Verschiebung Bahnhof St. Gallen Bruggen: Projektierungskredit beantragt [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 9. April 2022 veröffentlicht.

Die Stadt und der Kanton St.Gallen planen gemeinsam mit der SBB den (SBB-)Bahnhof St. Gallen Bruggen nach Osten zu verschieben und mit dem SOB-Bahnhof St. Gallen Haggen zu verbinden. Zu diesem Zweck beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament einen Projektierungskredit von CHF 2.5 Mio. Eine bessere Bahnerschliessung begünstigt die Entwicklung des Lerchenfelds und der umliegenden Quartiere.

Der bestehende Bahnhof Bruggen sollte bis 2027 hindernisfrei saniert werden. Die SBB hat sich dazu bereit erklärt, die dafür notwendigen Gelder auch an einem neuen Standort einzusetzen. Die Verschiebung des Bahnhofs St. Gallen Bruggen in Richtung Osten und die Verbindung mit dem Bahnhof St. Gallen Haggen geben dem Lerchenfeld neue Impulse, um sich zu einem urbanen und modernen Arbeitsplatz- und Wohngebiet zu entwickeln. Die SBB benötigen für ihre Planungen bis Sommer 2022 einen Entscheid des Stadtparlaments.

Machbarkeit nachgewiesen

Das Vorhaben ist Teil des Agglomerationsprogramms St.Gallen-Bodensee, das derzeit beim Bund zur Prüfung vorliegt. Eine vom Stadtrat in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie hat die bahn- und bautechnische sowie städtebauliche und verkehrsplanerische Machbarkeit der Verschiebung nachgewiesen, Ausbauschritte und deren Einbettung in das räumliche Umfeld aufgezeigt und die damit verbundenen Kosten eruiert. Das Lerchenfeld wird besser an die Bahn angebunden, ebenfalls werden die Beziehungen von den Quartieren auf den Anhöhen mit dem Talboden verbessert. Die Massnahme ermöglicht bereits in absehbarer Zukunft eine bessere Bahnerschliessung für das umliegende Gebiet und eröffnet eine einmalige Chance für die Stadtentwicklung im Westen der Stadt.

Gemeinsames Projekt von Stadt, Kanton und SBB

Der Kanton St.Gallen, die SBB und die Stadt St.Gallen haben sich über das weitere Vorgehen und die Finanzierung geeinigt. Die Kosten für das Vorhaben werden auf insgesamt CHF 39 Mio. geschätzt, wovon die SBB über die Leistungsvereinbarung des Bundes CHF 12.7 Mio. und der Kanton St.Gallen CHF 5.86 Mio. tragen. Die Regierung des Kantons St.Gallen hat im Dezember 2021 den entsprechenden Betrag genehmigt und damit ein klares Bekenntnis für den neuen Standort abgegeben. Der städtische Beitrag beläuft sich gemäss aktueller Kostenschätzung (± 30 %) auf CHF 20.45 Mio. Dieser Betrag reduziert sich voraussichtlich um mindestens ca. CHF 6.9 Mio. aufgrund von Beiträgen aus dem Agglomerationsprogramm. Dies entspricht einer erwarteten Investition seitens der Stadt St.Gallen in der Höhe von insgesamt CHF 13.55 Mio. Der Stadtrat beantragt in dieser Vorlage in einer ersten Tranche einen Projektierungskredit von CHF 2’486’400.


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Text-QuelleStadt St.Gallen
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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