Schweiz–Italien: Verbindungen werden etappenweise wieder aufgenommen [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 10. Dezember 2020 veröffentlicht.

Bei Gesprächen zwischen Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der italienischen Verkehrsministerin Paola De Micheli sowie zwischen der SBB, Trenitalia und Trenord wurden erste wichtige Massnahmen vereinbart, um einen vollständigen Unterbruch des Bahnverkehrs zu verhindern.

Hintergrund der Gespräche war das Dekret der italienischen Regierung, das am 10. Dezember 2020 in Kraft tritt und strenge Kontrollen der Passagiere im Öffentlichen Verkehr vorsieht. Da die SBB diese Auflagen nicht erfüllen kann, hatte das Bahnunternehmen bekanntgegeben, den grenzüberschreitenden Verkehr nach Italien einzustellen.  

Geplantes Angebot im internationalen Verkehr  

Nach Gesprächen zwischen Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der italienischen Verkehrsministerin Paola De Micheli sowie zwischen den involvierten Bahnunternehmen wurde beschlossen, ein reduziertes Eurocity-Angebot beizubehalten. Auf der Gotthardachse verkehrt ab dem 10. Dezember 2020 ein Eurocity pro Tag und Richtung, auf der Simplonachse werden zwei Züge pro Tag und Richtung angeboten. Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember verkehren auch auf der Gotthardachse zwei Züge pro Richtung und Tag. Die Züge verkehren wie folgt:  

  • EC 313: Abfahrt ab Zürich um 07:10 Uhr, Ankunft in Mailand um 10:50 Uhr 
  • EC 316: Abfahrt in Mailand um 11:10, Ankunft in Zürich um 14:50 
  • EC 34: Abfahrt in Mailand um 13:05, Ankunft in Genf um 17:21 
  • EC 37: Anfahrt in Genf um 07:39, Ankunft in Mailand um 11:40 
  • EC 50: Abfahrt in Mailand um 07:20, Ankunft in Basel um 11:32 
  • EC 57: Abfahrt in Basel um 12:28, Ankunft in Mailand um 16:40

Die im Dekret angeordneten Kontrollen der Passagiere werden in den Grenzbahnhöfen in Chiasso und Domodossola durch Personal von Trenitalia durchgeführt.  

Alle Informationen sind im Online-Fahrplan der SBB aufgeführt.  

TILO-Züge verkehren ab Fahrplanwechsel wieder durchgehend

Nach einem dreitägigen Unterbruch verkehren die Regionalzüge (TILO) zwischen dem Tessin und der Lombardei ab dem Fahrplanwechsel vom Sonntag, 13. Dezember 2020 wieder ohne Einschränkungen. Dies wird nach Gesprächen möglich, die Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga mit der italienischen Verkehrsministerin geführt hat.

Nach Gesprächen zwischen Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und der italienischen Verkehrsministerin Paola De Micheli wurde am 10. Dezember 2020 eine Lösung gefunden, dank welcher der Regionalverkehr zwischen der Schweiz und Italien wieder aufgenommen werden kann.

Auf der Grundlage der Zusicherungen der italienischen Behörden hat die SBB am 10. Dezember 2020 zusammen mit den Verantwortlichen der Tochtergesellschaft TILO und Trenord Lösungen für die Wiederaufnahme des Regionalverkehrs zwischen den beiden Grenzregionen ausgearbeitet. Ab dem Fahrplanwechsel vom Sonntag 13. Dezember 2020, der für die Regionen umfassende Anpassungen bringt, verkehren die Züge wieder durchgehend.

Folgende Einschränkungen gelten auf den grenzüberschreitenden TILO-Verbindungen bis und mit 12. Dezember 2020:
RE10 (Erstfeld – Bellinzona – Lugano – Chiasso – Como – Milano)
– Die Züge fallen zwischen Chiasso und Milano Centrale aus.
– Zwischen Como und Milano Centrale ist ein Ersatzkonzept von Trenitalia vorgesehen.

S10 (Bellinzona – Lugano – Chiasso – Como)
– Die Züge fallen zwischen Chiasso und Como aus.

S30 (Cadenazzo – San Nazzaro – Luino – Gallarate)
– Die Züge fallen zwischen San Nazzaro und Luino/Gallarate aus.

S40 (Varese – Stabio – Mendrisio – Chiasso – Como)
– Die Züge fallen zwischen Chiasso und Como und zwischen Stabio und Varese aus.

S50 (Bellinzona – Lugano – Mendrisio – Stabio – Varese – Malpensa)
– Die Züge fallen zwischen Stabio und Malpensa aus.

Änderungen an den aufgeführten Massnahmen werden je nach Entwicklung der Lage beurteilt und rechtzeitig mitgeteilt. Weitere Informationen zum Bahnverkehr finden Sie auf den Webseiten der SBB und von Trenord.

Die Schutzkonzepte für den öffentlichen Verkehr, die von den schweizerischen und italienischen Bahnen in Abstimmung mit den jeweiligen Behörden beschlossen wurden, bleiben in Kraft. Unter www.tilo.ch/coronavirus finden Sie alle Informationen über die geltenden Schutzkonzepte im öffentlichen Verkehr, sowohl auf schweizerischem als auch auf italienischem Gebiet.

Text-QuelleSBB CFF FFS
Mit Inhalten vonSandro Hartmeier
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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