RBS: Verlängerte S8 feierlich eröffnet

Auf dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2022 baut der RBS das Angebot zwischen Bern und Solothurn spürbar aus: Ab diesem Zeitpunkt wird die S8 halbstündlich von Jegenstorf nach Bätterkinden verlängert und der Takt des RE wird unter der Woche tagsüber verdichtet. Grundlage für diesen Angebotsausbau bildet die «Verlängerung S8». Dafür waren in den drei Gemeinden Bätterkinden, Fraubrunnen und Jegenstorf bauliche Massnahmen notwendig. Am Vormittag des 8. Dezembers 2022 wurde die verlängerte S8 offiziell und im Beisein von Regierungsrat Christoph Neuhaus und Christophe Beuret, Sektionschef Grossprojekte beim Bundesamt für Verkehr, sowie von Vertreterinnen und Vertretern der drei beteiligten Gemeinden feierlich eröffnet.

Bis 2030 prognostiziert der Kanton Bern für den öffentlichen Verkehr eine deutliche Nachfragezunahme von rund 30 Prozent. Auf dieser Basis hat der RBS zusammen mit den Kantonen Bern und Solothurn, sowie dem Bund ein Ausbauprogramm entwickelt, das einen schrittweisen Angebotsausbau mit zahlreichen Verbesserungen und Leistungssteigerungen vorsieht. Dieses Ausbauprogramm ist Bestandteil des nationalen Bahnausbaus (STEP-Ausbauschritt 2025). Eine der Grundlagen für die Angebotserweiterung bildet die Verlängerung der S8 bis nach Bätterkinden. 

Angebotsausbau erfordert bauliche Massnahmen an Infrastruktur

Damit die S8 künftig bis nach Bätterkinden verkehren kann, waren Ausbauten und Anpassungen an der Infrastruktur notwendig. Diesen wurden im Rahmen von drei Bauprojekten umgesetzt:

  • In Bätterkinden entstand nördlich des Bahnhofes ein neues Wendegleis 
  • Zwischen Bätterkinden und Büren zum Hof erfolgte der Bau einer ca. 1 km langen Doppelspurinsel, zusätzlich wurde die Strecke begradigt und der Bahnhof sowie der Bahnhofsvorplatz in Büren zum Hof ausgebaut. 
  • Zwischen Grafenried und Jegenstorf wurde die Strecke auf einer Länge von knapp 3 km ebenfalls auf Doppelspur und für höhere Geschwindigkeiten ausgebaut.   

Ende Juni 2021 erfolgte der offizielle Spatenstich für die drei Projekte «Verlängerung S8». Die Bauarbeiten an den drei Projekten erfolgten hoch konzentriert und innerhalb eines eng begrenzten Zeitrahmens. Alle Projekte konnten wie geplant innerhalb von knapp anderthalb Jahren erfolgreich umgesetzt werden. 

In Anwesenheit von geladenen Gästen, Vertreter:innen von Kanton und Behörden und von den drei beteiligten Gemeinden Fraubrunnen, Bätterkinden und Jegenstorf, haben der Berner Verkehrsdirektor Christoph Neuhaus und Christophe Beuret, Sektionschef Grossprojekte beim Bundesamt für Verkehr, am Vormittag des 8. Dezembers 2022 die Verlängerung S8 offiziell und feierlich eröffnet. 

Verlängerte S8 ermöglicht dichteren Takt zwischen Bern und Solothurn 

Die verlängerte S8 ermöglicht einen ersten wichtigen Angebotsausbau auf der Strecke Bern–Solothurn: Ab dem Fahrplanwechsel vom kommenden Sonntag, 11. Dezember 2022, wird die S8 halbstündlich von/nach Bätterkinden fahren. Sie bedient unterwegs alle Bahnhöfe und verbindet die Ortsteile der Gemeinde Fraubrunnen im Halbstundentakt. Für Schalunen und Büren zum Hof ergeben sich so halbstündliche Verbindungen nach Bern und Solothurn (mit Umsteigen in Bätterkinden). Reisende ab Grafenried Richtung Solothurn steigen künftig ebenfalls in Bätterkinden um, profitieren dafür jedoch von neuen Direktverbindungen nach Schönbühl, Zollikofen und Worblaufen. Ebenfalls ab dem 11. Dezember 2022 verkehrt der RE Bern-Solothurn tagsüber durchgehend im Viertelstundentakt und beschleunigt ohne Halt in Schalunen, Büren zum Hof und Grafenried. 

Ein weiterer Angebotsausbau ist im Horizont 2029 geplant. Mit der Inbetriebnahme der neuen RBS-Bahnhöfe in Bern und Solothurn sollen auf der Linie RE längere Züge eingesetzt werden (neu 180m statt wie bisher 120m). Für Reisende bedeutet das in Spitzenzeiten nochmals deutlich mehr Platz. Damit die längeren RE-Züge an den Bahnhöfen halten können, sind weitere Anpassungen an den betroffenen Bahnhöfen und der Bau des neuen Depots in Bätterkinden notwendig. 

Die Kosten für die drei Bauprojekte Verlängerung S8 beliefen sich auf rund 70 Mio. CHF und wurden aus dem Bahninfrastrukturfonds (BIF) finanziert.


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