LU: Entwurf des öV-Berichtes 2022 bis 2025 in der Vernehmlassung

Der Kanton Luzern präsentiert mit dem Entwurf des vierten öV-Berichts seine Strategie für den öffentlichen Verkehr bis ins Jahr 2025. Der neue öV-Bericht, der vom Verbundrat des Verkehrsverbundes Luzern zuhanden des Regierungsrates erarbeitet wurde und nun in die Vernehmlassung gegeben wird, zielt auf Verbesserungen in den Bereichen Kapazität, Zuverlässigkeit und Vernetzung ab. Um in diesen Bereichen Verbesserungen zu erzielen, braucht es beispielsweise Kapazitätssteigerungen im Korridor Luzern–Olten. Gleichzeitig soll auch die Planung von Schlüsselprojekten wie dem Durchgangsbahnhof Luzern und zugehöriger Angebotskonzepte für Bahn und Bus weiter vorangetrieben werden. Behörden, Regionale Entwicklungsträger, Parteien, Interessenverbände und Transportunternehmen können bis zum 28. Januar 2022 zum Berichtsentwurf Stellung nehmen.

Der Entwurf des öV-Berichts 2022 bis 2025 gibt Auskunft zur Erreichung der Ziele des letzten öV-Berichts (2018 bis 2021), zum aktuellen Stand des öV im Kanton Luzern und geht auf die Entwicklungen im Umfeld ein. Der Kanton Luzern zeigt damit auf, wie sich das Angebot des öV in den nächsten Jahren, ausgerichtet auf die Infrastruktur, den Tarif und weitere Mobilitätsangebote, entwickeln wird. Der Bericht dient auch als finanzpolitische Grundlage. Damit wird der Finanzbedarf für den öV mit der kantonalen Finanzplanung, insbesondere dem aktuellen Aufgaben- und Finanzplan (AFP), abgestimmt. Der vom Verbundrat des Verkehrsverbundes Luzern zuhanden des Regierungsrates erarbeitete Berichtsentwurf 2022 bis 2025 baut auf den bewährten öV-Berichten vorangehender Berichtsperioden auf und ist auf das Planungsumfeld, namentlich das Projekt Zukunft Mobilität, abgestimmt.

Verbesserungen in den Bereichen Kapazität, Zuverlässigkeit und Vernetzung

Der langfristige Zielzustand 2050 für den öV im Kanton Luzern setzt weiterhin auf die zwingende Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern und wird mit der neuen öV-Strategie nur geringfügig angepasst. Die Ziele bis 2025 werden aufgrund neuer Entwicklungen und Erkenntnisse aktualisiert.

«Zentral für die Erreichung der gesetzten Ziele sind Verbesserungen in den Bereichen Kapazität, Zuverlässigkeit und Vernetzung»

, sagt Thomas Buchmann, Präsident des Verbundrates mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen.

«Diese drei Themen stehen auch in positiver Wechselwirkung zueinander.»

Der Spielraum von Kapazitätsmassnahmen im Bahnangebot soll maximal ausgenutzt werden. Vorgesehen ist beispielsweise der Einsatz von Doppelstockzügen auf den Regioexpress-Verbindungen zwischen Luzern und Olten. Auch das Busangebot soll in allen Regionen weiterentwickelt werden. Zudem wird der öV zunehmend mit anderen Verkehrsmitteln verknüpft, einerseits an Verkehrsdrehscheiben wie Bushubs, andererseits über digitale Mobilitätsplattformen. Damit der öV attraktiver wird und die Anschlüsse bei vernetzten Reiseketten gesichert sind, braucht es eine bessere Zuverlässigkeit des öV, hauptsächlich mit konsequenter Busbevorzugung.

Bericht berücksichtigt Klimawandel und gesellschaftliche Trends

Der Kantonsrat hat in der Beratung zum letzten öV-Bericht 2018 bis 2021 die Behandlung der Themen «Sharing Economy» und Digitalisierung in der nun vorliegenden öV-Strategie gewünscht. Der Berichtsentwurf 2021 bis 2025 berücksichtigt daneben auch den Klimawandel sowie den gesellschaftlichen und digitalen Wandel sowie Trends und weitere Veränderungen im Mobilitätsbereich. Er ordnet diese Umfeldentwicklungen im Kontext zum öV ein und benennt Massnahmen wie beispielsweise die Umstellung von Dieselbuslinien auf Busse mit erneuerbaren Energien sowie Chancen und Risiken.

Die potenziellen mittel- und langfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf das Mobilitätsverhalten sind noch nicht verlässlich abschätzbar. Die öV-Strategie ist mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen genügend robust aufgebaut. Fallweise erhalten die dargestellten Stossrichtungen gar eine höhere Wichtigkeit aufgrund kurz- und mittelfristig zunehmender Herausforderungen.

Vernehmlassung bis Ende Januar 2022

Der Entwurf des öV-Berichts 2022 bis 2025 wurde vom Verkehrsverbund Luzern im Auftrag des Kantons Luzern erarbeitet. Behörden, Regionale Entwicklungsträger, Parteien, Interessenverbände und Transportunternehmen können bis zum 28. Januar 2022 zum Berichtsentwurf Stellung nehmen. Voraussichtlich im Sommer 2022 wird der Regierungsrat den öV-Bericht zuhanden des Kantonsrats verabschieden.


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