ÖV-Abos (Verbundabo oder GA) sind. Dabei profitieren sie bei Yumuv von Vorzugskonditionen, beispielsweise entfallen Fahrzeug-Aufschluss-oder Registrationsgebühren.

Trotz sehr anspruchsvoller Rahmenbedingungen, bedingt durch die eingeschränkte Mobilität während der COVID-Pandemie, konnte Yumuv die Applikation und die Mobilitätsabos im Sommer 2020 erfolgreich lancieren. Seither konnten in den Städten Zürich, Basel und Bern wertvolle Erkenntnisse zur Nutzung kombinierter Mobilitätsformen und von «Mobility as a Service» (MaaS) generiert werden. Zur Untersuchung der Wirkung von Yumuv auf das Mobilitätsverhalten hat ein Forschungsteam der ETH Zürich das Projekt wissenschaftlich begleitet. Die Resultate der ETH-Studie werden im nächsten Jahr veröffentlicht. Die ersten Haupterkenntnisse des Projekts:

  • Kund:innen schätzen die Möglichkeit alle Mobilitätsdienste (ÖV und Sharing) einfach aus einer Hand zu buchen, bezahlen und nutzen.
  • Die Nutzung von Yumuv hat einen positiven Einfluss auf die ÖV-Nutzung
  • Die Kund:innen schätzen Yumuv als unmittelbares «Mobilitätswerkzeug» – sie buchen einen Verkehrsträger in dem Moment, wenn sie ihn benötigen («Pay-per-Use»). Mobilitätsabos wurden demgegenüber weniger stark nachgefragt als ursprünglich erwartet.

Besonderheit an Yumuv ist die enge Zusammenarbeit der lokalen Verkehrsbetriebe in Basel (BVB), Bern (Bernmobil), Zürich (VBZ) und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Dieser partnerschaftliche Ansatz ermöglichte es, Ressourcen gemeinsam zielgerichtet einzusetzen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit wird von den Partnern rückblickend als wichtigen Erfolgsfaktor beurteilt. Die Projektpartner werden im Anschluss an das Pilotprojekt am Thema MaaS auf konzeptioneller Ebene weiterarbeiten und dabei prüfen wie MaaS zukünftig in skalierter Form den Modal-Split der Schweiz positiv beeinflussen kann.

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Text-QuelleYumuv
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