Ab Anfang 2022 kommen erstmals Batterie-Gelenkbusse bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) zum Einsatz. Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) und der Stadtrat haben die finanziellen Mittel für den Kauf von vier umweltfreundlichen Elektro-Gelenkbussen freigegeben. Die neuen Busse des Herstellers MAN ersetzen vier Dieselbusse und werden auf den Linien 161 und 165 eingesetzt. Mit dieser Beschaffung setzen die VBZ ihre Elektrobusstrategie konsequent fort und tragen so zu den Energie- und Klimazielen der Stadt und des Kantons Zürich bei.

Die Gelenkbusse des Typs «Lion’s City 18 E» des deutschen Herstellers MAN sind leise, verfügen über ein energieeffizientes Antriebssystem und eine leistungsstarke Traktionsbatterie mit einer Kapazität von 640 kWh. Die Batterie wird in den Betriebspausen in der Garage Hardau aufgeladen, wofür derzeit eine Ladeinfrastruktur erstellt wird. Mit einer Batterieladung erreichen die Gelenkbusse eine Reichweite von 200 bis 270 Kilometern.

«Die Elektrobusse überzeugen zudem im Fahrgastraum mit freundlichen Licht- und Platzverhältnissen sowie mit ihren Fahr- und Abbiegeassistenzsystemen, die dem Fahrdienstpersonal durch Kollisionswarnungen im hektischen Stadtverkehr Unterstützung bieten»

, so der Projektleiter Dominic Hink.

Im Zuge der ZVV-Umweltstrategie hat der Verkehrsrat für den Kauf der vier neuen Elektrobusse einen Betrag von rund 3.6 Millionen Franken bewilligt. Die Stadt Zürich unterstützt die Beschaffung zusätzlich mit einer Förderung von rund 1.2 Millionen Franken im Rahmen der 2000-Watt-Beiträge.

Klimaschutz und Energieeffizienz dank Elektroantrieb 

Trotz der grossen Traktionsbatterien fällt die Ökobilanz über den gesamten Lebenszyklus sehr deutlich zugunsten der Elektrobusse aus. Elektrische Busse im öffentlichen Verkehr ermöglichen aufgrund ihrer hohen Laufleistung eine besonders grosse Reduktion der Treibhausgasemissionen. Ausserdem reduzieren sie den Energie- und Treibstoffverbrauch sowie die Lärm- und Schadstoffemissionen der VBZ-Busflotte deutlich. Alleine mit dem Betrieb der vier neuen Batteriebusse werden zukünftig mehr als 130’000 Liter Diesel und rund 430 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Erstmals elektrisch in die Region 

Ein Novum ist der Einsatz von Elektrobussen auf VBZ-Linien, welche die Stadt Zürich mit ihrem Umland verbinden. Die Linien 161 und 165 führen von der Zürcher Innenstadt bis in die angrenzenden Gemeinden Kilchberg und Rüschlikon am unteren Zimmerberg.

So ergänzen die neuen Batterie-Gelenkbusse das städtische Tram- und Trolleybusnetz um ein weiteres elektrisches Verkehrsmittel.

«Durch den erstmaligen Einsatz von Elektrobussen auf den Regionallinien bringen wir unsere Fahrgäste auch hier noch komfortabler, energieeffizienter und emissionsärmer vorwärts»

, so Guido Schoch, Direktor der VBZ.

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Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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