Erste Batterie-Gelenkbusse für die VBZ [aktualisiert]

Ab Anfang 2022 kommen erstmals Batterie-Gelenkbusse bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) zum Einsatz. Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) und der Stadtrat haben im März 2021 die finanziellen Mittel für den Kauf von vier umweltfreundlichen Elektro-Gelenkbussen freigegeben. Die neuen Busse des Herstellers MAN ersetzen vier Dieselbusse und werden auf den Linien 161 und 165 eingesetzt. Mit dieser Beschaffung setzen die VBZ ihre Elektrobusstrategie konsequent fort und tragen so zu den Energie- und Klimazielen der Stadt und des Kantons Zürich bei.

Die Gelenkbusse des Typs «Lion’s City 18 E» des deutschen Herstellers MAN sind leise, verfügen über ein energieeffizientes Antriebssystem und eine leistungsstarke Traktionsbatterie mit einer Kapazität von 640 kWh. Die Batterie wird in den Betriebspausen in der Garage Hardau aufgeladen, wofür derzeit eine Ladeinfrastruktur erstellt wird. Mit einer Batterieladung erreichen die Gelenkbusse eine Reichweite von 200 bis 270 Kilometern.

«Die Elektrobusse überzeugen zudem im Fahrgastraum mit freundlichen Licht- und Platzverhältnissen sowie mit ihren Fahr- und Abbiegeassistenzsystemen, die dem Fahrdienstpersonal durch Kollisionswarnungen im hektischen Stadtverkehr Unterstützung bieten»

, so der Projektleiter Dominic Hink.

Im Zuge der ZVV-Umweltstrategie hat der Verkehrsrat für den Kauf der vier neuen Elektrobusse einen Betrag von rund 3.6 Millionen Franken bewilligt. Die Stadt Zürich unterstützt die Beschaffung zusätzlich mit einer Förderung von rund 1.2 Millionen Franken im Rahmen der 2000-Watt-Beiträge.

Klimaschutz und Energieeffizienz dank Elektroantrieb 

Trotz der grossen Traktionsbatterien fällt die Ökobilanz über den gesamten Lebenszyklus sehr deutlich zugunsten der Elektrobusse aus. Elektrische Busse im öffentlichen Verkehr ermöglichen aufgrund ihrer hohen Laufleistung eine besonders grosse Reduktion der Treibhausgasemissionen. Ausserdem reduzieren sie den Energie- und Treibstoffverbrauch sowie die Lärm- und Schadstoffemissionen der VBZ-Busflotte deutlich. Alleine mit dem Betrieb der vier neuen Batteriebusse werden zukünftig mehr als 130’000 Liter Diesel und rund 430 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Erstmals elektrisch in die Region 

Ein Novum ist der Einsatz von Elektrobussen auf VBZ-Linien, welche die Stadt Zürich mit ihrem Umland verbinden. Die Linien 161 und 165 führen von der Zürcher Innenstadt bis in die angrenzenden Gemeinden Kilchberg und Rüschlikon am unteren Zimmerberg.

So ergänzen die neuen Batterie-Gelenkbusse das städtische Tram- und Trolleybusnetz um ein weiteres elektrisches Verkehrsmittel.

«Durch den erstmaligen Einsatz von Elektrobussen auf den Regionallinien bringen wir unsere Fahrgäste auch hier noch komfortabler, energieeffizienter und emissionsärmer vorwärts»

, so Guido Schoch, Direktor der VBZ.

Fertiggestellter MAN «Lion’s City 18 E» für die VBZ im November 2021:


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Text-QuelleVBZ
Mit Inhalten vonSandro Hartmeier
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Kommentare

2 Kommentare

  1. Weshalb MAN? Mit der Hess AG im solothurnischen Bellach hätten wir doch einen einheimischen Lieferanten, der Elektrobusse auf Weltklasseniveau baut und Schweizer Arbeitsplätze sichert. Hess wäre sicher auch im Stand Busse mit extrabreiten Türen zu bauen, damit die ZürcherInnen beim Ein- und Aussteigen nicht die Maulecken anschlagen

  2. ganz einfach, Herr Belser, MAN dürfte halt bei der Evaluation das Hess-Auto geschlagen haben (Technik, Preis, Aussehen etc.)
    Ihr Arbeitsplatzlied ist gestandener Kaffee, Mumpitz, zudem stammen bei Hess bestimmt 85% der Komponenten sowieso direkt aus dem Ausland……also keine Aufregung. Vom Aeussern her gesehen wäre mein Entscheid klar MAN.
    Weiter, Herr Belser, internationaler Handel funktioniert auf Dauer nur bei Ausgeglichenheit, will sagen Im Thurgau ist man heilfroh wenn Stadler für sein Zeugs auch in Deutschland Abnehmer findet, bitte etwas Nachdenken.

    „Weltklassenniveau“ sei mal stehen gelassen. Wir wollen nicht überheblich sein.

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