Stadler: Starkes zweites Halbjahr 2020 trotz Corona-Krise – Neues zu Fahrzeugen [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 11. März 2021 veröffentlicht.

  • Die Ebit-Marge in der zweiten Jahreshälfte steigt trotz massiver Corona-Einflüsse gegenüber dem ersten Semester deutlich auf 7.0 Prozent (H1 2020: 0.5 Prozent). Im Gesamtjahr erreicht Stadler 5.1 Prozent Ebit-Marge (Vorjahr: 6.1 Prozent).
  • Der Reingewinn konnte im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber der Vorjahresperiode auf 138.4 Mio. CHF gesteigert werden (Vorjahr: 128.5 Mio. CHF).
  • Corona-bedingte Verzögerungen konnten nur teilweise kompensiert und insgesamt 465 Fahrzeuge ausgeliefert werden (2019: 444 Fahrzeuge). Die Corona-bedingt nicht ausgelieferten Fahrzeuge sind weitestgehend fertiggestellt und bereit zur Zulassung und Kundenabnahme.
  • Stadler erreicht die im August 2020 bekanntgegebenen Umsatz- und Margenziele. Dies ist trotz Unterbrüchen in den Lieferketten, Reisebeschränkungen und verordneter Quarantänen, die rund 25’000 Arbeitstage kosteten, gelungen. Zudem beeinträchtigten Masken- und Homeoffice-Pflicht die Produktivität. Der Umsatz liegt mit rund 3.1 Mia. CHF nur leicht unter Vorjahr (2019: 3.2 Mia. CHF). Das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr betrug trotz Corona 3.1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.
  • Trotz Verzögerungen bei Vergabeentscheiden von Grossprojekten erreicht Stadler einen Bestellungseingang von 4.3 Mia. CHF, 15 Prozent unter dem ausserordentlich hohen Auftragseingang von 5.1 Mia. CHF im Vorjahr. Der mehrjährige Auftragsbestand beträgt über 16 Mia. CHF.
  • Unter der Annahme, dass sich die Corona-Situation zeitnah normalisiert, wird 2021 wiederum ein starker Auftragseingang und eine Rückkehr zu deutlichem Umsatzwachstum bei verbesserter Profitabilität erwartet. Unter diesen Voraussetzungen erwartet Stadler, dass verzögerte Zulassungen und Schlussabnahmen im laufenden Jahr aufgeholt werden können. Die mittelfristigen Finanzziele werden unter der Annahme der Normalisierung der wirtschaftlichen Bedingungen bestätigt.

Stadler konnte im vergangenen Jahr trotz der Pandemie zahlreiche neue Aufträge im Gesamtwert von 4.33 Milliarden Schweizer Franken gewinnen. Damit liegt der Bestellungseingang erwartungsgemäss rund 15 Prozent unter dem ausserordentlich hohen Vorjahreswert (2019: 5.12 Milliarden Schweizer Franken). Während es bei vereinzelten bedeutenden Vergabeentscheiden aufgrund der Corona-Krise und der Rechtsmittelnutzung von Mitbewerbern zu Verzögerungen gekommen ist, nimmt Stadler keinen Nachfrageeinbruch wahr. Es kam weder zu Stornierungen laufender Aufträge noch wurden Ausschreibungen ausgesetzt. Der Auftragsbestand steigt auf über 16 Milliarden Schweizer Franken (2019: 15 Milliarden Schweizer Franken) und sichert Stadler eine solide Grundauslastung.

In der Nacht auf Freitag, 12. März 2021 ist auf einer Strassenüberquerung in Caslano mit dem Be 6/8 51 der erste Tramlink-Zug für die FLP entladen worden. Auf dem Foto steht das Fahrzeug im Depot Agno. Die neuen Züge sollen ab dem 7. August 2021 im regulären Verkehr eingesetzt werden. / Quelle: André Knoerr

Im ersten Halbjahr war es aufgrund der Pandemie zu Unterbrüchen in den Lieferketten gekommen. Zudem waren aufgrund behördlicher Vorgaben einzelne Werke entweder temporär geschlossen oder mussten vorübergehend ihre Produktionskapazität reduzieren. Einschränkungen der Reisetätigkeit von Kunden und Mitarbeitenden führten zu verzögerten Zulassungen und Fahrzeugabnahmen. Dies hatte zur Folge, dass sich Umsätze verschoben und Schlussrechnungen für die Fahrzeuge erst verzögert gestellt werden konnten, was auch den betrieblichen Geldfluss belastet hat. Die stark reduzierten Fahrplanfrequenzen im öffentlichen Verkehr hatten zudem zu weniger gefahrenen Kilometern und damit zu tieferen Umsätzen und Gewinnen aus Service-Dienstleistungen geführt.

Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise aus dem ersten Halbjahr 2020 haben sich im zweiten Semester leicht normalisiert. Dank der eingeleiteten Sofortmassnahmen, wie beispielsweise beschleunigte Abnahme- und Zulassungsprozesse sowie strikte Optimierungsprogramme, ist es Stadler gelungen, die Verzögerungen aus der ersten Jahreshälfte teilweise zu kompensieren. Nach einem Umsatzrückgang gegenüber der Vorjahresperiode von 16 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2020 konnten die Umsätze im zweiten Semester gegenüber dem Vorjahr bereits wieder um 3.1 Prozent gesteigert werden. Damit lag der Umsatz im Gesamtjahr mit 3.08 Milliarden Schweizer Franken nur leicht unter dem Rekordergebnis von 2019 (2019: 3.20 Milliarden Schweizer Franken). Die Produktion in allen Werken läuft wieder weitgehend normal und Stadler konnte im gesamten Jahr 465 Züge, Stadtbahnen und Lokomotiven ausliefern (Vorjahr: 444 Fahrzeuge). Die Corona-Krise beeinflusste dennoch auch im zweiten Semester Aufträge im Hinblick auf die Lieferkette, die Zulassungsprozesse und Auslieferungen.

Das operative Ergebnis auf Stufe Ebit ist entsprechend gegenüber dem Vorjahr rückläufig und liegt bei 156.1 Millionen Schweizer Franken (2019: 193.7 Millionen Schweizer Franken). Im zweiten Semester konnte Stadler die Profitabilität gegenüber der ersten Jahreshälfte 2020 von 0.5 auf 7.0 Prozent steigern (H2 2019: 7.0 Prozent), wodurch für das Gesamtjahr eine Ebit-Marge von 5.1 Prozent erreicht wurde (2019: 6.1 Prozent). Die insgesamt tiefere Profitabilität ist insbesondere auf Corona-bedingte Verschiebungen von Umsätzen und auf Unterbrüche in den Lieferketten zurückzuführen. Trotz starken Wachstums lagen die Umsätze und damit auch die Deckungsbeiträge im überdurchschnittlich margenstarken Segment Service & Components mit der Ausdünnung der Fahrpläne deutlich unter den eigenen Erwartungen sowie unter den bereitgestellten Kapazitäten. Belastend auf die Ebit-Marge wirkte auch die Abwertung der Norwegischen Krone gegenüber dem Schweizer Franken. Die Abwertung führte bei verbleibenden Optionsabrufen aus einem im Jahr 2008 unterzeichneten Rahmenvertrag zu Währungsverlusten in Höhe von rund 30 Millionen Schweizer Franken. Damit konnten sämtliche Währungsrisiken aus diesem Vertrag bereinigt werden.

Der Reingewinn konnte im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber der Vorjahresperiode auf 138.4 Millionen Schweizer Franken gesteigert werden (Vorjahr: 128.5 Millionen Schweizer Franken).

Die Nettoverschuldung steigt per 31. Dezember 2020 auf 608 Millionen Schweizer Franken gegenüber 5.6 Millionen Schweizer Franken per 31. Dezember 2019. Dieser Anstieg ist insbesondere auf Pandemie-bedingte Verzögerungen in den Zulassungsprozessen sowie Kundenabnahmen und den Eingang der damit verbundenen Schlusszahlungen zurückzuführen. Dies hatte einen Anstieg des Net Working Capital zur Folge. Insgesamt führte dies im vergangenen Geschäftsjahr zu einem Geldfluss aus Betriebstätigkeit von -205.8 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr: -186.8 Millionen Schweizer Franken). Stadler hat zudem weiterhin stark in die Entwicklung innovativer Produkte und in das Wachstum der Gruppe investiert.

Segment Rolling Stock legt in der zweiten Jahreshälfte zu

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Quelle: Flickr, Moise G

Der Auftragseingang im Segment Rolling Stock belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 2.88 Milliarden Schweizer Franken. Der Rückgang um rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2019: 4.28 Milliarden Schweizer Franken) ist auf eine ausserordentliche hohe Vergleichsbasis im Jahr 2019 sowie Verzögerungen von einzelnen bedeutenden Vergabeentscheiden, die im Jahr 2020 erwartet worden waren, zurückzuführen. Im Segment Rolling Stock geht der Auftragsbestand somit per Ende 2020 leicht auf 12.0 Milliarden Schweizer Franken zurück (2019: 12.3 Milliarden Schweizer Franken).

Nach dem Umsatzrückgang von über 20 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode im ersten Semester 2020 konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahresniveau (H2 2019: 1.94 Milliarden Schweizer Franken) im Berichtssegment Rolling Stock in der zweiten Jahreshälfte mit 1.95 Milliarden Schweizer Franken bereits wieder leicht gesteigert werden. Aufgrund verzögerter Auslieferungen liegt der Umsatz im Gesamtjahr mit 2.74 Milliarden Schweizer Franken jedoch um 6.7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2.94 Milliarden Schweizer Franken.

Wachstum im Segment Service & Components trotz Corona weiter beschleunigt

Der Auftragseingang im Berichtssegment Service & Components lag im Jahr 2020 bei 1.46 Milliarden Schweizer Franken und damit 75 Prozent über dem Vorjahresniveau von 0.83 Milliarden Schweizer Franken. Dieses Rekordergebnis im Berichtssegment Service & Components war unter anderem dem Service-Auftrag für das Netz von Tyne & Wear Metro in Grossbritannien über 35 Jahre und der Ersatzteilversorgung der neuen U-Bahn-Wagen für die Berliner Verkehrsbetriebe über einen Zeitraum von 32 Jahren zu verdanken. Einen strategisch relevanten Auftrag erhielt Stadler aus den Niederlanden: 36 FLIRT des Regionalverkehrsbetreibers Arriva Nederland werden mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) GUARDIA nachgerüstet.

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Die neuen Stadler U-Bahnzüge «JK» für das Berliner Kleinprofilnetz (U1 bis U4) und «J» für das Grossprofil (U5 bis U9) der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). / Quelle: Stadler/BVG

Das Wachstum im strategisch wichtigen Service-Geschäft konnte auch im Jahr 2020 weiter beschleunigt werden. Im ersten Halbjahr 2020 hatten viele Bahnbetreiber ihre Fahrpläne aufgrund der Pandemie ausgedünnt. Da langfristige Service-Verträge in der Regel anhand der Kilometerleistung abgegolten werden, blieben die Umsätze im Service-Geschäft insgesamt hinter den Erwartungen von Stadler zurück. Dennoch ist es Stadler gelungen, das Wachstum im strategisch wichtigen Service-Geschäft weiter voranzutreiben, wodurch die Umsätze im vergangenen Geschäftsjahr um 32 Prozent auf 343.3 Millionen Schweizer Franken angestiegen sind (2019: 260.9 Millionen Schweizer Franken).

Wesentliche Meilensteine im Signalling-Geschäft

Seit 2016 ist bei Stadler der kontinuierliche Auf- und Ausbau des Signalling-Bereichs im Gang. Die Erfolge der Vorjahre konnten 2020 fortgesetzt werden. So hat beispielsweise das Zugsicherungssystem (ETCS) GUARDIA 2020 die Zulassung zum Betrieb in Polen erhalten. Dort kommt das System in den FLIRT-Zügen des Bahnbetreibers Koleje Mazowickie zum Einsatz. In der Schweiz wird das System erstmals in den neuen FLIRT-Zügen der BLS zum Einsatz kommen, die 2020 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurden. ETCS-Projekte laufen auch in weiteren Ländern, darunter Ungarn, Slowenien, Italien und Deutschland.

Rollout des BLS FLIRT RABe 528 104 am 9. September 2020 im Stadlerwerk Erlen. Die Fahrzeuge hören zukünftig auf den Namen MIKA. / Quelle: Sandro Hartmeier

Stadler investiert in Wachstum und innovative Schienenfahrzeuge

2020 investierte Stadler insgesamt 288 Millionen Schweizer Franken in Wachstum, dazu zählen die Entwicklung und der Ausbau der Standorte. Im Heimmarkt Schweiz bezog Stadler das neue Produktionswerk in St. Margrethen. Die Investitionen belaufen sich im Total auf über 86 Millionen Schweizer Franken, davon fielen 36.6 Millionen 2020 an. In Deutschland schreitet der Ausbau der neuen Produktionshalle voran mit einem Investitionsvolumen von bis zu 70 Millionen Euro, davon fielen 42.6 Millionen 2020 an. In Polen erweiterte Stadler die Kapazitäten in der Inbetriebsetzung mit einer neuen Halle am Standort in Siedlce für 9.6 Millionen Franken. Ebenfalls wurden die Produktionskapazitäten im Werk in Minsk und im ungarischen Szolnok mit einer Investition von 12 Millionen Franken respektive 11.4 Millionen Franken erhöht. In Ungarn investiert Stadler zudem 28.8 Millionen Franken in den Bau einer neuen Halle für die Revision von Drehgestellen.

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Visualisierung des Neubaus von Stadler am Standort Berlin. / Quelle: Stadler

Um auch weiterhin zukunftsfähige, attraktive Mobilitätslösungen anbieten zu können, investiert Stadler in innovative Schienenfahrzeuge, wie beispielsweise die neue Niederflur-Strassenbahn, die Anfang 2020 erstmals im deutschen Darmstadt bestellt wurde. Eigenschaften wie komplette Barrierefreiheit, Panoramafenster und hohe Innendecken sorgen für ein angenehmes Reiseerlebnis. Die neue Drehgestell-Technologie macht die Strassenbahnen ausserdem besonders wartungsfreundlich und damit noch wirtschaftlicher im Betrieb. Zudem stösst Stadler neben dem bestehenden, abgerundeten und breiten Produktportfolio auch in neue Antriebstechnologien vor. Für den Bahnbetreiber des San Bernardino County in Kalifornien entwickelt Stadler seinen ersten Wasserstoff-Zug. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein in Norddeutschland bestellte 55 Batterie-Züge, nachdem Stadler als Sieger aus der ersten Green-Technology-Ausschreibung Deutschlands hervorgegangen war. Neben dem gemeinsamen Projekt mit der österreichischen Zillertalbahn ist ein weiteres Wasserstoff-Konzept für den europäischen Markt ist in Arbeit.

Änderungen in der Konzernleitung

Der Verwaltungsrat von Stadler hat in seiner Sitzung vom 10. März 2021 den Rücktritt von Marina Winder als Leiterin Kommunikation & PR zur Kenntnis genommen. Marina Winder hat sich entschieden, nach Ablauf ihres Mutterschaftsurlaubes aus der Konzernleitung auszutreten und sich selbstständig zu machen. Sie wird Stadler als Kommunikationsspezialistin weiterhin im Mandat unterstützen.

«Ich danke Marina Winder für ihren grossartigen Einsatz für Stadler und freue mich, dass wir weiterhin auf ihre Fachexpertise zählen dürfen, und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit»

, sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO a. i.

Marina Winder führte bei Stadler seit Mai 2015 das Generalsekretariat und leitete das internationale Kommunikationsteam.

Der Verwaltungsrat von Stadler hat in seiner Sitzung vom 10. März 2021 zudem einstimmig die Berufung von Philipp Brunner als neues Mitglied der Konzernleitung per 1. Juli 2021 beschlossen. Er ist seit über zehn Jahren für Stadler tätig und derzeit CEO von Stadler Minsk. In seiner künftigen Funktion als Leiter der Division Zentraleuropa folgt Philipp Brunner auf Christian Spichiger, der die Leitung der Division Components von Markus Bernsteiner übernimmt.

«Es macht mich stolz, dass wir für den Generationenwechsel eine interne Lösung finden konnten»

, erklärt Peter Spuhler.

Christian Spichiger führte die Division Zentraleuropa seit 2013 und war seit 2006 für den Aufbau des Standorts Polen verantwortlich.

«Ich bedanke mich bei Christian Spichiger für seinen grossen Einsatz und wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Stadler»

, sagt Peter Spuhler.

Markus Bernsteiner konzentriert sich künftig auf die Leitung der grössten Division Schweiz, die etwa 50 Prozent des Gruppenumsatzes zu verantworten hat. Im Weiteren hat Markus Bernsteiner wichtige Aufgaben als einer der Stellvertreter von Peter Spuhler übernommen.

Ausblick: Rückkehr zu deutlichem Umsatzwachstum und verbesserte Profitabilität erwartet

Dank der anhaltend soliden Nachfrage und unter der Annahme, dass sich die Auswirkungen der Pandemie zeitnah normalisieren, wird auch für 2021 ein Auftragseingang von rund 4 bis 5 Milliarden Schweizer Franken und ein Umsatz zwischen 3.5 und 3.8 Milliarden Schweizer Franken erwartet. Unter diesen Voraussetzungen erwartet Stadler im laufenden Geschäftsjahr eine Ebit-Marge von über 6 Prozent. Zur Bereitstellung der benötigten Kapazitäten rechnet Stadler 2021 mit Investitionen von circa 200 Millionen Schweizer Franken. Für das laufende Jahr wird mit einem positiven Free Cashflow gerechnet. Der Verwaltungsrat beabsichtigt, zuhanden der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 85 Millionen Schweizer Franken (0.85 Franken pro Aktie) zu beantragen. Unter der Bedingung einer Normalisierung der Corona-Situation werden die mittelfristigen Finanzziele einer Ebit-Marge von 8 bis 9 Prozent ab 2023 sowie einer Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von circa 60% bestätigt.

nischer Milliardenauftrag an Alstom: Stadler erhebt Einspuch
Stadler hat Einspruch gegen die Vergabe eines Milliardenauftrags für die Dänischen Staatsbahnen (DSB) erhoben. Der Auftrag umfasst die Lieferung von 150 Züge und die Wartung in einem Zeitraum von 40 Jahren. Laut Stadler erfüllt das Angebot von Alstom nicht allen Anforderungen der Ausschreibung. Jürgen Müller von der Dänischen Staatsbahn wies diesen Vorwurf zurück und erklärt, dass man den Auftrag nicht anders hätte vergeben können. Die Züge sollen die dieselbetriebenen Züge IC 3, IC 4 und IR 4 ersetzen. Die DSB sagt, dass es nicht ungewöhnlich sei, dass ein Verlierer bei einem Auftrag dieser Grösse «reklamiert». Inzwischen soll die Klage wohl abgewiesen worden sein.

– Mehr dazu in einem Artikeln auf Bahnblogstelle vom 11. Juni, einem weiteren Artikeln auf Bahnblogstelle vom 16. Mai, im St. Galler Tagblatt vom 15. Juni und im St. Galler Tagblatt vom 13. Mai
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Quelle: Stadler

Neues zu Fahrzeugen

– Die ZSSK hat bis Ende Juli 2021 alle 5 neuen Zahnrad-Adhäsions-Triebzüge des Typs GTW von Stadler erhaltenen: Facebook
– Testfahrten mit den FLIRT für Transport for Wales (TfW): Railway Technology: Stadler begins testing on new trains in Switzerland
– Die neuen Metro-Züge für Merseytravel (Liverpool) starteten am 1. Juli 2021 mit Testfahrten auf dem Merseyrail-Netz am Tag, zuvor fanden nur Fahrten in der Nacht statt: Railvolution. Am 16. und 17. Juni 2021 war ein Zug in Warwickshire (Grossbritannien) ausgestellt: Railvolution. Es existieren bereits Pläne, das Einsatzgebiet der Züge zu vergrössern: Railvolution.
– Zusammen mit Mermec kann Stadler der italienischen Infrastrukturbetreiberin RFI fünf Diagnosezüge zur Echtzeitprüfung von Gleisen und Fahrleitung liefern: Tagblatt
Railvolution – Class ATR 803 Development
Railvolution – FGC Presents Class 115 EMU
– Die Staatsbahn von Serbien (Železnice Srbije) beschafft bei Stadler 3 KISS-Doppelstockzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h für die Strecke Belgrad – Novi Sad: Details auf der Webseite von Železnice Srbije, beim Ministerium für Bau, Verkehr und Infrastruktur der Republik Serbien, sowie einige Fotos auf Facebook
– Midtjyske Jernbaner aus Dänemark kann für die Strecke Holstebro – Skjern 4 Batteriezüge beschaffen: Das Unternehmen zeigt dazu auf seiner Webseite eine FLIRT Akku von Stadler
– Seit 12 April 2021 setzt Arriva die 18 neuen WINK-Züge von Stadler kommerziell ein: Arriva und
Railvolution
– Neue Fahrzeuge für die ZSSK in der Slowakei: Zdopravy.cz: Pod Tatrami vyjela poprvé na trať nová hybridní jednotka od Stadleru
Tagblatt: Stadler gibt sich nicht geschlagen – Einsprache gegen Vergabe eines Milliardenauftrags an Alstom
Sguggiari.ch – FLP: giunto in Ticino il primo nuovo tram-treno
Cash: Stadler geht wohl Auftrag im Wert von 550 Millionen Euro durch die Lappen
Il Mattino Napoli: EAV si sblocca l’appalto, alla Stadler i nuovi treni

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Text-QuelleStadler
Mit Inhalten vonTimon Peter
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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