VBZ-Jahresmedienkonferenz: Positive Entwicklungen, aber weiterhin angespannte Personalsituation

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Tram Zuerich Affoltern Visualsiierung_VBZ_2020
Die Visualisierung zeigt, wie das zukünftige Tram Zürich Affoltern aussehen könnte. / Quelle: VBZ

Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, und die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) schauten an ihrer Jahresmedienkonferenz anlässlich des Fahrplanwechsels per 11. Dezember 2022 auf das vergangene Jahr zurück und boten einen Ausblick auf das nächste Jahr. Wichtige Themen wie die Netzentwicklungsstrategie 2040, das Tram Affoltern und der Ausbau der Elektromobilität entwickeln sich weiter positiv. Zu den grossen Herausforderungen gehört die angespannte Personalsituation im Fahrdienst. Um die Fahrplanstabilität hoch zu halten und ungeplante Kursausfälle zu reduzieren, müssen die VBZ per 9. Januar 2023 deshalb weitere Angebotsanpassungen auf verschiedenen Tram- und Buslinien umsetzen.

Stadtrat Michael Baumer hat an der Jahresmedienkonferenz den aktuellen Stand seiner Legislaturziele präsentiert. Die Netzentwicklungsstrategie 2040 auf Basis des Zukunftsbildes 2050 ist auf gutem Weg und wird im zweiten Halbjahr 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Beim Tram Affoltern konnten 2022 wichtige Meilensteine erreicht werden wie die Erteilung der Infrastrukturkonzession durch den Bundesrat. Der Bund bestätigte zudem die Mitfinanzierung der neuen Tramverbindung im Rahmen des Agglomerationsprogramms. Die weitere Planung im Rahmen des Bau- und Auflageprojekts wird Ende 2023 abgeschlossen, die Auflage für die Öffentlichkeit erfolgt dann Anfang 2024. Die Elektrifizierung der Busflotte läuft nach Plan. Die Ladeinfrastruktur in der Garage Hardau wird laufend ausgebaut.

Temporäre Angebotsanpassungen bei Tram und Bus nötig

VBZ-Direktor Marco Lüthi informierte über die positive Entwicklung der Fahrgastzahlen nach dem Corona-bedingten Einbruch sowie den aktuellen Stand beim Flexity-Tram. Bis Ende Jahr werden 36 Fahrzeuge in Zürich sein.

Die Personalsituation beim Fahrdienst hat sich wegen steigender krankheitsbedingten Ausfälle und dem zunehmenden Arbeitskräftemangel weiter verschärft. Aus diesem Grund verstärkten die VBZ bereits die Rekrutierungsmassnahmen und haben weitere Massnahmen zur Verbesserung der Situation eingeleitet. Um die Fahrplanstabilität hoch zu halten und Kursausfälle zu reduzieren, müssen ab dem 9. Januar 2023 bis voraussichtlich Frühling 2023 folgende Angebotsanpassungen umgesetzt werden:

Tram:

Linie 15 bleibt eingestellt
Linie 17 Montag bis Samstag ab 20.30 und Sonntag ganztags eingestellt (Ersatz: Linie 13 verlängert bis Werdhölzli) und zusätzlich keine Verlängerung bis Albisgütli in der Hauptverkehrszeit (HVZ)

Bus:

Linie 32 HVZ-Reduktion auf 7.5′-Takt statt 6′-Takt
Linie 40 HVZ-Reduktion auf 15′-Takt statt 7.5′-Takt
Linie 61/62 HVZ-Reduktion auf je 15′-Takt statt 12′-Takt
Linie 66 Montag bis Samstag 15′-Takt statt 7.5′-Takt zwischen Morgental und Neubühl
Linie 89 Montag bis Samstag ab 21 Uhr und Sonntag ganztags nur bis Strassenverkehrsamt statt Sihlcity

Aufgrund eines geänderten Reiseverhaltens passen die VBZ zudem das Ersatzkonzept für die Baustelle Limmattal-/Hönggerstrasse an, so dass die Linie 46/46E wieder im Jahresfahrplan verkehrt. Die Verdichtungsfahrten am Morgen zwischen Lehenstrasse und Hauptbahnhof entfallen weiterhin. Die Linie 83, die seit 10. Oktober 2022 in einem reduzierten Takt verkehrte, kann wieder den Normalbetrieb aufnehmen.

Die VBZ bedauern diese Angebotsanpassungen und setzen alles in ihrer Macht Stehende daran, dass sich die Situation wieder entschärft.

Aktuelle Betriebsinformationen

Für die Planung des optimalen Reisewegs empfehlen die VBZ ihren Fahrgästen, den Online-Fahrplan auf www.vbz.ch oder die ZVV-App zu benutzen.


Links

  • Weitere Infos im Interview mit VBZ-Direktor Dr. Marco Lüthi unter www.vbzonline.ch

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