«Yumuv» – Alle Verkehrsmittel der urbanen Mobilität in einem Abo

Am 17. August 2020 startete das Projekt «Yumuv» in der Stadt Zürich mit einem schweizweit neuartigen Mobilitätsabonnement. Hinter «Yumuv» stehen die Zürcher Verkehrsbetriebe, die Basler Verkehrs-Betriebe, Bernmobil und die SBB. Das Ziel von «Yumuv» ist es, die Möglichkeiten urbaner Mobilität für die städtische Bevölkerung zu vereinen. Die Ausweitung des Angebots von «Yumuv» in die Städte Basel und Bern ist für Herbst 2020 geplant.

Die Zeit ist reif für eine neue, smarte Form der Mobilität. Eine, die uns den Spass an der Fortbewegung durch die Stadt erhöht und flexibel gestaltet werden kann. Ein nahtloses Ökosystem mit nachhaltiger Fortbewegung und unkomplizierter Anwendungsmöglichkeit. «Yumuv» trägt diesem Umstand Rechnung. Es ist die erste Mobility-as-a-Service Lösung für Schweizer Städte und Agglomerationen, welche auf intelligente Weise die vorhandenen Mobilitätsoptionen in einem verkehrsmittelübergreifenden Abo vereint und in einer App anbietet.

Das Handy als Schlüssel für die ganze Stadt

«Yumuv» wird gelesen als «you move» und stellt somit die Fortbewegung ins Zentrum, nicht das Transportmittel. Wer sich heute ohne Auto durch die Stadt bewegt, benötigt für den öffentlichen Verkehr verschiedene Billette und Abos und bei den Sharing-Anbietern wie beispielsweise e-Bikes und e-Trottis mehrere Apps und damit verbunden mehrere Mobilitätskonten auf seinem Smartphone. Das kann, je nach Anzahl der Nutzungen sehr unübersichtlich und kompliziert werden. Mit der App «Yumuv» wird die intermodale Reisekette deutlich vereinfacht und kundenorientiert gestaltet, indem die verschiedenen Verkehrsmittel wie Tram, Bus, Zug, Velo, e-Bike, e-Trotti, Taxi oder Carsharing auf einfache Weise buchbar und beliebig kombinierbar gemacht werden.

Mit Yumuv wird die Reise durch die Stadt zum Vergnügen. Alle vorhandenen Sharing Angebote werden angezeigt und können unkompliziert genutzt werden. Je nach Situation wählen die Nutzerinnen und Nutzer die passende Mobilitätsform aus, buchen und nutzen diese. Mit dem verkehrsmittelübergreifenden Abo und der App, die alles aus einer Hand anbietet, adressiert «Yumuv» genau dieses Kundenbedürfnis.

Alles haben, nichts besitzen

Das Ziel von «Yumuv» ist es, ein attraktives und einfaches multimodales Mobilitätsangebot für Städterinnen und Städter zu kreieren. Hierzu werden Mobilitätsabos entwickelt und am Markt getestet. «Yumuv» wird von einem Forschungsteam der ETH Zürich begleitet. Dabei wird analysiert, inwiefern multimodale Mobilitätsabos von den Kunden akzeptiert werden und ob solche Angebote die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs in Schweizer Städten fördern. Ferner wird getestet, inwiefern multimodale Mobilitätsabos nachhaltiges und verändertes Mobilitätsverhalten der Menschen fördern.

Das Prinzip der neuartigen «Yumuv»-Abos ist ganz einfach: Das Mobilitätsabo enthält eine definierte Anzahl Freiminuten für die Angebote ausgewählter Mobilitätsanbieter und setzt voraus, dass die Nutzerinnen und Nutzer im Besitz eines gültigen öV-Abos (Verbundabo oder GA) sind. Dabei profitieren sie von Vorzugskonditionen und es gibt keine Fahrzeug-Aufschlussgebühren. Mit den aktuellen Yumuv -Abos können E-Trottis von VOI und TIER sowie die E-Bikes von BOND genutzt werden. Die App kann im «pay-as-yumuv» auch ohne «Yumuv»-Abo genutzt werden. Dabei profitieren die Nutzerinnen und Nutzer von der Convenience, alles aus einer Hand und in einer App zu planen, zu buchen und zu nutzen.

Die Mobilitätsabos von «Yumuv» entwickeln sich in den nächsten Monaten kontinuierlich weiter.

Über «Yumuv»
Das Besondere an «Yumuv» ist die enge Zusammenarbeit der lokalen Verkehrsbetriebe in Zürich (VBZ), Basel (BVB) und Bern (Bernmobil) und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Dieser partnerschaftliche Ansatz ermöglicht es, dem Kundennutzen absolute Priorität einzuräumen und die Ressourcen gemeinsam zielgerichtet einzusetzen.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ), die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) und Bernmobil gründeten zusammen per Ende 2019 die einfache Gesellschaft «Yumuv». Die technische Umsetzung erfolgt mittels einer App. Als Softwarepartner steht «Yumuv» das litauische Unternehmen Trafi Ltd. zur Seite, welches schon erfolgreiche Mobilitätsanwendungen in vielen Städten wie beispielsweise in Berlin, entwickelt hat. Der Marktauftritt von «Yumuv» erfolgt in neutralem Branding. Wissenschaftlich begleitet wird «Yumuv» von der ETH Zürich. Die Projektlaufzeit von «Yumuv» beträgt ein Jahr.

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Text-QuelleYumuv
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