Luzern: Instandsetzungsarbeiten Reussbrücke Fluhmühle

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 14. März 2024 veröffentlicht.

Die SBB startet mit den Bauarbeiten, um die Reussbrücke Fluhmühle in Luzern instand zu setzen. Der Korrosionsschutz des Bauwerks muss erneuert werden. Da die Bauarbeiten wegen des Bahnbetriebs vor Ort nicht möglich sind, werden die drei Brückenelemente nacheinander herausgehoben und am Ufer saniert. Die Bauarbeiten dauern von März 2024 bis Herbst 2027.

Die Reussbrücke im Bereich Fluhmühle ist Teil der Linie Zürich – Zug – Luzern. Über die 144 Meter lange, eingleisige Brücke rollen jeden Tag rund 200 Züge. Das Bauwerk wurde im Jahr 1921 in Betrieb genommen und ist denkmalgeschützt. Der Korrosionsschutz der Brücke wurde letztmals 1987 erneuert. Um die Sicherheit des Bauwerks für eine weitere Nutzungsdauer von rund 50 Jahren zu gewährleisten, ist eine Instandsetzung nötig.

Brückenteile werden für Sanierung an Land gehoben

Die Instandsetzungsarbeiten unter laufendem Bahnbetrieb durchzuführen, ist nicht umsetzbar. Darum werden die drei Brückenelemente, die je etwa 185 Tonnen wiegen, nacheinander von einem Raupenkran ausgehoben und an Land auf einen Werkplatz transportiert. Während der Bauzeit wird eine Ersatzbrücke platziert. Dieses Vorgehen ermöglicht es, dass die Zugstrecke – abgesehen von einzelnen Wochenendsperren für das Aus- und Einheben – fast ohne Einschränkungen genutzt werden kann.

Die Bauarbeiten für das Projekt starten Ende März 2024 und dauern voraussichtlich bis Herbst 2027. Es sind diverse Vorarbeiten sowie die Erstellung eines Werkplatzes am rechten Reussufer nötig. Dazu muss ein Teil der Bäume entlang des Ufers gefällt und ein Bereich am Ufer aufgeschüttet werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Uferabschnitt wieder bepflanzt und ökologisch aufgewertet.

Einschränkungen für Wanderweg und Freizeitverkehr

Während der Schüttungsarbeiten von April bis Oktober 2024 wird aus Sicherheitsgründen der Freizeitverkehr auf der Reuss (Schwimmen und Bootfahren) zwischen Reusswehr und Einmündung der kleinen Emme wochentags eingeschränkt sein. Der Uferweg am rechten Reussufer wird im Bereich der Baustelle wochentags gesperrt, der Wanderweg wird umgeleitet. Über die Einschränkungen wird die SBB vor Ort mit Hinweisplakaten informieren.

Das Ausheben des ersten Brückenelements ist für den Frühling 2025 geplant. Über die Einschränkungen im Zugverkehr und das Ersatzangebot während der Bauwochenenden wird die SBB jeweils im Vorfeld informieren.

Die SBB investiert im Rahmen dieses Projekts rund 15,3 Millionen Franken in die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Bahninfrastruktur in der Region Luzern.

Temporäres Schwimmverbot in der Reuss wegen Bauarbeiten
Aus Sicherheitsgründen muss ein Abschnitt der Reuss in Luzern ab 21. Mai 2024 fürs Schwimmen sowie für den Freizeitverkehr gesperrt werden. Das Verbot gilt für den Bereich von den Ausstiegen Säntimatt und St. Karli bis zur Eisenbahnbrücke Fluhmühle, jeweils montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr. In der übrigen Zeit ist die übliche Nutzung des Flusses erlaubt.

Um die Sicherheit der Schwimmerinnen und Schwimmer zu gewährleisten, wird in einem Bereich der Reuss in Luzern in der Sommersaison 2024 eine temporäre Verbotszone eingerichtet. Grund dafür sind die Bauarbeiten der SBB zur Instandsetzung der Reussbrücke Fluhmühle. Für die Sanierung der einspurigen, denkmalgeschützten Brücke der Linie Luzern–Zug–Zürich wird am rechten Reussufer eine Installationsfläche aufgeschüttet. Dafür sind ab 21. Mai 2024 Baumaschinen im Einsatz und in der Reuss verkehren Pontons und Boote.

Schwimmen am Abend und an Wochenenden gestattet

Das Schwimmverbot gilt während der Arbeitszeiten montags bis freitags jeweils von 7 bis 18 Uhr. Schwimmerinnen und Schwimmer, die beim Kasernenplatz in den Fluss einsteigen, müssen in dieser Zeit die Ausstiege Säntimatt oder St. Karli benutzen. In der übrigen Zeit ist die übliche Nutzung des Flusses erlaubt.

Die Bauarbeiten in der Reuss dauern voraussichtlich bis Oktober 2024. Wenn die Installationsfläche aufgeschüttet ist, sind für die folgenden Bauphasen vorerst keine Einschränkungen auf der Reuss nötig: Die drei je 185 Tonnen schweren Brückenelemente werden ausgehoben und am Ufer instand gesetzt. Damit der Zugverkehr möglichst wenig beeinträchtigt wird, wird der jeweils fehlende Brückenabschnitt mit einer Ersatzbrücke geschlossen. Beim Rückbau der Schüttung im Sommer 2027 wird es voraussichtlich nochmals zu Einschränkungen auf der Reuss kommen. Die SBB investiert im Rahmen dieses Bauprojekts rund 15,3 Millionen Franken in die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit der Bahninfrastruktur in der Region Luzern.

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